Die Abmahnungswelle gegen die Verwendung von KFZ-Kürzeln von Städten und Landkreisen in Domains scheint beendet zu sein. Wie die "Nürnberger Nachrichten" heute berichten, legte der Anwalt Wolfgang Pasch, welcher die Abmahnungen im Auftrag der Biberacher Firma Mowap versendete, sein Mandat nieder. Grund für die Niederlage des Mandats war vor allem der öffentliche Druck. Auch die Staatsanwaltschaft ermittelt bereits gegen Mowap und Pasch wegen Betruges.
Von den 6000 Abgemahnten hatten allerdings nur "sechs oder sieben" den geforderten Betrag von weit über 1000 Euro überwiesen, so der Anwalt gegenüber den "Nürnburger Nachrichten". Das Konto wurde inzwischen von der Staatsanwaltschaft gesperrt. Viele der Abgemahnten wandten sich stattdessen an die Medien oder erstatteten Anzeige. Seit gestern verschickt die Kanzlei Briefe, welche die Abmahnung als nichtig deklariert.
Ein Sprecher der IHK Braunschweig betonte gegenüber dem Focus, dass die Abmahnungen vorwiegend an Kleinstunternehmen verschickt wurden. Auch die Tatsache, dass nur eine Frist von drei Tagen über das Wochenende, an dem oftmals kein Rechtsbeistand erreichbar ist, gestellt wurde, lässt auf reine Abzocke schließen.
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Nürnberger Nachrichten
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