Gestern war es wieder soweit: Ab 16 Uhr wurden im Murnau-Saal der Ravensberger Spinnerei in Bielefeld die diesjährigen BigBrotherAwards verliehen: der "Negativ-Preis für Datenkraken". Die Preisträger verletzen nach Meinung der Jury erheblich die Privatsphäre der Bürger.
<table border="0" cellpadding="1" cellspacing="1" class="bildtabelle1" align="right" width="212"><tr><td class="bildtabelle2"></td></tr><tr><td class="bildtabelle3">Ein Preis auf den wohl niemand so recht stolz sein mag...</td></tr></table>Ausgezeichnet wurde unter anderem die T-Online Aktiengesellschaft für ihre datenschutzwidrige Langzeitspeicherung von Telekommunikations-Verbindungsdaten. Weitere Preisträger waren die Deutsche Post-Shop-GmbH für ihre Arbeitsverträge mit Post-Agentur-Nehmern in geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen. Hierin sollen sich die Agentur-Nehmer pauschal verpflichten, im Krankheitsfall einen von der Deutschen Post-Shop-GmbH bestimmten Arzt von seiner Schweigepflicht zu entbinden, die GEZ, die Bundesländer Bayern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Thüringen, die Future Store Initiative (Metro AG), der Innensenator des Landes Berlin, sowie die Regierung der USA.
Die BigBrotherAwards
Seit 1998 wird ein solcher Preis in verschiedenen Ländern und seit dem Jahr 2000 auch in Deutschland an Firmen, Organisationen und Personen verliehen, die in besonderer Weise und nachhaltig die Privatsphäre von Menschen beeinträchtigen oder persönliche Daten Dritten zugänglich machen. Der Name ist George Orwells negativer Utopie "1984" entnommen, in der der Autor bereits Ende der vierziger Jahre seine Vision einer totalitärer Überwachungsgesellschaft entwarf.
Mehr Infos:
BigBrotherAwards
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