Für ihre Internet-Angebote haben Anbieter von Inhalten (Content Provider) wie Medien- und Telekommunikationsunternehmen in den letzten Jahren große Investitionen getätigt, die Rendite lässt jedoch bisher auf sich warten. Nun bietet sich ihnen eine zweite Chance: Bis zum Jahr 2007 werden mehr als 62 Millionen (rund 40%) europäische Haushalte über Breitband- Zugänge zum Internet verfügen.

PricewaterhouseCoopers (PwC) erwartet, dass im Jahr 2007 bereits 23 Prozent der europäischen Internetnutzer bereit sein werden, für die angebotenen Inhalte und Dienstleistungen Geld auszugeben - beispielsweise für die Übertragung qualitativ hochwertiger Videoformate.

Bis zum Jahr 2007 soll das europäische Marktvolumen für kostenpflichtige Inhalte und Anwendungen wie interaktive Filme, Multimedia-Messages (MMS), Video-Spiele und Überwachungssysteme auf 3,1 Milliarden Euro ansteigen.

<table border="0" cellpadding="1" cellspacing="1" class="bildtabelle1" align="right" width="200"><tr><td class="bildtabelle2"></td></tr><tr><td class="bildtabelle3">Wird sich langsam durchsetzen: kostenpflichtige Internet-Inhalte</td></tr></table>Ende 2002 verfügten in Deutschland 33 Prozent der Haushalte über konventionelle Internet-Anschlüsse und zehn Prozent über Breitband-Zugänge. Damit liegt Deutschland im europaweiten Vergleich zwar nur im Mittelfeld, jedoch verdoppelte sich der Anteil der Breitband-Zugänge im Vergleich zum Jahr 2001 auf 3,8 Millionen Haushalte. Preissenkungen für DSL-Flatrates haben viele Internet-User zum Umstieg auf die neue Technologie motiviert.

Die meisten Konsumenten aber sind durch die frühen Jahre der Internet-Nutzung geprägt und weigern sich, für Web-Angebote Gebühren zu entrichten. Die Inhalte sind aus ihrer Sicht weder exklusiv noch hochwertig. &quot;Wir empfehlen den Content Providern und ihren Kooperationspartnern, das Angebot an kostenlosen Inhalten zu reduzieren und Schritt für Schritt innovative Anwendungen hinzuzufügen, für die von Anfang an gezahlt werden muss&quot;, sagt Werner Trattnig von PricewaterhouseCoopers (PwC).

copyright by 4websites