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Thema: kriegsdienstverweigerung....meine erklärung

  1. #1
    TP-Newbie [KsbK|icewolf] macht alles soweit korrekt
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    kriegsdienstverweigerung....meine erklärung

    hallo leute....

    was meint ihr? komm ich damit anständig durch, oder sollte ich vielleicht noch etwas ändern?

    Erklärung Kriegsdienstverweigerung

    Hiermit möchte ich erklären, warum ich den Kriegsdienst verweigere und statt dessen Zivildienst machen möchte.

    Ich bin der Meinung, dass sich Meinungsverschiedenheiten zwischen zwei oder mehreren Partnern, sei es im Kindergarten, der Schule, der Wirtschaft oder zwischen Staaten immer auf friedlichem Wege, ganz ohne Gewalt oder Gewaltandrohungen lösen lassen. Diese Meinung begründet sich schon in meiner Erziehung und zieht sich auch durch meine komplette Familie. Bereits als kleines Kind brachte mir man Konfliktvermeidung bei. Bis jetzt hat dies auch immer funktioniert. Wenn sich ein Konflikt absolut nicht mehr vermeiden lässt, kann man immer noch miteinander über die Probleme reden, sie ausdiskutieren oder über sie verhandeln.

    Vor ein paar Jahren ist meine Oma gestorben, dies war ein schmerzlicher Verlust für mich. Dies sind Dinge, die man teilweise nicht ändern kann aus medizinischen Gründen. Ändern lassen würde es sich aber, wenn ihr Ableben durch kriegerischen Aktivitäten geschehen wäre. Denn durch die Vermeidung eines Krieges würde es dann nicht zu Auseinandersetzungen kommen, bei denen unschuldige Menschen getötet und viele Verwandte in Trauer und tiefe Bestürzung gerissen werden.

    Weiterhin habe ich neben meiner christlichen Erziehung, in der mir Werte, wie zum Beispiel die 10 Gebote, in denen unter anderen steht ?Du sollst nicht töten!?, vermittelt wurden auch seitens der Schule und der Kirche eine friedliches und konfliktfreies Umgehen mit anderen Menschen vermittelt und anerzogen bekommen und nehme noch heute aus Überzeugung am katholischen Religionsunterricht teil, da dieser, selbst, wenn man nicht an Gott glauben sollte, eine friedliche Weltanschauung, den würdevollen Umgang mit menschlichen Wesen und sogar den schon großen Konflikt der Sterbehilfe vermittelt.

    Sterbehilfe ist in Deutschland verboten. Aber wie definiert man Sterbehilfe? Nach meiner Auffassung ist Sterbehilfe, wenn man jemandem hilft in den Tod zu finden. Da dies nicht definiert, ob jemand in den Tod finden möchte oder nicht, ist es für mich Mord. Daraus läßt sich schließen, daß Krieg eine Art ungewollte Sterbehilfe ist, die ja eigentlich in Deutschland verboten ist. Durch dieses Äquivalent von Krieg und Mord ist es für mich nicht auch nur in geringster Weise vorstellbar, den Krieg aktiv oder passiv zu unterstützen, geschweige denn kriegerische Handlungen zu tätigen.

    Aus diesem Grunde bin ich absolut gegen Krieg, unabhängig davon, ob er von der eigenen Nation ausgeht oder nur ein Allianzpartner unterstützt wird. Krieg kann nie eine Lösung sein, die irgendjemanden oder irgendetwas befriedigt oder ändert. Es gibt viel zu viele zivile Opfer, die mit der ganzen Angelegenheit nichts zu tun haben, sowie Tausende traurige Einzelschicksaale an denen ich nicht schuld sein möchte, da ich mit der Belastung einen Menschen oder noch schlimmer mehrere Menschen getötet zu haben nicht leben könnte.

    Jeder Mensch hat ein Recht auf Leben und auf freie Entfaltung soweit es die Würde der anderen Menschen nicht antastet, weswegen man nicht einfach leichtfertig über eines, ein paar oder Hunderte Menschenleben entscheiden kann und darf.
    Des Weiteren hinterlässt Krieg neben vielen toten und schwer verletzen Menschen auch psychische Schäden, sowie eine totale Verwüstung des Kriegsgebietes. Aus dieser totalen Verwüstung resultieren Armut, Obdachlosigkeit und Krankheiten. An allen dreien kann ich nichts positives finden.
    Ich verabscheue auch Menschen, die andere Menschen für kriegerische Zwecke ausnutzen um sich ihrer eigenen Vorteil daraus zu ziehen, ebenso wie es absolut unnötig ist Krieg wegen Rohstoffen oder ähnlichem zu führen. Für so etwas gibt es Handelsbeziehungen. Es wurden zwar seit Menschengedenken kriegerische Handlungen ausgeführt für den eigenen Vorteil, aus persönlichen Gründen oder einfach nur aus Hegemonialstreben. Doch nie ist etwas positives dabei herausgekommen. Es gab immer Leid.

    Man möge sich nur an die letzten Kriege erinnern, die nach meinem Wissen am meisten in den Medien kursierten.
    Um ein Beispiel aus ferner Vergangenheit anzusprechen würde mir spontan der 2. Weltkrieg einfallen, der im Geschichtsunterricht sehr eingehend von allen Seiten beleuchtet wurde, und an dem ich weder an der Zerstörung, dem Hass, dem Leiden oder dem Initiator Adolf Hitler etwas positives für mich vorbildhaftes entdecken kann.
    Für eine Beispiel, daß noch relativ aktuell ist würde mir der Irak-Krieg einfallen. Dieser Krieg wurde von Amerika unter Vorwänden angezettelt, damit dieses Land seine Vorteile in Form von Konjunkturaufschwung und erhöhte Rohstoffkontrolle (vorwiegend Öl) daraus ziehen konnte.
    Deutschland hat sich in diesen Krieg positiver Weise nicht eingemischt und versucht sich strikt herauszuhalten. Aber was geschieht, wenn demnächst vielleicht eine andere Regierung an der Macht ist, oder der Druck von internationalen Organisationen, wie der NATO so groß wird, daß Deutschland dann doch Soldaten zwecks kriegerischer Handlungen entsendet. Ich kann und möchte so was nicht mit meinem Gewissen vereinbaren und für etwas derartiges mich Verantwortlich fühlen.

