Ne, die Grünen dürfen ruhig wegbleiben. Noch mehr Wissenschaftsfeindlichkeit brauchen wir in der Regierung nicht.
Hi,
bin vorhin im VZ über folgende, durchaus interessante Statistik gestolpert.
Wenn es so kommen würde, könnten die Piraten mit jeder anderen Partei regieren. Nur mit der Linken würde es nicht reichen... Aber da könnte nur Schwarz / Rot / Gelb / Grün gegenhalten. Eine interessante Vorstellung...
Was denkt ihr? Ich jedenfalls geh erstmal von grünen Piraten träumen
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Have a nice day,
Swen...
Ne, die Grünen dürfen ruhig wegbleiben. Noch mehr Wissenschaftsfeindlichkeit brauchen wir in der Regierung nicht.
Je größer der Deppenfaktor, desto gigantischer das Bescheidwissergefühl
-Dieter Nuhr
Wie meinst du das mit der Wissenschaftsfeindlichkeit?
Nehme man mal die Argumentation im Bereich Gentechnik. Die hat auf der Seite der Grünen nichts mit Fakten oder Wissenschaftlichkeit zu tun, sondern nur mit reiner Angstmacherei. Gentechnik = Giftig, daß ist doch leider alles was bei denen kommt (man schaue sich die WAMM- Plakataktion an).
Dann die Verteidigung von Voodoo- Medizin und das Bestreben diese immer weiter im Gesundheitssystem zu verankern. Das passiert nicht aufgrund der Wissenschaftlichen Faktenlage, sondern aus Weltanschaulichen. Dabei wird leider der Blick vernebelt, daß sich hier Patienten und Therapeuten oft selbst täuschen, bzw. im schlimmsten Falle hilfesuchende Patienten knallhart abgezockt.
Atomausstieg: Wenn regenerative eine bessere Lösung wären, wäre ich sofort für die Umstellung, doch leider sind die Regenerativen Energien es noch nicht. Man kann sich ja ausrechnen, wieviele Windkraftanlagen gebaut werden müssen um die 21.465 MWatt Leistung der noch im Betrieb befindlichen AKWs aufzufangen, wenn eine Windkraftanlage 1.177 kWatt liefert. Würden wir die fossilen Brennstoffe ebenfalls ersetzen (z.B. Kohlekraftwerke) dann würde nochmal etwa das gleiche hinzukommen.
Der Tanz, der ums AKW Krümmel gemacht wurde ist ein ähnliches Beispiel, wie argumentiert wird. Keins der in Krümmel stattgefundenen Vorfälle hatte überhaupt den Charakter eines Störfalles nach INES. Da gleich Abschaltung zu rufen ist, als würde man die Stillegung eines Autos, aus sicherheitlichen Bedenken, fordern, weil eine LED in der Cockpitbeleuchtung ausgefallen ist..
Und zu guter letzt: Wenn eine Partei anscheinend Verschwörungstheorethiker in ihren Reihen duldet, dann ist sie für mich nicht wählbar: http://www.gruene-glashuetten.de/ind...dom=1?=22&p=74 (ist zwar nur ein einzelner Ortsverein aber ein Beispiel für das, was ich mittlerweile scharf an den Grünen kritisieren muss).
Und leider scheinen die Piraten in diesen Themen eine ähnliche Position in diesen Themen zu belegen (weils schick ist?) und machen eigentlich den gleichen Fehler, den sie ihren "Gegnern" oft vorwerfen: Nicht auf Basis von Evidenz und Fakten zu urteilen.
Je größer der Deppenfaktor, desto gigantischer das Bescheidwissergefühl
-Dieter Nuhr
Bei Halbwertzeiten des Atommülls von 25000 Jahre aufwärts wäre es schon zu überlegen, wie man schleunigst sich von den Dingern trennt.
Weiterhin ist ja der Wirkungsgrad gegenüber anderen Stromerzeugern im unteren Drittel.
Naja, aber das können wir sowieso nicht ändern...ausser es gibt eine Partei, die in die Regierung kommt und einfach mal die Subventionen und Fördermittel für AKWs streicht... aber diese Chance haben ja gewisse Parteien vertan, als diese in der Regierung waren.
@Matthias: ich heiße AKWs in der heutigen Form sicherlich nicht für die beste Lösung, aber die Regenerativen Energien sind momentan leider auch keine Lösung. Alleine das Grundlastproblem lässt sich mit Regenerativen Energieformen nicht lösen. Photovoltaikanlagen kosten bei der Produktion erstmal wahnsinnig Energie und sind nach ihrer Laufzeit, wegen der enthaltenen Schwermetalle und sonstigen Giftstoffe Sondermüll.
