Microsoft ist von einem Gericht in Chicago erneut die Verletzung des Eolas-Patents bestätigt worden. Mit dem Patent ließ sich das US-Unternehmen Eolas die Funktion interaktive Programme und Routinen (z.B. Plugins wie Flash, Quicktime, etc.) aus Internet-Browsern heraus zu starten, patentieren.

Damit wurder der Einspruch Microsofts abgelehnt. Das Urteil verbietet Microsoft den weiteren Vertrieb von Versionen des Webbrowsers Internet Explorer, die Software von Eolas enthalten. Das Vertriebsverbot gilt allerdings erst nach Abschluss der Berufungszeit in 30 Tagen. Bis dahin wird Microsoft, so erwartet man, Einspruch gegen das Urteil einlegen.

Doch auch sämtliche anderen Browser nutzen diese Technologie, welche heute zum Web-Standard gehört. Daher prüft die amerikanische Patent-Behörde zur Zeit in einem aufwendigen Verfahren die Gültigkeit des Patentes. Ende Oktober hatte sich Tim Berners-Lee, Erfinder des World Wide Web und heutiger W3C-Direktor, in einem Brief an die amerikanische Patent-Behörde gewandt mit dem Ziel, das Eolas Patent zu entkräften (wir berichteten).



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