Die Autoren des Buches "Generation Blogger", Markus Christian Koch und Astrid Haarland, zeigen sich enttäuscht von der deutschen Blogger-Szene. Anstatt unabhängiger Berichterstattung und Kommentaren zu wichtigen Themen, finden sich in den meisten Weblogs (oder auch Blogs, Online-Tagebücher, etc.) lediglich Beiträge auf "Big Brother-Niveau". Blogger, welche jedoch positiv als "Querschläger" aus dem Rahmen fallen, werden im Rahmen von Blogger-Communities schnell wieder vom Netz genommen, so die Autoren.

<table border="0" cellpadding="1" cellspacing="1" class="bildtabelle1" align="right" width="93"><tr><td class="bildtabelle2"></td></tr><tr><td class="bildtabelle3">&quot;Generation Blogger&quot;</td></tr></table>Auch von den Journalisten, welche das Medium Weblog nutzen, zeigen sich Koch und Haarland enttäuscht. Hier stimme zwar die Form, für die Inhalte würden allerdings nur bestehende Meldungen neu gemixt.

Doch sollte uns dies wundern? Eine Studie im Oktober letzten Jahres ergab, dass der Durchschnitts-Blogger ein weiblicher Teenager ist, welcher zweimal im Monat ihr Blog aktualisiert um Freunden und Klassenkameraden über Geschehnisse in ihrem Leben zu informieren. Und warum sollte das Niveau im Internet, welches viele Nutzer noch immer als die weltweit größte Spielwiese betrachten, höher sein, als beispielsweise beim TV-Programm?

Lediglich bei themenspezifischen Weblogs dürfte der Informationsgehalt höher sein. Bei fast allen anderen wird der investigative Journalismus wohl auch in Zukunft nicht Einzug erhalten.

Mehr Infos:
Website zu "Generation Blogger"
Buch "Generation Blogger"




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