Und ich möchte mal den Endverbraucher sehen, wenn der Preis für die kWh mal locker ums 4 bis 5- fache steigt. Ich denke, da würde eine Menge Zustimmung wegbröckeln, wenn man den Leuten sagen würde: Ja, das Atomproblem ist gelöst, dafür darfst du aber jetzt 200€ Stromkosten anstatt von 50€ bezahlen.
Je größer der Deppenfaktor, desto gigantischer das Bescheidwissergefühl
-Dieter Nuhr
sehr charmanter Ansatz, um genau dieses Problem zu lösen, ging die letzten Tage durch die Presse:
http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/a...rom-von-unten/
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...647858,00.html
habe leider keinen Keller in meinem Häuschen, schade auch![]()
Coole Links, hatte ich bisher noch nichts von gehört.
Klar, es geht im Moment noch nicht ohne, und auch der Störfall Krümmel wurde aufgebauscht (allerdings erst durch Medien und auch von einem Gabriel), aber letzten Endes muss es irgendwann einen Ausstieg geben.
Der Strom aus dem Atom ist erst billig und sauber, aber erst die Zwischen- und Endlagerung zeigen, dass dies eine Milchmädchenrechnung ist... Der zu lagernde Abfall muss regelmäßig umgepackt werden, es gibt gar nicht genug Lager, wie schon erwähnt, die Halbwertszeit ist Irre... Abgesehen davon, auch wenn ich vor Terroranschlägen nun nicht soviel Angst habe, ein großes Flugzeug in so ein Lager wäre auch schon ein Gau (Und das schreibe ich am 11. September, Gott sei mit den Seelen des WTC).
Regenerative Energien werden immer besser und effizienter, tragen mittlerweile auch zu einem großen Wirtschaftszweig bei, und das ist gut so.
Man sollte halt gewiss nichts überstürzen, und, da unsere AKWs zu den Besten und Sichersten der Welt gehören, sollte man sie auch nicht vorschnell abschalten, aber dennoch ist ein Umdenken notwendig.
Ich wundere mich immer nur, dass Nagasaki und Hiroshima uns gelehrt haben, dass Atomwaffen böse sind, aber Tchernobyl scheint vollkommen in Vergessenheit geraten zu sein!
Have a nice day,
Swen...
Es geht mir ja nicht um Atomkraft alleine, wobei ich mir auch da eine redliche Argumentation wünsche.
Nehmen wir mal die Gentechnik: Abgesehen von der Wahlfreiheit laufen eigentlich alle Argumente der Grünen gegen Gentechnik ins leere. Wir können mittlerweile auf 30 Jahre angewandte Gentechnik zurückschauen. Seid 30 Jahren wird in Amerika gentechnisch veränderter Mais angebaut. Mittlerweile bestehen gut 98% des auf dem amerikanischen Kontinent agebauten Mais' daraus. Auf einer Fläche, die größer als der BRD ist. Und was ist das Fazit dieser 30 Jahre? Kein einziger nachweisbarer negativer Effekt, weder auf Mensch noch auf Flora und Fauna. Im Gegenteil dem Monarchalter geht es aufgrund der Einsparung an Pestizide besser den Je. Trotzdem sieht eins der letzten Grünen Wahlplakate der Grünen so aus: http://www.gruene.de/uploads/pics/plakat_genmais.png
Wer sich da mal Informieren will, kann sich bei Youtube diesen Vortrag des Schweizer Immunologen Beda Stadler bei Youtube anschauen: http://www.youtube.com/view_play_lis...7A432EC1E3A8B4
Oder Alternativmedizin: Da werden Medizinsysteme, wie die Anthroposophie und Homöopathie beworben, die man mittlerweile mit fug und recht als nachgewiesenen unwirksam bezeichnen darf. Medizinsysteme, bei denen man, hat man sich mal genauer mit den theoretischen Grundlagen selbiger beschäftigt, sich fragt, wie ein Mensch, der es in drei von vier Fällen schafft, seine Hose unfallfrei anzuziehen, so eine Scheiß glauben kann.
Nehmen wir mal die Antroposophie: Dieses Medizinsystem wurde von einem Mann entwickelt, der von sich behauptete, in einer unsichtbaren Weltenchronik gelesen zu haben, daß die Menschheit durch zwei Jesukinder auf dem Kontinent Atlantis gezeug wird. Einem Mann der solche Dinge von sich gegeben hat:
Zitat von Rudolf Steiner
Mehr solcher Zitate des Menschen, auf den unter anderem auch die Waldorfschulen zurückgehen, gibt es hier: http://www.humanistische-aktion.de/steiner.htmZitat von Rudolf Steiner
Und eine Partei, die ein Medizinsystem eines eigentlich offensichtlich rassistisch veranlagten Psychotikers in unserer Gesundheitsversorgung verankert haben will ist für mich unwählbar. Diese Forderung kommt übrigens nicht von irgendeinem Grünen Hinterbänkler, sondern von der gesundheitpolitischen Sprecherin der Grünen, Biggi Bender.
