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Thema: Brauchen deutschlands schulen mehr "Computer"?

  1. #1
    Guest Dene bringt sich richtig ein Dene bringt sich richtig ein
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    Brauchen deutschlands schulen mehr "Computer"?

    Hallo!

    Ich wollte das Thema schon lang mal hier aufgreifen, habs auch mal in unser Schulforum geschrieben, allerdings wars da keine richtige Diskussion...

    Angefangen hat das im letzen Jahr. Wir hatten ein Jahrbuch machen müssen, mit berichte wie vom Landschulheim etc. eben Gruppenweise. Ich und n paar Kumpels waren eben die Gruppe, die das alles am PC zusammenfasst.
    Leider bekamen wir von den rund 12 Gruppen nur ein einziges(!) Dokument auf Diskette, die übrigen Gruppen haben alles ausgedruckt und wir dürften die Blätter wieder einscannen, weil die nicht wussten, wie man ein Word Dokument auf Diskette abspeichert.

    Das als Beispiel vorweg. Ich finde es schon ziemlich erbärmlich, dass 15 jährige Schüler kein Dokument abspeichern können. In unserer Schule gibt es kein "Computerfach" (außnahme: 8. Klasse) in dem Sinne, weil es ja so unwichtig ist. Die meisten werden später im Beruf (oder privat) eh nie mit Comutern arbeiten, meinen ja die Oberen. Aber da selbst schon der Bauer Computergesteuerte Melkmaschinen besitzt und auch die Sekretärin schon lang keine SChreibmaschine mehr benutzt, scheint egal zu sein.
    Ich finde, gerade in unserer Zeit - die Computer/Kommunikation wird immer wichtiger. Das digitale zeitalter hat begonnen, doch niemand versteht es. Aber anscheinend haben es die da oben noch nicht begriffen. Jeder Jugendliche genutzt Handy, Internet, Chatrooms, DVD Video, CD Brenner, PC Spiele etc..
    doch wer weiß den was das ist oder wie man es richtig anwendet? Gerade die Meldung vor einiger Zeit "xy% aller Jugendlichen benutzen keine Anti Dialer/Virenprogramme und sind sich über die Risiken nicht im klaren" beweist doch, das dringend bedarf da ist.



    In der besagten 8. Klasse hatten wir ITG. Da haben wir Borland Delphi gemacht. Das höchste Gefühl war es Ende des schuljahrs, eine Bedinung mit "if then else" zu schreiben und dies an ein panel etc. auszugeben. Aber wichtigere Dinge haben wir da nie gemacht. HTML? Wurde nie erwähnt. Das wäre sicher auch für die Schüler interessant, mal als Projekt eine Homepage zusammenzubasteln. Vorallem, da viele Schüler gerne eine eigenen Homepage hätten. Die meisten nehmen dann halt n Beepworld Design.

    In dem Thread in unserem Schulforum hatte ich vorgeschlagen (nur theorethisch) das Fach Musik gegen "Computerunterricht" zu wechseln. Vorallem, weil man in Musik viel unnötiger Stoff lernt, den man a) nächst woche wieder vergisst und b) eh nie braucht. Leider müssen wir
    nicht selten für das Fach Musik mehr lernen als für Englisch. Im Forum wurde dann geschrieben "ja, musik ist kultur und das sollte man nicht auch noch streichen... etc.". Schön wärs, wenns im Fach Musik um Kultur ging. Meistens (nicht immer!) geht es darum Notenformen zu erkennen, bestimmen, umwandlen etc und dazu noch duzende Fachbegriffe können.
    Das Kulturellste, was wir in den letzen 2 (Musik)jahren erleben dürften, war eine 3 Wöchige Lehrplaneinheit über "jazz". Tja, so sieht das aus...

    An qualifizierten Lehrkräften wird es nicht Mangeln. Gerade an unserer Schule gibt es genügend Lehrer, die sich gut auskennen.


    Was meint ihr? Sollte es in unserer Schulen auch mal n Fach geben, wo es auch über Computer geht? Wenn nein warum?
    Hat der Schröder bei seinen Reformen was vergessen oder gehört sowas einfach nicht an eine öffentliche Schule?

