Monatlich wechseln mehrere zehntausend ".de"-Domains den Provider. Ist bei einem Umzug der Domain-Name auch nur für kurze Zeit frei, warnt das Computermagazin ct' in seiner morgen erscheinenden Ausgabe, versuchen Cyberpiraten, ihn für sich zu registrieren, um ihn danach meistbietend zu versteigern. 70.000 Euro musste ein mittelständisches Unternehmen für den Rückkauf seiner gesammelten Domains bezahlen. "Nur wenige Domain-Namen kann man sich auf juristischem Weg zurückholen", erklärt c't-Redakteur Holger Bleich.

Die Dienstleister haben wenig Interesse daran, ihre Kunden zu verlieren, und gestalten einen Umzug deshalb häufig komplizierter als nötig. "Man sollte sich vorher genau über die Formalitäten informieren und dann alles klipp und klar formulieren, sodass es zu keinen Missverständnissen kommen kann", rät Bleich.

"Um möglichen Problemen aus dem Weg zu gehen, ist es ratsam, den neuen Dienstleister einige Wochen parallel zum alten zu behalten. Das hilft auch gegen technische Fallstricke, denn so kann man die neue Umgebung zunächst ausgiebig erforschen", rät das Magazin.