WOW, und zuerst ein halbes kilo gras geraucht...
(Anmerkung: Diesen Thread habe ich nur der Vollständigkeit halber eröffnet. Ich wollte eigentlich nicht darüber reden, aber ich wette, es sorgt für allgemeine Unterhaltung.)
(Noch eine Anmerkung: Diese Geschichte ist mir tatsächlich widerfahren und nicht im Mindesten erfunden.)
Grauen im Wald
In der 7. Klasse sind wir mit unseren zwei Klassenlehrern in den Harz gefahren. Wie bei Klassenfahrten üblich, war die Unterkunft schlecht; schmutzige Betten, verdünnter Tee vom Vortag zum Frühstück - doch ich schweife ab.
Einer unserer Klassenlehrer hatte geplant, eine Wanderung zu einer Hütte im anliegenden Wald zu machen. Wir sollten etwa zur Dämmerung aufbrechen, und nach dem Fußmarsch wollte er uns in der Dunkelheit des Waldes eine Gruselgeschichte erzählen (welche sich später als eigentlich harmlos herausstellte).
Zufällig erfuhr ich, dass drei von uns vorausgehen sollten, bewaffnet mit Feuerwerkskörpern. Sie sollten der Geschichte einen gewissen Pep verleihen. Sie fragten mich, ob ich mitmachen wollte, und nach kurzem Überlegen habe ich eingewilligt.
Wir gingen also früher los als die anderen - wann, kann ich nicht mehr genau sagen. Wir hatten jedenfalls genug Zeit, um die Hütte und ihre Umgebung zu erkunden und abzuwägen, von wo aus wir die Böller und anderen Knaller werfen sollten, um den größten Effekt zu erzielen.
Wir warteten also darauf, Stimmen oder Schritte zu hören, um uns daraufhin in Position begeben zu können.
Und wir warteten. Langsam brach die Dämmerung herein. Wir dachten uns nichts weiter, da wir wussten, dass einige in unserer Klasse ziemlich "lässig" waren und sich gerne etwas mehr Zeit ließen. Doch ein stiller Wald ist im Halbdunkel des nahenden Abends kein schöner Ort.
Doch wir warteten. Es wurde dunkler. Langsam fingen wir an, uns sorgen zu machen. Waren wir es, denen ein Streich gespielt wurde? Der Förster fuhr in seinem Kombi vorbei. Wir versteckten uns, denn eigentlich sollte der von der ganzen Nachtwanderung nichts wissen.
Schließlich war es stockduster. Wir waren alle in die Hütte gegangen; einer von uns hatte zum Glück eine Taschenlampe dabei. In unseren Köpfen bildeten sich schreckliche Szenarien. Wie bei einer positiven Rückkopplung zwischen Lautsprecher und Mikrophon verstärkten wir unsere Ängste gegenseitig.
Wir konnten es nicht länger aushalten. Wir waren vor Stunden in den Wald gekommen. Die Schwärze der Nacht hatte sich um uns ausgebreitet. Von unseren Klassenkameraden oder den Lehrern war keine Spur. War vielleicht irgendjemanden etwas zugestoßen, und man hatte uns vergessen?
Dann entschlossen wir uns dazu, zurückzulaufen, zu rennen. Es sollte erwähnt werden, dass der Weg zur Jugendherberge bergab ging und überall Baumwurzeln verliefen. Wir waren hin- und hergerissen zwischen den Schrecken des Waldes, vor denen wir davonlaufen wollten, und den Gefahren, bei zu schnellen Schritten in der Dunkelheit ein Hindernis zu übersehen und zu stürzen. Wir versuchten, uns abzulenken, indem wir über andere Dinge sprachen oder unserer Wut durch Flüche Ausdruck verliehen.
Plötzlich - Stimmen! Unsere Lehrer und Mitschüler! Wo waren sie so lange gewesen?
Eine genaue Erklärung haben wir nie erhalten. Spöttisches Gerede von ein paar Mitschülern beantwortete einer von uns vier damit, dass er einen Silvesterknaller direkt vor den Füßen einiger Mädchen zündete - die sofort zu kreischen begannen.
Diese Erfahrung hat mich verändert.
Nie wieder werde ich so sein wie früher.
megamanX
ReactOS (freier Windows-Klon)
WOW, und zuerst ein halbes kilo gras geraucht...
Ja, ich denke ohne irgendwelche zusätzliche Stoffe ging da nix oder?![]()
Original geschrieben von megamanX
Was bitte? Ihr wollt doch nicht andeuten, ich hätte gekifft? Habe ich nie und werde ich auch nicht!
wie jetzt? du bist aber langweilig...![]()
caspar forever.
wie konnte der typ hartes zeug kaufen, wenn er sitzengeblieben ist? kamen die mit dem harten zeugs zu ihm ?
... als der "zensor" - der intellekt - uns weismachen will ... viel mehr
hi megamanX,
solche erfahrungen sind gar nicht so weit hergeholt, allein in unseren breitengraden scheinen sie etwas deplaziert. erzählst du sie jedoch einem aboridgine, einem indianer, oder auch manchem afrikaner, so wissen sie sehr wohl mit deinem bericht etwas anzufangen.
manchmal sind die schleier zwischen den welten tatsächlich etwas dünner, und der eine oder andere erhascht, mehr oder weniger unfreiwillig einen blick zu etwas, das uns seit unserer kindheit aberzogen wurde.
grille, der derartige erfahrungen alles andere als fremd sind.
Grauen im Waldkanns doch nicht sein oder? Einen sicheren Ort als den Wald gibt es IMHO gar nicht, Eine Großstadt ist sicher 1000 x gefährlicher. Weiß sowieso nicht warum "der Wald"" als solches so gespenstisch is
![]()
holunda
es ist nicht der *reale* wald gemeint, sondern das, was unter der zivilisationstünche schlummert ... das, was viele von uns mehr oder weniger verdrängen: die *wildnis* in uns, das *animalische* in uns, das vielen angst machtWeiß sowieso nicht warum "der Wald"" als solches so gespenstisch is
grille
die *wildnis* ka klar meinte ich ja auch, oder sitz ich am schlauch
hi megamanX,
das wär doch eine schöne story für hier ...
yourstory
damit die nachwelt auch noch was davon hat, und unser tp-kollege noch dazu.
grüssle
karl
.
Kreativität fängt da an, wo der Verstand aufhört das Denken zu behindern.
[Vivienne Westwood]
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