    (ich hoffe ihr habt den Beitrag ganz verstanden, is ja nicht mehr ganz so früh )
    Geändert von Dene (14.08.2004 um 00:39 Uhr)

  2. #2
    TP-Supporter Helge ist auf einem guten Weg Avatar von Helge
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    Ich denke, dass deine Schule da eher ein Einzelfall ist. Auf meiner Schule habe wir zwei Informatiksääle, ein "Internetcafe", Computer mit Internetzugang in der Bibliothek, Computer in den Fachbereichen Physik, Chemie, Biologie, Computer in der Schülerzeitungsredaktion, Computer in den "Jugend-forscht" Räumen und zudem Beamer, die man sich für seine Präsentationen leihen kann. Wir haben zwar pflichtmäßig auch nur ein halbes Jahr Informatik in der 7. oder 8. in der man eigentlich mehr Tabellenkalkulation macht und dann erst wieder Informatik, als Wahlfach in der Oberstufe, allerdings ist werden die Computer von fast allen Schülern freiwillig für Hausaufgaben, Referate und Internet genutzt. Daher kennt eigentlich jeder zumindest die Grundlagen. Ich glaube auch nicht, dass dazu ein extra Fach nötig ist, eher vielleicht eine AG, da sich die Fähigkeiten der Schüler sicher sehr starkt unterscheiden. Ich stelle mir ein Schulfach, in dem ich Word oder ähnliches beigebracht bekomme, mit Leuten die Hilfe beim einlegen einer Diskette brauchen, als unendlich langweilig und demotivierend vor.

    MfG
    Helge

  3. #3
    Guest Dene bringt sich richtig ein Dene bringt sich richtig ein
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    Zitat Zitat von Helge
    Ich stelle mir ein Schulfach, in dem ich Word oder ähnliches beigebracht bekomme, mit Leuten die Hilfe beim einlegen einer Diskette brauchen, als unendlich langweilig und demotivierend vor.
    Hmm... vielleicht sollte das Fach freiwillig sein?! Anderseits wurden die, wo es eigentlich nötig hätten - eh nicht melden...

    PS: Welche schule hat auch so ne hammer ausstattung?

  4. #4
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    Kleiner Tipp Dene:
    Wie wäre es denn, wenn Du eine Freiwillige AG anbietest?
    Das macht die Schulleitung bestimmt mit, ich hatte immer nur positive Reso auf solche Projekte.
    Oft findet sich auch ein Lehrkörper, der mitmacht.
    Einfach mal probieren.
    Das ganze sollte/müsste wahrscheinlich nach der Schule sein, aber wer Interesse hat wird sich die Zeit nehmen.
    Einfach mal absprechen und dann ein Aushang machen.
    Gruß Mark

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  5. #5
    Guest Dene bringt sich richtig ein Dene bringt sich richtig ein
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    Wie wäre es denn, wenn Du eine Freiwillige AG anbietest?
    Das macht die Schulleitung bestimmt mit, ich hatte immer nur positive Reso auf solche Projekte.
    Auch wenn das nach "typisch schüler" klingt: Unsere schulleitung wird das sicher nicht unerstützten. Bei uns haben auch schüler nichts zu sagen (ja, das hat die schulleitung gesagt!). Wenn dann müsste ich mich gleich an hochrangige Lehrer wenden, die würden sowas unterstützten. aber unsere schulleitung (die sind alle über 60): NO WAY

    Aber die Idee wär net schlecht...

  6. #6
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    Solche Dinge unterstützt man durch ein richtiges Konzept.
    Also sich mal Gedanken machen, was alles sinnvoll ist und mal einen Leitfaden verfassen und dann damit auf die Matte gehen.
    Eine einfache lasche Nachfrage ist schnell vom Tisch, wenn man aber sieht, dass sich derjenige richtige Gedanken macht, Eigeninitiative dahinter steckt und das Ganze kostenlos, schaut es oft anders aus.
    Außerdem: Fragen kostet nichts und schlimmers als ein "Nein!" kann nicht bei herum kommen.
    Gruß Mark

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  7. #7
    TP-Supporter H3ck|0 ist auf einem guten Weg
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    Hi Dene,

