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Thema: Unergründliche Tiefen

  1. #1
    TP-Specialist His.Master's.Voice lebt für das TP und seine User His.Master's.Voice lebt für das TP und seine User His.Master's.Voice lebt für das TP und seine User His.Master's.Voice lebt für das TP und seine User His.Master's.Voice lebt für das TP und seine User His.Master's.Voice lebt für das TP und seine User His.Master's.Voice lebt für das TP und seine User His.Master's.Voice lebt für das TP und seine User Avatar von His.Master's.Voice
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    Lightbulb Unergründliche Tiefen

    Die unergründlichen Tiefen eines Betriebssystemes:

    Die meisten Anwender haben wohl das am meisten verbreitete Betriebssystem auf ihrem Rechner installiert. So spricht die Werbung von benutzerfreundlichen Features und es soll ja alles viel besser sein als früher. Dafür ist man natürlich bereit auch das entsprechende Geld für diesen Alleskönner auszugeben.
    Die Erwartungen und Hoffnungen sind groß. Hat man schließlich die ersten Erfahrungen gesammelt, schwenken die Erwartungen schnell in Hoffnungen um, die aus meiner Sicht jedoch nicht erfüllt werden.

    Die Geheimwaffe:

    Wie schön wäre es, wenn im täglichen Umgang alles reibungslos klappen würde. Seien wir doch ehrlich, wie langweilig! Hier setzt die aktuelle Version und seine Vorgänger auf eine KI (künstliche Inteligenz) um beim User keine Langeweile aufkommen zulassen. Intensiv werden in der Softwarebranche Forschungen betrieben, um neuronale Netze zu entwickeln. Während dies dort noch in den Kinderschuhen steckt, hat dieser Marktführer dies schon lange entwickelt und auf einen marktreifen Status gebracht. Damit keine Langeweile aufkommt, beglückt die Geheimwaffe den Anwender ständig mit folgenden Features.

    - Damit der User sich nicht überarbeitet, werden ab und an die schönen Blue Screens eingespielt.
    - Übertreibt man es, werden Zwangspausen eingelegt. Das System friert ein.
    - Oberste Priorität hat die Sicherheit, beim Start wird daher grundsätzlich chkdsk ausgeführt.
    - Der Desktopmanager ist öfters krank und sucht online nach Lösungen.
    - Der Explorer ist auch öfters krank und sucht online nach Lösungen.
    - Skype ist mal heute "corrupt, please reinstall", aber morgen vlt. nicht mehr.
    - Weitere unbedeutende Nettigkeiten (eine weitere Aufzählung würde jetzt hier den Rahmen sprengen).

    Der Gegenschlag des Anwenders:

    Das Geheimrezept lautet Optimierung und Wartung. Schauen wir in diverse PC-Zeitschriften, so sind diese mit Tipps und Tricks gespickt um ein stabiles System zuerhalten. Aufräumen, organisieren, defragmentieren, cleanen, updaten, sichern, Notfall-Boot CD's erstellen, Backups erstellen, Prozesse überwachen, Registry Hacks durchführen.
    Jedoch stellt sich die Frage ob der enorme Aufwand in einem guten Verhältnis zur eigentlichen Nutzung steht? Um eine Stunde am PC zuarbeiten, ist es daher erforderlich gewisse Vorbereitungsmaßnahmen und viel Zeit einzukalkulieren.

    - Festplatten defragmentieren, je nach Größe mehrere Stunden
    - Regelmässige Backups sind ebenfalls zeitintensiv (am Besten am Wochenende, man hat ja sonst nichts vor!)
    - Backups natürlich auf konsistenz prüfen
    - und natürlich pflegen, pflegen und nochmals pflegen

    Ein ungutes Gefühl bleibt jedoch bestehen, funktioniert auch Morgen noch alles? Ganz nach dem Motto: Gestern standen wir noch vor dem Abgrund, heute sind wir einen Schritt weiter.

    Tödliche Gefahren lauern überall:

    Eines muss uns klar sein, niemand schenkt einem was. Ohne Schutz gegen die Gemeinheiten des Internets leben wir gefährlich.
    Abwehr-Tools müssen daher besorgt werden. Die Installation von Viren-, Spyware, Firewall-, Rootkit-Tools ist Pflicht eines jeden solchen Betriebssystem-Besitzers.
    Am besten Firewall und Virenprogramme doppelt einrichten - doppelt hält besser. Vergisst man dies, sorgt es automatisch dafür das sich diese Polizisten in den Arbeitsspeicher laden. Selbstverständlich sind gegenseitige Konflikte ausgeschlossen. Und wenn schon, Speicher haben wir ja genug – was solls!

    Die Übermacht:

    Wie gut sind die Chancen diese Materialschlacht zu gewinnen? Meine ehrliche Meinung - sehr gering! Selbst ein erfahrenen Benutzer ist letztendlich dem Willen dieses Systems ausgesetzt bzw. ausgeliefert. Schließlich hat Otto-Normal-Anwender kein EDV Studium absolviert und kennt sich mit den internen Geheimnissen aus.

    Das Endstadium:

    Irgendwann läuft nichts mehr, der Supergau ist eingetreten. Man sitzt z.B. vor dem bootenden System und alles was man zu sehen bekommt ist ein schwarzer Bildschirm mit einem weißen Mauscursor. Hallo, wo bist du? Hektisch kramt man die Installations-CD raus, startet erneut und probiert eine Startreparatur aus, die jedoch nicht weiterhilft. Nein, auch eine Wiederherstellung fruchtet nicht. Lapidare Meldung - es ist ein Fehler bei der Wiederherstellung aufgetreten.
    Man sagt sich - ok. so schnell kriegst du mich nicht klein. Ergo schreibt man das letzte Backup-Image zurück (wenn Otto-Normaler daran gedacht hat).
    Wie sollte es auch anders sein. Nein dies hilft nichts. Noch ein älteres Backup zurück schreiben, weitere Stunden gehen ins Land.

