Wie Alexander Kleinjung, ehemaliger Herausgeber des Satiremagazins Advograf in einer Pressemeldung bekannt gibt, will sich der unter Druck geratene Verein "Gesellschaft zum
Schutz privater Daten in elektronischen Informations- und Kommunikationsdiensten e.V." (GSDI oder auch "Webrobin") auflösen.

Man habe bereits die Aufhebung der am 20.06.2001 erteilten Berechtigung, im Namen der Verbraucher Abmahnungen auszusprechen und Prozesse zu führen, beim Bundesverwaltungsamt beantragt.

Auf sich Aufmerksam hat der Verein unter anderem mit einer Klage gegen 80 Websitebetreiber gemacht, auf Grund der Abfrage des Namens beim Newsletter-Abonnement. Dies stellte ein Verstoß gegen das "Gebot der Datensparsamkeit" dar und kostete 650 Euro Abmahnkosten für die Website-Betreiber.

Nur durch den Protest vieler Webmaster und der Vorwürfen durch das Magazin Advograf wurde den Beklagten die Zahlung der Kosten erlassen. Kurze Zeit später verlor Webrobin einen Prozess gegen einige Webmaster die gegen die Abmahnwelle klagten und eine Aufwandsentschädigung forderten. Wenn sich der Verein nun vor dem Eingang der Kostenforderungen des Gerichts auflöst, werden die Kläger vermutlich auf Ihren Kosten sitzenbleiben.