    Der Direktor auf meiner ehemaligen Schule war auch schon 60 als er in seinem Büro
    Internet und EMail bekommen hat

    Aber es gab an der Schule schon seit über 10 Jahren nen Computerraum Die erste
    Generation war ausgestattet mit Siemens PCDs (ohne Festplatte, man freute sich über
    zwei 5 1/4 Zoll Diskettenlaufwerke
    Während der Renovierung der Schule hat sich ein Lehrer dafür eingesetzt, dass ein
    neuer Computerraum eingerichtet wurde. Die zweite Generation wurde dann mehr oder
    weniger mit Flohmarkt-Komponenten ausgestattet...
    Inzwischen ist die dritte Generation mit 22 Arbeitsplätzen ausgestattet mit Duron 1100
    bzw. 1300 Mhz Prozessoren, 256 MB... und WinXP Pro, OfficeXP, OOo usw. in den
    neuen Raum eingezogen.

    Jeder Schüler kann sich im Sekretariat den Schlüssel für die 4 allgemein zugänglichen
    Rechner ausleihen, die übrigen Arbeitsplätze werden im Informatik Unterricht (ab Klasse
    9 als Mittelstufendifferenzierung) oder zur Recherche für Referate unter Aufsicht
    verwendet.

    Der Informatikunterricht besteht aber nicht darin ein Tabellenkalkulations- oder
    Textverarbeitungsprogramm zu bedienen usw...
    Ein Kurs zur Bedienung von Word wird an der Schule nur in Kombination mit einem
    Tastschreibkurs angeboten..

    Der Tipp von webcreate hört sich doch sehr gut an... Auch wenn du (evtl. mit
    Freunden) etwas Zeit investieren musst um mal ein Konzept auszuarbeiten lohnt sich
    das bestimmt. Auch eure Schulleitung bzw. die richtigen Lehrer werden wohl einsehen,
    dass eine Schule heutzutage seinen Schülern solche Möglichkeiten bieten sollte.

    Ich habe mit 2 Freunden und 2 Lehrern bei uns an der Schule auch den kompletten
    Computerraum administriert. Da schon ein Computerraum vorhanden war haben wir
    zuerst ein Konzept ausgearbeitet um die Infrastruktur zu verbessern (TP Verkabelung,
    Netzwerkswitche, Internetzugang an allen Arbeitsplätzen).
    In den Herbstferien 2002 wurde der Computerraum dann neu verkabelt und 9 neue PCs
    wurden angeschafft (Das Land NRW stellt den Schulen dazu jährlich Fördermittel zur
    Verfügung..). 2003 wurden dann die restlichen PCs ausgetauscht und ein Linux Printserver
    und Router eingerichtet...

    Also ich denke wenn ihr mit ein paar Leuten etwas auf die Beine stellen wollt dann wird
    die Schulleitung sich schon irgendwie überzeugen lassen... und zusätzlich solltet ihr
    dann Informationen geschickt bei Lehrern, die ein offenes Ohr für so ein Projekt
    haben, platzieren Ohne betreuenden (und Ja-sagenden) Lehrer ist euer Standpunkt
    gegenüber der Schulleitung schwer zu vertreten...

    Die AG für Schüler... schöne Sache aber ohne PC Pool schwer zu realisieren...
    und wer nix lernen will lernt eh nix...

    Gruß, Marcel.
    Geändert von H3ck|0 (14.08.2004 um 03:40 Uhr)
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  8. #8
    TP-Greis steff11 ist einer der Eckpfeiler des TP - ohne ihn geht nichts steff11 ist einer der Eckpfeiler des TP - ohne ihn geht nichts steff11 ist einer der Eckpfeiler des TP - ohne ihn geht nichts steff11 ist einer der Eckpfeiler des TP - ohne ihn geht nichts steff11 ist einer der Eckpfeiler des TP - ohne ihn geht nichts steff11 ist einer der Eckpfeiler des TP - ohne ihn geht nichts steff11 ist einer der Eckpfeiler des TP - ohne ihn geht nichts steff11 ist einer der Eckpfeiler des TP - ohne ihn geht nichts steff11 ist einer der Eckpfeiler des TP - ohne ihn geht nichts steff11 ist einer der Eckpfeiler des TP - ohne ihn geht nichts steff11 ist einer der Eckpfeiler des TP - ohne ihn geht nichts Avatar von steff11
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    Hi dene,
    da fühl ich mich ja in mehrfacher Weise direkt angesprochen. Sprech jetzt also mal in Teilen für die Angegriffenen.

