"PICS" nennt sich ein vom World Wide Web Consortium (W3C) vertretener Standard, welcher ein Filtersystem für Internetinhalte aufbauen soll. Entwickelt wurde dies von der Internet Content Rating Association (ICRA).

Der Betreiber einer Website beschreibt dabei anhand eines Fragenkataloges, was auf seiner Website zu sehen ist in Bezug auf Themen wie etwa Nacktdarstellungen, Gewaltdarstellungen, praktizierter Sprachgebrauch, Tabak oder Alkohol. Diese Seitenbeschreibung (sogenannte Labels in Form von Meta-Tags) wird in den Quellcode der Internetseite geschrieben und durch die ICRA-Software oder jedes Programm, welches Kennzeichnungen nach dem PICS-Standard* verarbeiten kann, ausgelesen. Seiten, welche keine Vermerke im Quelltext aufweisen, werden somit ausgefiltert.

Sinnvoll ist diese Technik vor allem für Eltern, welche ihre Kinder im Internet surfen lassen und durch eine auf PICS basierende Filtersoftware nicht jugendfreie Inhalte ausblenden lassen können.

In Deutschland wird die Arbeit der ICRA vom Verband der deutschen Internetwirschaft e.V. (eco) vertreten. "Wir halten nicht viel von dem immer wieder geäußerten Forderungen, ein an den Landesgrenzen abgeriegeltes deutsches und kinderfreundliches Internet zu schaffen. Statt dessen möchte eco das Internet aus verschiedenen Richtungen sicherer machen. Zum einen müssen rechtswidrige Inhalte dort bekämpft werden, wo sie ins Netz gestellt werden. Auf der anderen Seite müssen wir insbesondere Eltern ermöglichen, den Computer zuhause so einzustellen, dass ihre Kinder ungewünschte Inhalte nicht wahrnehmen können ", so Harald Summa, Geschäftsführer von eco.