Der Verband der deutschen Internetwirtschaft "eco" will nun Internet Service Provider an einen runden Tisch bitten um gegen das Problem der unerwünschten Werbe-E-Mails (Spam) vorzugehen. "Allein in Deutschland fließen jede Woche rund 500 Millionen Spam-Mails durch die Netze. Damit liegt der Anteil der unerwünschten Werbung bei über 50 Prozent aller E-Mails überhaupt", verdeutlicht eco-Geschäftsführer Harald A. Summa die Dramatik der Situation.
Der Verband geht aufgrund von Expertenanhörungen davon aus, dass sich 90 Prozent der Werbeflut allein durch technische Filter abblocken lässt. Das Problem dabei sind allerdings die E-Mails, welche versehentlich im Spam-Filter landen.
<b>Präventive Maßnahmen</b>
Weiter will der Verband vor allem bei der Aufklärung der Internetnutzer ansetzen. So rät er jedem Internetnutzer dazu, sich zwei E-Mail-Adressen anzulegen: Die persönliche E-Mail-Adresse wird nur an Freunde, Bekannte und Geschäftspartner weitergegeben, während beim Surfen im Netz eine zweite Alias-Adresse angegeben wird. Nimmt die Werbeflut an der Zweitadresse überhand, wird sie einfach geändert.
<b>Keine Ende in Aussicht</b>
Die Werbeflut wird in nächster Zukunft weiter zunehmen. "Das Ärgernis Spam wird sich leider nicht kurzfristig in Luft auflösen und die Verbraucher müssen lernen, damit umzugehen", sagt eco-Geschäftsführer Harald A. Summa.
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