    Schließlich schießt ein schmerzender Gedanke durch den Kopf. So schmerzhaft und vernichtend wie ein Fullmetal Jacket Geschoss, dass in Sekundenbruchteilen sein Ziel trifft. Bekomme ich meine Arbeitsdateien, Fotos etc., Adressbücher, Mail-Konteneinstellungen wieder?

    Gibt es Alternativen:

    Gönnen wir uns eine Pause zum Nachdenken. Ich denke, ich brauche dringend Urlaub. Eine Reise nach Afrika wäre nicht schlecht. Gesagt, getan.

    Auf meiner Reise treffe ich einen ehrwürdigen Massai Krieger. Ich schildere ihm mein Leid. Er sagt: Gehe auf die Hochebene, genieße die Aussicht und höre auf die Natur. Ich höre die Geräusche der Natur, das ferne trommeln und der Wind flüstert mir die Worte Ubuntu ins Ohr.

    Des Rätsels Lösung lautet Ubuntu 9.04, eine Linux Variante. Das ISO-Image auf eine DVD als Live-CD gebrannt, entwickelt von DVD gebootet wahre Wunder.
    Es ist ein Ausprobiermodus vorhanden, ohne das irgendwelche Änderungen am System vorgenommen werden. Skeptisch wage ich die Installation auf meiner zweiten Festplatte. Nach einigen leichtverständlichen Grundeinstellungen legt der Installer los. Es vergehen knapp 15 Minuten und das System meldet fertig.
    Mit dem ISO-Image brennen und installieren ist nun kaum eine halbe Stunde vergangen. Nach dem neu booten bekomme ich einen Bootmanager angezeigt, d.h. ich kann wählen ob ich das Alte oder Ubuntu laden möchte.

    - Ladevorgang dauert 19 Sek. (das Alte 40 Sek. oder mehr).
    - Erfreulich viele Grundprogramme sind bereits vorinstalliert.
    - Ubuntu macht einen sehr benutzerfreundlichen Eindruck, stabiles System, sauber strukturierte Menüs.
    - Nach einigen Sekunden stehen Updates zur Verfügung, ich brauche nur auf den Ok. Button klicken.
    - Über einen Menüpunkt Installieren/Deinstallieren kann man sich speziell auf Ubuntu abgestimmte Programme nachinstallieren. Auswählen, klicken und fertig.
    - Zu meiner Überraschung habe ich vollen Zugriff auf alle Festplatten, Partitionen und Dateien.
    - Schnell noch den Real-Player nachinstalliert um auch den Audio-Support für die gängigen Audioformate zu erhalten.
    - Hardwareerkennung hat sich zu früheren Distributionen erheblich gemausert. Webcam und Skype, kein Problem.
    - Firefox ist standardmässig enthalten. Mein Lieblings Mail-Client, Thunderbird noch nachgetragen und Adressbuch importiert – perfekt.

    Fazit:
    Mit Ubuntu 9.04 bekomme ich ein grundsolides, stabiles, resourcenschonendes und funktionierendes Betriebssystem. Testberichte im Netz sprechen von einer echten Alternative zu dem Marktführer.
    Im Gegensatz zu dem anderen System ist die verfügbare Programmvielfalt sicherlich nicht so hoch. Im täglichen Umgang reicht dies aus meiner Sicht jedoch völlig aus. Sicherlich werde ich noch zweigleisig fahren um nicht auf Anwendungen verzichten zu müssen, die es nur unter dem Anderen. gibt.

    Wichtig, ich möchte keine Grundsatzdiskussion über das Für und Wieder von gewissen Betriebssystemen hier anregen.
    Wer mit einem glücklich ist, dem möge dies gegönnt sein. Meine obigen Ausführungen sind daher rein persönliche Meinungen und spiegelt die Erfahrung aus den letzten Jahren wieder.

    Good luck guys im täglichen Datenchaos
    Gruß HMV

  2. #2
    TP-Insider Settler ist ein richtiges Arbeitstier - DANKE Settler ist ein richtiges Arbeitstier - DANKE Settler ist ein richtiges Arbeitstier - DANKE Settler ist ein richtiges Arbeitstier - DANKE Avatar von Settler
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    Ja, schon schön, doch der Alltag eines Windows Users sieht anders aus.

    Ich behaupte von mir einfach mal, dass ich mich mit Computern und Windows recht gut auskenne, programmieren kann und eigentlich keine Bedienungsanleitungen benötige

    Ziel war es gestern Fotoxx (tolles Fotobearbeitungstool, nur für Linux) zum laufen zu bringen.
    • Virtuellen Rechner aufgesetzt, Installation top, läuft. Weiter.
    • Programmarchiv heruntergeladen, hmmm keine exe
    • nachschauen, wie man unter Linux/ Ubuntu Software installiert.
    • Paketmanager gefunden, doch wie wähle ich mein heruntergeladenes Paket aus?
    • auf der Webseite von Fotoxx geschaut, vielleicht gibt es ja eine Anleitung für absolute Linux DAUs ... gefunden.
    • hmmm, es werden weitere Pakete benötigt, wieder Paketmanager angeworfen, danach gesucht, einige gefunden, was muss man tun, um ein paket zu installieren, welches nicht im Paketmanager zu finden ist?
    • irgendwann lief das Programm dann und ich hatte keine Lust mehr, das zu testen.

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