Wie die CSU und der Hamburger Innensenator Ronald Schill (Partei Rechtsstaatlicher Offensive) nun behaupten, sei der Gewinner des diesjährigen "poldi-Awards", indymedia.de, eine linksextremistische Seite, die sogar vom Bundesverfassungsschutz seit geraumer Zeit beobachtet wird. Der poldi-Award, ein Preis für Demokratie im Internet, der von der Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) getragen wird, stand dieses Jahr unter der Schirmherrschaft von Staatsminister Nida-Rümelin (<a href="http://www.webwork-magazin.net/news/artikel/641" target="_blank">wir berichteten</a>).<br><br>Ronald Schill sieht sogar Zusammenhänge mit der RAF: "Ein Skandal. Die Bundeszentrale für politische Bildung erhält Steuergelder, ist an das Ministerium von Otto Schily angebunden und fördert eine Seite ohne Impressum, auf der zu politischer Gewalt aufgerufen wird.“ So würden angeblich u.a. die Privatadressen einzelner Bundestagskandidaten genannt und zu gewalttätigen Aktionen aufgerufen. „Von RAF bis Antifa ist die gesamte Palette linksfaschistoider Verwirrung mit ihrer Hasspropaganda vertreten.“<br><br>Der Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag, Dr. Peter Ramsauer: "Diese Internet-Plattform ist alles andere als ein preisverdächtiges Beispiel für praktizierte eDemocracy. Vielmehr betreiben dort unter dem Deckmantel eines 'basisdemokratischen Nachrichtendienstes' linke Chaoten ideologische Hetzjagden bis hin zu versteckten Aufrufen zur Gewaltanwendung. <br><br>Bisher gab es keine Reaktionen seitens des BpB bzw. des dem BpB übergeordneten Bundesinnenministerium.