Je größer der Deppenfaktor, desto gigantischer das Bescheidwissergefühl
-Dieter Nuhr
Du holst weit aus...
Klar gibt es unter den Grünen auch Hardliner, wie in jeder anderen Partei auch, aber deshalb gegen eine ganze Partei wettern? Ich weiß nicht...
Es deckt sich keinesfalls mit dem Programm der Grünen.
Genfood: Kann einfach sein, wie Atom, aber deshalb muss es nicht richtig sein. Bin nicht der Gottgläubigste, aber Gen-Technik ist eventuell eine große Möglichkeit, aber ist es richtig, in der Natur rumzupfuschen und Gott zu spielen? Für mich nur ein weiterer Schritt dahin, dass wir irgendwann in eine Welt aufwachen, wo alles um uns rum nur noch designed ist...
Ist wie mit dem Wachstum, die Menschheit braucht ihn, damit Systeme wie der Kapitalismus funktionieren, aber dass man irgendwann an die Grenzen stößt, davon will heute keiner was hören...
Medizin: Habe ich keine Ahnung von, wirst deine Quellen schon haben, aber die Grünen, welche sich immer für Akzeptanz und Tolleranz eingesetzt haben, des Rassismusses zu beschuldigen, finde ich schon Hammer. Auch hier geht es höchstens um Entgleisungen Einzelner...
Das trifft auch auf den Verein Glashütte zu: Lustig zu lesen, aber einfach nicht der offizielle Standpunkt der Grünen. Sowas findet man in jeder Partei. Ergo sind dann alle Unwählbar. Und dann? Anarchie?
Du hast deutlich gemacht, dass Du die Grünen nicht magst, und das ist Ok. Aber imho hat es ein wenig was von einer Hexenjagd...
Have a nice day,
Swen...
Die Grünen haben klar gemacht, daß sie Atomkraft und Gentechnik nicht mögen. Aber...
PS: ist die seit Jahrhunderten(?) ausgeübte Praxis des Kreuzens verschiedener Haustierrassen zur Steigerung der Milch/Fleisch/WasAuchImmer-Produktion nicht auch eine Art der Genmanipulation bzw des "in der Natur rumzupfuschen und Gott zu spielen"?
Gruß, der Michl
* * * if you want them to RTFM, make a better FM! * * *
Gentechnik hat keinerlei stärkere Risiken als konventionelle Zuchtprogramme oder spontane Mutation (es sei den man legt es in der Gentechnik auf schädigende Eigenschaften an). Kann mir jemand erklären, warum ein und das selbe Gen, daß durch gentechnische Maßnahmen in das Genom eine Pflanze eingebracht wurde, schlechter sein soll, als wenn es durch Spontanmutation entstanden wäre? Die Gefahr, daß eine Pflanze für den Menschen negative Eigenschaften entwickelt ist immer gleich gegeben.
Und man darf nicht vergessen: Unser Essen ist sowieso schon "giftig". Jedes Jahr sterben in den USA 125 Personen an Schockreaktionen auf Erdnüsse. 5-6 Rohe Gartenbohnen können für Kinder schon tödlich sein.
Wisst ihr eigentlich, wie einige Zuchtsorten entstanden sind? Man baut ein Feld um eine Radioaktive Kobalt-60 Quelle auf. Das, was überlebt und interessante Eigenschaften Aufweist, wird weiter gezüchtet. Das ist schon Realität und es scheint sich keiner so richtig dran zu stören.
@Lewis: Ich hab den Artikel nur überflogen, aber wird darin auch erwähnt, daß Bienen Mais nur in Notzeiten verzehren, daß sie generell aus seinem Pollen keinen Nektar bilden? Hat da jemand schon Vergleiche gezogen, wie sich die Gesundheit der Bienen entwickelt, wenn sie genetisch Unbehandelten Mais zu sich nehmen? Vielleicht liegt das Ergebnis nur daran, daß Mais generell für Bienen als Nahrung nicht geeignet ist.
Und wenn ich mir den Plakatwahlkampf anschaue, dann ist das was ich hier schreibe nicht die Meinung einer "Hardliner" sondern es ist die offizielle Parteimeinung.
Hier mal ein bißchen Lesefutter zum Thema:
http://www.scienceblogs.de/alles-was...gentechnik.php
http://www.scienceblogs.de/weitergen...chnologien.php
http://www.scienceblogs.de/weitergen...en-risiken.php
Je größer der Deppenfaktor, desto gigantischer das Bescheidwissergefühl
-Dieter Nuhr
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