..schön geschrieben.
ich teile deine meinung vollständig.
Hallo liebe TPler,
nun zu den jüngsten Ereignissen kann man sich schwer mit Worten äußern.
Betroffenheit und Mitgefühl ist gewiss das mindeste was man empfinden kann nach dem was man gestern erlebt hat..
Ich war weniger geschockt, mehr überrascht, über das was Menschen im Stande sind anderen Menschen zu tun, einfach nur um ein symbolisches Zeichen in die Welt zu setzen.
Es ist egal ob diese Zeichensetzungen berechtigt sind oder nicht... legitim sind sie nicht !
Was ich immer feststellen kann, in solchen Situationen, ist das Menschen individuell nicht zählen - nationalistische Rachegefühle, Symbolische Handlungen, Muskelzeigen und der unterwürfige Dienst für gewisse Glaubensbekenntnisse, Ideologien oder Thesen - gehen über das Individuum hinaus.
Das Individuum als solches mit seiner Individualität zählt nicht.
Dabei ist eben nur DAS was eigentlich zählt - nur wer Individualität erkennt und anerkennt, ist und handelt, im Sinne eines überlegenen Wesens. Nur dann wird man als Individuum erkannt in seiner Individualität. Das Dasein in der Armee des Landes, der Nation, des Bündnisses, oder Gottes - zählt in Wirklichkeit nicht.
Nur wer Individualität anerkennt, ist berechtigt über Freiheit und Moral zu sprechen.
Aber eine primäre individuelle Handlung wäre, bevor man eine Tat vollzieht, sich zu fragen wem schade ich wirklich. Wenn man ehrlich ist, in fast allen Fällen werden unschuldige Individuen geopfert oder kommen zu Schaden - wenn das der Preis ist - sollte man seine Handlungen überdenken.
Selten ist das der Fall. Warum? Weil man außerhalb der Individualität erzogen wurde. Wir werden alle erzogen im Sinne der Kommunität - Alltag in jeder Gesellschaft!
Das Absurde ist dass, in unserem Gesellschaftsdasein, in den meisten Fällen Individualität bestraft wird, Kommunität aber belohnt - dabei wäre der Umgang mit der eigenen Persönlichkeit unter Persönlichkeiten - nicht einmal so schwer... überlegt mal ...
Das ist eben das was mich im 21 Jahrhundert noch immer überrascht.
Es überrascht mich eben, das wir alle, meistens nicht stark genug sind um ein individuelles, persönliches Zeichen zu setzen in unsere Handlungen, sondern immer nur brav als Teilchen eines abstrakten Mechanismus dienen.
Begriffe wie Forum, Verein, Firma, Religion, Nation, "zivilisierte Welt" etc. sind abstrakt.
In unseren Handlungen und Taten aber spiegelt sich, fast immer, die Bereitschaft für das Wohlsein solcher Begriffe - wir opfern dafür unsere Zeit, unsere Arbeitskraft, unser Wissen und sogar unser Leben. Dagegen spricht manches... aber jeder darf mit sich selber tun was er für gut hält. Das ist eine philosophische Frage.
Die Philosophische Frage wird aber gesprengt wenn ich durch meine Handlung willkürlich, bewusst oder unbewusst, unbeteiligten Individuen schaden verursache.
Vielleicht ist jetzt die Zeit gekommen, uns für den Respekt und Schutz des Individuums und der Individualität global einzusetzen.
Wahrscheinlich, nur dadurch werden wir mit gutem Gewissen Die Freiheit erreichen und Die Demokratie, nur dadurch werden die symbolischen Zeichen, die WIR setzen möchten, egal in welcher Hinsicht, auch legitim.
.....................
....und wenn mich heute jemand fragen sollte: auf wen setzt du eigentlich, auf die zivilisierte oder auf die unzivilisierte Welt ? Dann werde ich antworten : auf das Individuum, und sein Recht zu existieren im Fluss des Lebens auf dieser unserer Erde...
PEACE
lol@
"Ich suche nicht, ich finde" Picasso
..schön geschrieben.
ich teile deine meinung vollständig.
Ich auch. Vielleicht sollten wir alle darüber nachdenken und nicht nur den polarisierenden Medien vertrauen.
Das nervt mich im Moment am meisten, wie die Presse mit den Bildern spielt und wie Interviews geführt werden. Teilweise zum Kotzen.
Dann doch lieber in sich gehen und über Lol@s Worte nachdenken.
liegrü Brauni
Und trotzdem wünsche ich jedem schöne Träume. Der beste Ort um der Realität zu entfliehen.
Möge der Frieden mit uns sein.
Wow Lol@,
du hast einen guten Teil unserer Gesellschaftsproblematik ziemlich genau auf den Punkt gebracht - Respekt!
Solange es Leute gibt, die sich solche Gedanken machen und sie auch entsprechend leben (und ohne solche Leute gäb's dieses Forum nicht, gäb's under the bridge Festival nicht, gäb's dieses und jenes nicht ... ), solange habe ich Hoffnung und glaube - zwar nicht an Gott - aber glaube an das Gute (auch wenn ich Situationen wie momentan eigentlich die Hosen voll hab')
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