    ... unfähige Mitschüler ... Du siehst das natürlich aus der Sicht eines Extrem-Viel-PC-Users, der in den Grundlagen mehr weiß als seine Mitschüler. Aber: PC-Kenntnisse sind nicht das wichtigste im Leben, jeder halbwegs intelligente Mensch eignet sich bei (beruflichem) Bedarf genau das was er braucht in Kürze an. Du schreibst selbst "Jeder Jugendliche genutzt Handy, Internet, Chatrooms, DVD Video, CD Brenner, PC Spiele etc.. " Genau, und zwar ohne Schulfach, und alle sind glücklich damit und wollen gar keine tiefsinnigen Theorien dazu hören. Stell Dir mal vor, die Sport-, Musik-, Sprach-Cracks würden sich so herablassend über den Dene äußern, der vielleicht nicht so gut turn, Klavier spielt, franz. kommuniziert wie sie. Außerdem ist im PC-Bereich ein Lernen auf Vorrat eh völliger Blödsinn, wg kurzer Entwicklungszyklen. Sinnvoll ist es, im Wahlkurs-/AG-Bereich aktiv zu werden. Und dazu empfehl ich, noch mehrfach webcreates Post zu lesen, das hat er auf den Punkt gebracht.

    ... Hardware-Ausstattung... Da kenn ich natürlich Deine Schule nicht, aber soweit mein Einblick in die bayerische Schullandschaft reicht, ist die Hardware völlig ausreichend, es mangelt eher am unterrichtlichen Einsatz. Und natürlich ist dieser Bereich in Zeiten öffentlicher Finanzknappheit eine Dauerbaustelle.

    ... ITG, Delphi, nur IFThenElse... s.o., Du siehst das sehr stark aus der Sicht deiner privaten Bedürfnisse, aber die musst Du eben privat befriedigen.
    Jetzt erzähl ich Dir mal, was in den nächsten Jahren auf bayerische Gymnasiasten zukommt, da wird Informatik als Unterrichtsfach eingeführt und zwar einstündig in 6, 7 für alle und dann zusätzlich je zweistündig in 8 bis 10 für Schüler des Naturwissenschaftlichen Gymnasiums. Und alles was Du forderst, ist NICHT Kern des Lehrplans, denn das ist Wissen mit einer Halbwertszeit von vielleicht 2/3 Jahren. In 6/7 werden Vektorgrafiken, Textdokumente, MM-Präsentationen aus objektorientierter Sicht (Objekte, Attribute, Methoden) eingeführt, dazu hierarchische Informationsgliederung, dazu Aufbereitung von Informationen in vernetzten (Hypertext-) Strukturen, dazu Grundlagen des Programmierens aus objektorientierter Sicht (Einstieg evtl. mit Robor Karol), Algorithmisierung von Abläufen. Schon das ist wohl nicht das, was sich die meisten Freizeit-PCler als Informatik wünschen. Und für die Fortsetzung in 8 bis 10 hab ich dir so grob die Lehrplanüberschriften exzerpiert:
    • Funktionen und Datenflüsse; Tabellenkalkulationssysteme
    • Datenmodellierung und Datenbanksysteme
    • Objektorientiertes Datenmodell und Datenbankschema
    • Anforderungen an ein Datenbankschema
    • Datenabfragen
    • Datensicherheit und Datenschutz
    • Beschreibung von Abläufen
    • Gliederung von Systemen in Teilsysteme
    • Entwicklung umfangreicherer Algorithmen
    • Interaktion zwischen Objekten
    • Ober- bzw. Unterklassen
    • Phasen der Projektarbeit
    • Zusammenspiel aller Modellierungstechniken
    Glaub nicht, dass man dazu unbedingt einen Rechner einschalten müsste, das sind zu 0% PC-Bedienkenntnisse, das sind Strukturkenntnisse, das ist von der Art, was Informatikstudenten in den ersten Semestern lernen.

