Alexander geht in die Schule, weil ein Abschluss gut wäre und weil sich derzeit
womöglich keine ähnlich "angenehmen" Alternativen bieten. Immerhin bedeutet
Schule zwar Aufwand, aber auch verlängerten Schlaf. Regeln sind für Alexander
vorhanden, um sie bis aufs äußerste zu dehnen, eventuell sogar zu brechen. Das
bedeutet konkret in BKFA: kaum Mitarbeit, bloß keine Mappe, erledigt wird nur, was
halbwegs sinnvoll klingt und für einen positiven Abschluss nötig ist.
Alexander ist äußerst redegewandt. Er kann gut mit Texten und Worten umgehen
und zeigt das durch gute Präsentationen (gut = bezogen auf die Rhetorik und nicht
immer auf den Inhalt). Alexander scheint auch ziemlich intelligent zu sein. Das nützt
ihm besonders beim "Umschiffen" sämtlicher Einschränkungen. Das schulische
Interesse Alexanders scheint vor allem in der EDV zu liegen. In dieser Hinsicht
kommen stets kompetente Kommentare.
Im Umgang mit Mitschülerinnen entscheidet bei Alexander die Sympathie. Wen er
nicht schätzt, der hat es schwer mit Alexander und seiner "spitzen" Zunge. Gegenüber Vorgesetzten und Lehrerinnen sagt Alexander zwar auch seine Meinung,
aber er weiß sie diplomatischer zu verpacken. Allerdings wäre manchmal noch ein
bisschen mehr Diplomatie zu wünschen (vor allem im Beruf.)
Im Beruf braucht Alexander am Beginn klare Strukturen und einen Vorgesetzten, den
er fachlich und persönlich respektiert. Dann wird Alexander gute Leistungen bringen
und sein Verhalten auch entsprechend ausrichten. Alexander könnte im
Kundenkontakt eingesetzt werden, allerdings muss es sich um fachlich Wesentliches
handeln. Small talk ist ihm zu seicht. Er will die fachliche Herausforderung. Sobald
Alexander für sich selbst erkannt hat, was im Berufsleben an Einsatz und Aufwand
wichtig ist, wird er auch mit lockeren Strukturen automatisch gut arbeiten.