An die flach gewölbte Decke des Predigtraums malte Asam eine Scheinkuppel, die auf zentrale Untersicht berechnet ist. Die relativ kleine Abendmahlszene soll aber nicht zentral von unten, sondern von etwas weiter hinten betrachtet werden, in etwa so, wie es unsere Aufnahme zeigt. Wenn auch die Gurtbögen und das Gesimse, welche im Gemälde die Scheinkuppel tragen, die realen Bögen und das reale Gesimse imitieren, so erhalten wir doch nicht den Eindruck, Asam habe den realen Raum im Deckengemälde fortsetzen wollen. Vielmehr erscheint über dem Kirchenraum ein anderer, sich selbst genügender Raum, eben der als überkuppelte Palasthalle charakterisierte Abendmahlssaal.