    ... ITG statt Musik ... sag das nicht so laut, solche Forderungen schwächen die Position all derer, die sich für mehr Informatik in der Schule stark machen, extrem.

    Bilanz: Ich versteh Dein Anliegen, aber was Du willst, ist nicht die Kernaufgabe des Pflichtunterrichts einer allgemeinbildenden Schule. Was Du willst gehört ins Zusatzangebot. Und da kann ich Dir nur empfehlen: häng dich rein, entwickelt ein Konzept, sucht verbündete Lehrer, engagiert Euch, ... dann passiert was und alle Beteiligten freuen sich. Nur mit oberflächlichem Genöle über dumme Mitschüler, miserable Ausstattung und unwilligen Schulleitungen schließen sich alle Türen ganz rasch.

    Grüssle, Stefan

  9. #9
    TP-Specialist PeterBrand hilft, wo's geht PeterBrand hilft, wo's geht PeterBrand hilft, wo's geht Avatar von PeterBrand
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    Ich zitiere mal Michael Bloomberg, der hat´s ziemlich gut auf den Punkt gebracht:

    Wir sollten uns darauf konzentrieren, grundlegende Dinge wie Lesen, Schreiben und Rechnen zu vermitteln, logisches Denken, Konzentration und Zusammenarbeit zu schulen und Themen wie das persönliche Erscheinungsbild, soziale Interaktion und harte Arbeit zum Inhalt zu machen. Die meisten Schüler werden Autos fahren und nicht reparieren. Sie brauchen folglich keine Kurse über die Thermodynamik des Verbrennungsmotors zu besuchen. Das gleiche trifft auf Computer zu. Die Schüler werden sich das Wissen über die neuesten Computerthemen aneignen, wenn sie es benötigen.
    [...]
    Soziales Verhalten, eine Fähigkeit, die zum Überleben in der Gesellschaft nötig ist. Vor kurzem wurde ich im Rahmen einer Veranstaltung an einer Sekundarschule einem halben Dutzend älterer Schüler vorgestellt, die mich der Reihe nach begrüßten. Nicht einer von ihnen brachte es fertig, mir ins Gesicht zu sehen, mit festem Druck die Hand zu schütteln oder sich mir mit vollem Namen vorzustellen.

    Immer wieder bin ich davon fasziniert, wie sich ein Verkäufer an der Theke eines New Yorker Delikatessengeschäfts und ein Angestellter in einem Supermarkt an einem anderen Ort in ihrem Elan und ihrer Geschäftstätigkeit unterscheiden: ersterem kann man kaum mit Blicken folgen, letzterer macht alles langsam und gemächlich. Solange es ihnen niemand anders beibringt, wird keine einzige von diesen kontaktscheuen Schlafmützen je eine bessere Arbeit erhalten...
    Freedom for Mars!


  10. #10
    TP-Insider coffeejunk ist auf einem guten Weg
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    Also ich finde auch dass Schulen Computer brauchen.

    Zumindestens Word sollte man lernen. Ja es gibt tatsächlich Leute, die Word nicht können oder nicht mal von alleine lernen können.
    Da sparen diese Leute Geld, wenn Sie es in der Schule lernen.

    Oder man muss zumindest wissen, was Desktop ist, wie man speichert, etc.

    Ich finde, gerade in unserer Zeit - die Computer/Kommunikation wird immer wichtiger. Das digitale zeitalter hat begonnen, doch niemand versteht es. Aber anscheinend haben es die da oben noch nicht begriffen. Jeder Jugendliche genutzt Handy, Internet, Chatrooms, DVD Video, CD Brenner, PC Spiele etc..
    doch wer weiß den was das ist oder wie man es richtig anwendet? Gerade die Meldung vor einiger Zeit "xy% aller Jugendlichen benutzen keine Anti Dialer/Virenprogramme und sind sich über die Risiken nicht im klaren" beweist doch, das dringend bedarf da ist.
    word
    Wer Privat lernt, freut sich schon, wenn er etwas hinbekommt.
    Wer in der Schule lernt, darf auch zusätzliches Wissen erwerben und kann leichter in einen Beruf einsteigen, bei dem mit Computern gearbeitet wird