    Aus diesem Grund kann ich es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren den Dienst an der Waffe zu leisten, da ich damit direkt oder zumindest indirekt den Krieg, das Leiden und die Kriegstreiber dieser Welt unterstützen würde. Doch dies kommt für mich nicht in Frage, da ich etwas bewegen möchte. Und zwar möchte ich mich für den Frieden einsetzen, denn je weniger Menschen sich weltweit für den Krieg, also Waffen und Gewalt bereit erklären, desto eher besteht die Chance das wir uns zu einer Gesellschaft ohne kriegerischen Auseinandersetzungen weiterentwickeln.

    Auch ein Dienst als Sanität wäre für mich indiskutabel, da ich mit den Auswirkungen des Krieges in unmittelbarem Kontakt stehen würde. Darüber hinaus würde ich auch eine Grundausbildung an der Waffe bekommen, um mich verteidigen zu können. Dies würde aus Gewissensgründen nicht in Frage kommen, da ich auch hiermit den Krieg unterstützen würde. Doch da ich nichts unterstützungswürdiges an Krieg oder (Waffen-)Gewalt finden kann, kann ich mich auch für derartige Zwecke nicht zur Verfügung stellen.


    so det wars....
    vielen dank schonmal

  2. #2
    TP-Veteran flow ist auf einem guten Weg Avatar von flow
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    Ich glaube kaum das es gut ankommt wenn man den USA unterstellt, das sie den Krieg wegen wirtschaftlichen Vorteilen angezettelt haben.

    Ist vielleicht war, aber gehört definitiv nicht rein.
    Außerdem finde ich, dass du zu umgangssprachlich geschrieben hast.
    caspar forever.

  3. #3
    TP-NL Team smog macht sich hier sehr viel Mühe Avatar von smog
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    Ebenso sind noch einige Formulierungen sprachlich nicht ganz korrekt. Und ich würd
    den letzten Absatz mit dem Sanitätsdienst weglassen.
    es grüßt der smog

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  4. #4
    TP-Member vestisimmer macht alles soweit korrekt Avatar von vestisimmer
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    Also als erst mal...echt ganz schön viel *augendreh*
    würde den satz so ändern

    Das sind Dinge, die man teilweise aus medizinischen Gründen nicht ändern kann.

    klingt besser als 2x dies

    das mit den usa macht glaub ich nicht wirklich viel eindruck, vorallen sind das anschuldigungen die nicht bewiesen sind...also lieber raus lassen, macht sich besser..

    und am schluß steht sehr viel mit gewissen...meiner erachtens zu viel...ich würde nicht nur gewissen schreiben sondern zum beispiel das du angst vor waffen hast, oder das es aus psychischen gründen ungünstig wäre....

    den satz mit

    Aus diesem Grund kann ich es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren den Dienst an der Waffe zu leisten......

    den find ich echt gut....aber lass ein paar gewissen weg und setzt was anderes ein, oder formulier es anders...

    Mfg
    Vesti
    Danke für deine hilfe!
    Sibirian Trainstation

  5. #5
    TP-Insider neffets macht sich hier sehr viel Mühe Avatar von neffets
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    mhm auf mich wirkt das ein bisschen unglaubwürdig, aber wenn du auch alles so meinst wie du es schreibst ist es ok ... hab aber noch nicht viele verweigerungsschreiben gelesen
    neffets

  6. #6
    TP-NL Team smog macht sich hier sehr viel Mühe Avatar von smog
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    Ingesamt is das schon so im Rahmen was die lesen wollen@koi-sh-

    es macht sich auch immer gut ganz am anfang zu schreiben: hiermit beantrage ich meine Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer aus Gewissensgründen gemäß Artikel 4 Absatz 3 des Grundgesetzes.
    es grüßt der smog

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  7. #7
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    muss man sich überhaupt noch so einen kopf zur zeit machen, um den dienst an der waffe zu verweigern ?

  8. #8
    mrx
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    Thumbs up wichtig

    Original geschrieben von smog
    es macht sich auch immer gut ganz am anfang zu schreiben: hiermit beantrage ich meine Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer aus Gewissensgründen gemäß Artikel 4 Absatz 3 des Grundgesetzes.
    Sollte auf jeden Fall rein!


    mrX
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  9. #9
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    Hallo

    Ich hab vor nicht allzu langer Zeit auch meine Kriegsdienstverweigerung durchgebracht und damals auch hier nach der Meinung gefragt.

    Schau dir mal diese beiden Threads an, vielleicht kannst du dir dort noch die eine oder andere Inspiration holen.


    Levis Verweigerung:
    http://www.traum-projekt.com/forum/s...t=kriegsdienst

    Meine Verweigerung:
    http://www.traum-projekt.com/forum/s...t=kriegsdienst

  10. #10
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    Falls Du noch nicht gemustert bist, kannst du bei der Musterung einfach Nein zum Bund sagen ...
    wer das liest ist doof

  11. #11
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    Muss er ja, denn dann kann er direkt einen KDV Antrag stellen und muss nun innerhalb von 6 Wochen seine Verweigerungserklärung an das Bundeszivilamt in Köln schicken.
    es grüßt der smog

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