Wer jemals einen Mond in seine Grafiken einbauen wollte, war auf Photos anderer angewiesen - oder hatte selber eine leistungsstarke Kamera. Daß es auch anders geht, zeigt dieses Tutorial.
Aufgrund höherer GIMP Versionen ist dieses Tutorial veraltet.
Ein Hinweis zur Notation: in Gimp laufen fast alle Aktionen über Kontextmenus ( rechter Mausklick ). Solche Aktionen stelle ich im folgenden immer durch eine "Menukette" dar: ( Rechtsklick -> Auswahl aus Kontextmenu -> Auswahl aus Submenu -> Auswahl aus Sub-Submenu usw )
Zunächst wird in einer neuen Ebene mittels Rechtsklick->Filter->Render->Wolken->Plasma eine Farbfläche erzeugt. In meinem Beispiel mit einer Turbulenz von 2.1.
Diese Ebene wird mittels Rechtsklick->Filter->Farben->Abbilden->auf Farbverlauf eingefärbt. Ich habe für das Beispiel den Verlauf "Shadows_2" gewählt.
Um dieser doch sehr "flächigen" Erscheinung einen Kugelcharakter zu verleihen, wird der Linseneffekt ( Rechtsklick->Filter->Glas-Effekte->Lupeneffekt ) eingesetzt. Im Beispiel habe ich einen Brechungsindex von 1.8 gewählt. Wichtig ist, den Punkt "Mache Umgebung transparent" markiert wird. Hat schon etwas mondähnliches, fehlen noch die Krater...
Für die Krater wird eine weitere Ebene benötigt, die wiederum mit Rechtsklick->Filter->Render->Wolken->Plasma mit einer Farbwolke gefüllt wird. Diesmal mit einem Turbulenzwert von 3.
Die Kraterformen werden mit dem "Gimpressionisten" Rechtsklick->Filter->Künstlerisch->Gimpressionist erzeugt. ( Off topic: der Gimpressionist lohnt sich, um mit den ganzen Einstellungen mal etwas zu spielen :) ). Zurück zu den Kratern - dafür braucht man folgende Einstellungen ( nicht erwähnte bleiben beim Default ):
Die Einstellungen können mittels des Buttons "neu zeichnen" im Vorschaufenster kontrolliert werden.
Diese "Kleckse" werden wieder mit der Linseneffekt in eine Kugelform gebracht.
Die Klecksebene wird ausgeblendet ( Klick auf's Augensymbol im Ebenenfenster ) und die Mondebene aktiviert. Hier wird mittels der Bumpmap-Option ( Rechtsklick->Filter->Abbilden->Bumpmap ) der Mond verkratert. Einstellungen des Beispiels:
Für Licht&Schatten werden noch zwei Farbverläfe über den Mond gelegt ( VG-Farbe nach transparent, kreisförmig ). Zunächst die Mondfläche auswählen ( Rechtsklick->Ebene->Auswahl aus Alphakanal ) und dann schwarz von links unten nach rechts oben und weiß von rechts oben bis ungefähr in das obere Drittel.
Um dem Mond noch eine Atmosphäre ( unser Mond hat so was nicht, ich weiß :) )zu verpassen, wird der Rand noch ganz leicht ausgeblendet. Die Auswahl muß noch aktiv sein! Dafür wird eine Ebenenmaske zur Mondebene angelegt ( Rechtsklick im Ebenenfenster auf die Mondebene -> Ebenenmaske hinzufügen ( Parameter: weiß, volle Deckkraft ). Mit einem weichem Pinsel ( circle fuzzy, 15x15 ) wird die Auswahl nachgefahren ( Rechtsklick->Bearbeiten->Nachfahren ).
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