Rendern ist ein sehr komplexer Prozess. Blender und eigentlich jedes 3D-Programm kann in zwei eigenständige Softwarepakete aufgeteilt werden. Ein Paket ist für das Erstellen einer Szene zuständig (Modellierer) und das andere für das Berechnen (Rendern) einer Szene. Die Tools zur Berechnung nennt man auch Ray Tracer oder einfach Renderengine.
RayTracing - bedeutet in etwa so viel wie Strahlenberechnung. Im Falle virtueller 3D bezieht sich das auf die simulierten Lichtstrahlen. Erst damit wird eine Szene photorealistisch, weil nicht nur das einfache Darstellen eines Drahtgittermodelles eine Rolle spielt, sondern auch Spiegelungen usw. in die Berechnung mit einfließen müssen. Jede gute 3D-Software sollte die Möglichkeit zum Einbinden externer RayTracer bieten. Wohl kaum kann mit nur einem auf alle Bedürfnisse eingegangen werden. Ausschlaggebend ist immer auch das Einsatzgebiet. Es macht keinen Sinn, eine virtuelle Szene nicht von einer echten unterscheiden zu können, wenn eine solche Szene z.B. Bestandteil eines Games sein soll. Was nützt die perfekte Realität, wenn das Spiel jeden Rechner in die Knie zwingt und damit unspielbar wird? Kompromisse gilt es also immer zu finden. Nicht umsonst gibt es spezialisierte RayTracer für die verschiedensten Einsatzgebiete.
Blender hat als Standardvorgabe zwei Schnittstellen fürs Rendern. Das ist einmal die zum Blenderinternen RayTracer und zusätzlich eine zu YafRay. YafRay muss aber separat aus dem Netz geladen und installiert werden, da nur die Schnittstelle bereits vorhanden ist. YafRay und viele andere sind wie Blender ebenfalls frei verfügbar. Hier bekommst du YafRay.
Mit F10 kommst du zu den Render-Settings und dort aktiviere - falls nicht schon vorhanden - die RenderButtons. Im Render-Panel kannst du wie folgt die gewünschte Engine auswählen. Wir belassen es in den Grundlagen bei Blender Internal, denn YafRay bietet jede Menge andere Funktionen und das nicht nur im Render-Panel. Es würde an der Stelle nur verwirren (Abb. 1).
Der Button OSA steht für Over Sampling AntiAlias. Damit kannst du durch die Physik des Monitors bedingte Treppenkanten glätten lassen. Diese Option sollte aus Gründen der Zeitersparnis für Testrender deaktiviert werden (Abb. 2).
MBLUR - erzeugt einen Bewegungseffekt, der natürlich erst bei Animationen richtig sichtbar ist. Dabei gibt es die Levelstärken 5 - 16 und den BlurFaktor von 0.01 bis 5.00. Bei aktivem MBLUR wird das Bild je nach Level entsprechend oft gerendert (Abb. 3).
1. Abb. 4
2. Abb. 5
Das selbe noch mal, nur mit dem höchsten BlurFaktor von 5.00
3. Abb. 6
4. Abb. 7
Die nächsten Optionen im Renderpanel sind die Prozentangaben. Damit renderst du von der allgemein eingestellten Bild-Ausgabegröße entsprechend prozentual. Steht die Größe also etwa auf 800x600 (Standard), so wird z.B. bei aktivierten 50 Prozent das gerenderte Bild auf die Hälfte skaliert und ist auch entsprechend schneller fertig (Abb. 8).
Die Optionen Shadow und Ray hatte wir schon in den Licht/Schatten Grundlagen (Abb. 9).
In der Kameraansicht kannst du mit Umschalt + B einen Rahmen innerhalb deiner Kamera aufziehen (mit linker Maustaste). Alternative Menüauswahl (oben): Render/Set Render Border. Damit aktivierst du automatisch den folgenden Border-Button im Renderpanel. Dies erlaubt dir nur den durch den Rahmen markierten Bereich zu rendern. Willst du wieder die komplette Kameraansicht rendern, dann deaktiviere den BorderButton. Der Rahmen bleibt dir so lange im Hintergrund erhalten, bis du einen neuen ziehst (Abb. 10).
Die bis hier noch nicht abgehandelten Optionen im Render Panel lass für die ersten Wochen einfach auf Standard oder probier auf eigene Faust;) In den ganzen Scene-Settings gibt es viel interessantere Dinge im Moment - weiter >>>
Einleitung
Die Oberfläche
Die Bedienung
Das 3DView Fenster
Die 3 Hauptachsen
Objekte markieren
Objekte transformieren I
Objekte transformieren II
Objekte transformieren III
Aufbau eines Modelles
Einfaches Modellieren
Materialgrundlagen
Texturen
Texturen & Colors Panel
Licht und Schatten
Licht und Layertechnik
Endlich Rendern
Rendern und abspeichern
Subsurf
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