  11. #11
    Guest Dene bringt sich richtig ein Dene bringt sich richtig ein
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    Aber: PC-Kenntnisse sind nicht das wichtigste im Leben, jeder halbwegs intelligente Mensch eignet sich bei (beruflichem) Bedarf genau das was er braucht in Kürze an.
    Naja, PC Kenntnisse kann man immer gebrauchen. Außerdem lernt man ja auch die Grundkenntnisse von Musik, Kunst, Geschichte, Biologie, Erdkunde etc. Das könnte man sich genau so schnell aneignen.

    Da kenn ich natürlich Deine Schule nicht, aber soweit mein Einblick in die bayerische Schullandschaft reicht, ist die Hardware völlig ausreichend
    An der austattung mangelt es nicht! 20 1,6GHZ Celeron Rechner und DSL 1000 Flatrate. Leider dürfen Schüler den Raum NICHT außerunterrichtlich betreten.

    sag das nicht so laut, solche Forderungen schwächen die Position all derer, die sich für mehr Informatik in der Schule stark machen, extrem.
    Musik ist eben das Fach, bei dem jeder Schüler sagt wie schwer es doch sei und wie wenig es doch bringe.


    Du willst gehört ins Zusatzangebot. Und da kann ich Dir nur empfehlen: häng dich rein, entwickelt ein Konzept, sucht verbündete Lehrer, engagiert Euch, .
    Das stimmt schon, aber ist das nicht sache von den Bildungsministern? Die werden ja schließlich dafür bezahlt. So sollte es auch nicht unbedingt sein, dass sich Schüler mittags Zeit nehmen um "Bildungslücken" zu füllen ...


    Nun zu dem Beitrag von PeterBrand:

    Die meisten Schüler werden Autos fahren und nicht reparieren. Sie brauchen folglich keine Kurse über die Thermodynamik des Verbrennungsmotors zu besuchen.
    Dazu ist nur zu sagen: warum macht man es dann? Warum sollte man Sachen lernen, die man eh nie braucht und sich später die Sachen, die man wirklich braucht, muss man sich extra aneignen?
    Da frag ich mich doch warum ich in die Schule gehe?

    Soziales Verhalten, eine Fähigkeit, die zum Überleben in der Gesellschaft nötig ist. Vor kurzem wurde ich im Rahmen einer Veranstaltung an einer Sekundarschule einem halben Dutzend älterer Schüler vorgestellt, die mich der Reihe nach begrüßten. Nicht einer von ihnen brachte es fertig, mir ins Gesicht zu sehen, mit festem Druck die Hand zu schütteln oder sich mir mit vollem Namen vorzustellen.
    Soziales Verhalten ist schon wichtig, leider neigt unsere gesellschaft sehr zum "kalten" und "gefühlslosen". Daran sind meiner Meinung nach 1) Einwanderer und 2) die Medien schuld. Mag sein das ihr das anders seht, das sei jetzt mal dahingestellt.

    Wer Privat lernt, freut sich schon, wenn er etwas hinbekommt.
    Wer in der Schule lernt, darf auch zusätzliches Wissen erwerben und kann leichter in einen Beruf einsteigen, bei dem mit Computern gearbeitet wird
    Wenn man in der Schule mal den umgang mit word, google etc. Mal besprochen hätte, hätten auch die Schüler was davon. Immerhin könnten sie ihre Hausaufgaben/Referate am PC erarbeiten, sparen Zeit und das ergebnis sieht professioneller aus.
    Geändert von Dene (14.08.2004 um 17:26 Uhr)

  12. #12
    seb
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    Daran sind meiner Meinung nach 1) Einwanderer und 2) die Medien schuld.
    Na, dann schmeißen wir doch am besten einfach alle Nicht-Arier raus, lassen nur noch staatlich kontrollierte Medien zu und gründen wieder so eine tolle Jugendgruppe wie vor 70 Jahren, damit der Nachwuchs auch ordentlich erzogen wird und richtiges soziales Verhalten lernt!

