Viren-Experten warnen vor einer schnellen Ausbreitung des Virus Sasser (W32/Sasser-A). Dieser verbreitet sich nicht per E-Mail, sondern nutzt eine Hintertür in den Betriebssystemen Windows 2000, Windows Server 2003 und Windows XP.

Der Wurm nutzt die sog. "Windows LSASS Vulnerability", die einen Speicherüberlauf darstellt, der einem entfernten Nutzer ermöglicht Code auf dem befallenen System auszuführen und ihm vollen Systemzugriff ermöglicht. Um sich weiterzuverbreiten führt Sasser einen Scan zufälliger IP-Adressen durch, um verwundbare Systeme aufzuspüren.

Allerdings scheint hinter dem Virus keine kriminelle Absicht zu stecken, da sich ein infizierter Computer lediglich mehrfach hintereinander automatisch aus- und wieder einschaltet. Der Wurm öffne allerdings keine weiteren Hintertüren oder sei anderweitig gefährlich.

Auf Grund der hohen Verbreitung der betroffenen Betriebssysteme glauben Experten, dass sich der Virus sehr schnell verbreiten wird. Internetnutzer, welche hinter einer Firewall sitzen, sind nicht betroffen. Zu einem Update der AntiViren-Software wird dringen geraten.

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