Hm, ich habe Bio studiert und gebe in einem Monat meine Diplomarbeit ab.
Mit Schmetterlingen jagen hat das Ganze eigentlich nur im Grundstudium auf den Exkursionen was zu tun.
Es gibt dort inzwischen so viele verschiedene Bereiche von der Theorie irgendwelcher Modelle hin zu fast reiner Laborarbeit, usw. usf...
Was mich persönlich an der Forschung stört (bzw. an meiner Diplomarbeit), ist die Tatsache, dass man ewig an einer Sache (Frage) sitzt, bis sie endlich abgeschlossen ist (bin ich zu ungeduldig für).
Es gibt Tage, da macht man nur Fließbandarbeit (Fusselarbeit) und welche, an denen man vor Stress kaum noch weiß, wo vorne und hinten ist, weil man eine Veröffentlichung fertig haben muß. Und ohne die kommt man eh nicht weiter in der Forschung.
Und ohne gute Ergebnisse (die ja nicht immer vorherzusehen sind) bekommt man auch keine Veröffentlichungen in guten Journals.
Wichtig ist auch die englische Sprache, und dass man sich schnell und ohne tausende von Kursen in neuen Programmen zurechtfinden kann (Statistik, Analyse, Grafikprogramme u.v.m.).
Wenn du dich all dem gewachsen fühlst und einen Job machen willst, in dem man definitiv mehr als 100% geben muß. Dann ist es ok.
Denn trotzdem ich nicht in der Forschung bleiben werde, habe ich das Studium auf keinen Fall bereut.
1. weil es mich sehr interessiert hat und 2., weil ich wirklich viel gelernt habe, was mir in jedem Fall auch in anderen Berufen nützlich sein wird, denke ich.
Es ist also mit ziemlich viel Stress (für mich) verbunden und hat echt nichts mehr mit dem Bild vom verschrobenen Professor zwischen all seinen Schmetterlingen in seinem Kämmerlein zu tun (auf jeden Fall selten).
Ich würde dir also raten, dich wirklich gut zu informieren.
Viel glück dabei.![]()


LinkBack URL
About LinkBacks
...naja, nicht ganz:
Zitieren
) meistens -jedes- Fach Spaß gemacht hat - ausser Mathe. Nichts fand ich nur annähernd so langweilig (eine Mathestunde war subjektiv 10x so lang wie jede beliebige eines anderen Fachs) und nirgends hatte ich schlechtere Klausurnoten.