    Und natürlich verpflichtender Reichsrechenmaschinenunterricht an allen Schulen.

    Geändert von seb (14.08.2004 um 18:33 Uhr)

  13. #13
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    Zitat Zitat von Dene
    Soziales Verhalten ist schon wichtig, leider neigt unsere gesellschaft sehr zum "kalten" und "gefühlslosen". Daran sind meiner Meinung nach 1) Einwanderer und 2) die Medien schuld.
    Ahso.

    Ich glaube, die Wiking-Jugend hätte heutzutage auch so einige Kurse nach Deinem Gusto angeboten, hätte man sie nur gelassen ... Es frrrreut mich aberrrr zu hörrrrren, dass ein aufrrrrechterrrrr deutscherrrrrr Bub - wie Du einerrrr zu sein scheinst - seine Stimme gegen solch' schändlich undeutschessss Verrrhalten errrhäbt. Dieses haben wirrr selbstverrrständlich nurrrr den Horrrrden von Nicht-Arrrierrrrn, Unterrrrmenschen und Bolschewiken, die unserrrr schönes Vaterrrland infiltrrrierrren, zu verrrrdanken. Brrrravo!

    Meine Fresse, dass ich sowas mal im TP lesen würde, hätte ich ja auch nich' gedacht.

    ~ BLINK! ~


  14. #14
    Guest Dene bringt sich richtig ein Dene bringt sich richtig ein
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    Nein, ich meinte einfach das Macho- getue!

    Man wo denkt ihr auch immer gleich hin...

  15. #15
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    leider neigt unsere gesellschaft sehr zum "kalten" und "gefühlslosen". Daran sind meiner Meinung nach 1) Einwanderer und 2) die Medien schuld.
    Oder aber es liegt an der mangelnden Begeisterung für Musik und Kunst Das meine ich jetzt nicht so ironisch wie's klingt, sondern ernst. Ich bin froh, dass mir meine damalige Musiklehrerin das Wunder einer meisterhaft aufgebauten Sinfonie nahegebracht hat und uns Opernvideos anschauen liess, was sich sonst sicher nie jemand freiwillig angetan hätte... Es gibt eine ganze Generation von Leuten um die 30 (ich gehöre dazu) und älter, die nie das Privileg hatten, in der Schule einen Computer zu Gesicht zu bekommen, und die trotzdem heute erfolgreich in der IT-Branche tätig sind. In der Schule lernst Du eben nur indirekt für's Leben, natürlich brauchst Du die allermeisten Sachen, die Du dort lernst nie wieder. Aber wenn es nur darum ginge, könnte man ja nach der Grundschule direkt mit Ausbildung/Studium weitermachen, denn alles, was man für's Leben braucht, weiss man dann - Rechnen, Schreiben, Lesen. Du lernst in der Schule ganz unbemerkt grundsätzliche Dinge (hoffentlich), wenn Du Gedichte von Goethe analysierst oder Dich mit Kurvendiskussionen quälst... naja, hat PeterBrand eigentlich schon perfekt umschrieben.
    Trotzdem finde ich schon, dass die grundlegende Bedienung eines Computers und der Umgang mit dem Internet zur Informationsbeschaffung Teil des schulischen Unterrichts sein sollte - aber eben sicher nicht Word, Programmierung o.ä. Ich sehe das eher aus dem Blickwinkel der erschreckenden Informationsarmut und Medienergebenheit vieler Jugendlicher. Da fände ich 1,2 Wochen Medienunterricht innerhalb des Deutschunterrichts sinnvoll. Aber das ist sicher auch nicht das, was Dir vorschwebt
    Die Tipps bezügl. der freiwilligen AG solltest Du wirklich beherzigen, ich denke, das ist deine einzige Chance. Denn offenbar sehen selbst ausgemachte Computerfreaks wie wir TP'ler keinen zwingenden Grund für den Austausch von Musik gegen Informatik, daher wirst Du bei den Ü60ern in der Schulleitung wohl auf noch viel tumbere Ohren bei solchen Vorschlägen stoßen...
    Ich weiss es doch auch nicht.
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