Das amerikanische Unternehmen VeriSign, Verwalter der Domainendungen .com und .net., hat Klage gegen die Internet Corporation For Assigned Names and Numbers (ICANN), Organisation zur Verwaltung des Internet-Adressraums, eingereicht.

VeriSign wirft der ICANN vor, seine Kompetenzen als technischer Koordinator des Internets überschritten zu haben. Weiter heisst es, die ICANN verhindere die Einführung neuer Dienste, von denen die Internetnutzer profitieren würden. VeriSign reagiert damit auf das Verbot des Dienstes Sitefinder durch die ICANN. Mittels des Sitefinders hatte VeriSign alle nicht registrierten .com- und .net-Domains auf eine Seite des Unternehmens weitergeleitet. Dort fand man eine Suchmaschine vor um ähnliche Adressen zu finden, sowie die Möglichkeit die aufgerufene Adresse zu registrieren. Dieser Dienst war laut der ICANN ein Verstoß gegen bestende Beträge und gefährdete die Struktur des Domain-Name-Systems (DNS).

Mit der Klage will VeriSign Klarheit über die Rolle der ICANN erlangen. Zur Zeit spiele sich die Organisation als ein "de-facto-Regulator des Domain-Namen-Systems“ auf.

Auch aus den Reihen europäischer Domainverwalter wurde in den letzten Jahren Kritik an der ICANN laut. Die Europäer kritisierten, dass die ICANN immer mehr Netzpolitik betreibe, anstatt sich auf die technische Koordination des Internets zu beschränken.

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