Hi,
ich schreibe auch ein Buch über ein Programm und kann Dir vielleicht mit ein paar Gedanken helfen:
Vor Schreibbeginn sollte man sich selbst ein paar Fragen beantworten:
- Für wen schreibe ich? Totale Anfänger, vielleicht sogar Computerneuling, oder für Auf- und Umsteiger ähnlicher Programme bzw. älterer Versionen des Programms
- Wo soll das Buch gelesen werden? Auch in Bahn und Bus oder nur am Computer wie ein Handbuch?
- Was möchte ich beschreiben? Die vorhandene Programmoberfläche oder wie löse ich mit dem Programm ein bestimmtes Problem.
Von diesen Entscheidungen hängt maßgeblich ab, wieviele und was für Bildschirmkopien Du benötigst.
Um- und Aufsteiger brauchen nur im Einführungskapitel Bildschirmkopien der gesamten Oberfläche eventuell mit Gegenüberstellung alter Versionen oder vergleichbarer Programme. (Gerade bei der Fotobearbeitung werden Bücher oft für mehrere Programme geschrieben - hier ist eindeutig der Arbeitsweg das Entscheidende und nicht die Position und Benennung des Menüpunktes.)
Für den Autor ist es einfacher, die Drucktaste zu drücken und die gesamte unbearbeitete Bildschirmkopie einzufügen, damit überlässt er es aber dem Leser, die wichtigen Stellen und Unterschiede zu vorhergehenden Bildschirmkopien zu finden
Bildschirmkopien sollten schon nur das beinhalten, worauf man hinweisen will. Ich mache es so, dass ich bei Registerkarten im Text alles beschreibe, was warum wie einzustellen ist, die Bildschirmkopie (nur der Registerkarte) dient dann als Gedächtnisstütze und zum Übertragen der Werte. Der Nachteil ist, dass man oft die Kopien skalieren muss und deshalb gerade die wichtigen Werte schwer zu erkennen sind. Wenn nur wenige Werte einzutragen sind, helfen dann Ausschnitte, Pfeile und Beschriftungen. Das bedeutet, dass man für die Bildschirmkopien genauso viel Arbeit wie für den Text aufwenden muss.
Bei dem von Dir genannten Beispiel ist es eher so, dass der Autor keine Arbeit haben will und nicht einmal das Dargestellte ordentlich beschreibt. Solche Bilderbücher landen nach einmaliger Benutzung im Schrank. Als Nachschlagewerk für die tägliche Arbeit taugen sie nichts, denn was im Buch abgebildet ist, sieht man ja auch auf dem Monitor. Wenn man das Programm einmal bedienen kann, hilft einem das nicht weiter. Dann braucht man Tipps mit welchem Programmpunkt man seine eigentliche Aufgabe lösen kann.
Auffällig ist, dass englischsprachige Bücher viel weniger Bildschirmkopien enthalten und trotzdem leichtverständlich sind (oft auch, wenn Englisch nicht die Mutersprache ist.) Das liegt oft an den einfacher strukturierten Sätzen und was für uns Fremdworte sind, ist dort Umgangssprache.
Ich habe mir vor Beginn des Schreibens auf
http://www.storials.com/sites/fachbuch-sachbuch.php "Ein packendes Fach- und Sachbuch schreiben" gekauft, ob man das wirklich braucht, muss jeder selbst entscheiden, war aber schon ganz nützlich.
Hier im Forum gab es auch schon mal einen Thread
"Hat schonmal jemand ein Buch veröffentlicht?"
Schau Dir mal besonders die Beiträge 12, 17 und 18 an. Dort findest Du Links und Partner.
Ein Autorenforum findest Du unter
https://www.xing.com/app/network?op=...e=autorenforum
Links zu Beispielen kannst Du selbst suchen in dem Du Tutorial oder Anleitung und ein einschränkendes Thema in Google eingibst. Interessant können auch Leserrezensionen auf Amazon, Idealo und ähnlichen Seiten sein, insbesondere, wenn Du das Buch selbst kennst.
PS: Du kannst auch mal in die Hilfe zu Wikibooks für Autoren schauen, wobei das mehr allgemein gehalten ist:
http://de.wikibooks.org/wiki/Wikibooks:Hilfe
SchneewittchenX