Literarische Werke unterliegen halt dem Copyright wie vielerlei andere Dinge.
Ist die Selbstbedienung im Internet denn schon so selbstverständlich, dass man über diese Selbstverständlichkeit ins Fluchen verfallen muss? Texte verkauft der Buchhandel.
Hallo!
Wir schreiben morgen klassenarbeit und wir wissen das der text "Nachts schlafen die Ratten" drankommt. Aber im Internet find ich nur so sch** INterperatationen und referate etc. Ich brauch aber den Orginaltext!
Kann mir jemand helfen?
Literarische Werke unterliegen halt dem Copyright wie vielerlei andere Dinge.
Ist die Selbstbedienung im Internet denn schon so selbstverständlich, dass man über diese Selbstverständlichkeit ins Fluchen verfallen muss? Texte verkauft der Buchhandel.
An das hab ich noch gar nicht gedacht ... hast aber recht![]()
Meinst Du etwa Nachts schlafen die Ratten doch von Wolfgang Borchert??
3. Link bei Onkel Google: http://www.woodpecker.ch/home_archiv/a19990416.htm
![]()
Hab google davor benutzt
Aber nur Interpretationen oder kostenpflichtiges Zeugs entdeckt ...
Danke, hoffen wir mal, das es der richtige text ist![]()
Also ich weiß ja nicht was ihr für eine Klassenarbeit schreibt, aber ich kann mir vorstellen das ihr den Text interpretieren sollt oder eine Deutung abgeben o.ä.
Von daher sind die Interpretationen vielleicht auch gar nicht so schlecht für dich![]()
Nur mal so als Tipp:
Mit Interperatationen aus den Internet würde ich gut aufpassen.
Lehrer kennen das Internet heute auch (wink nach oben)
und alleine eine 1:1 Kopie einer Textpassage aus dem Netz, die man sehr schnell findet (gibt es auch extra Suchmaschinen für),
reicht um eine 6 mit der einfachen Begründung "Plagiat!" zu geben.
Naja ich werd mir wohl kaum 3 Seiten interpretation auswendig merken können;
außerdem merkt ein Lehrer doch, was ein Schüler oder ein Diplom Deutschlehrer geschrieben hat![]()
Das glaub ich aber nicht so ganz! z.B. gibt es in Deutsch extra Lektürenhilfen zu den Büchern. Wenn man daraus den einen oder anderen Satz einbringt darf das nicht zu einer schlechteren Note führen. Warum soll ein Schüler dann nicht Interpretationen aus dem Netz "zitieren" dürfen. ???Zitat von webcreate
neffets
Ich habe ja auch von einer Kopie und nicht von einem Zitat gesprochen.Zitat von neffets
Hier mal 2 Links zur Thematik
http://gy.landrat-lucas.leverkusen.d...lagiatjagd.htm
http://www.f4.fhtw-berlin.de/~weberw.../plagiat.shtml
Was die Dame leistet ist bewundernswert, es ist aber sicher nicht die Regel und ich vermute, auch sie wird ihre Arbeitszeit zumeist sinnvoller nutzen. Ich seh die Chance, nicht erwischt zu werden, aus verschiedenen Gründen als beachtlich.
Ich mag nur hinzufügen, dass (von wissenschaftlichen Studien valide belegt) die Mühe der "Kopierer" fürn Popo ist, will sagen, der Lernerfolg ist marginal. Wer irgendwas sinnvolles mitnehmen will aus dem Erstellen solcher Arbeiten, der muss versuchen, sich in seinem zeitlichen Rahmen damit auseinanderzusetzen und selbst was zu schreiben. Ich hefte mal als Beleg für diese These einen Auszug der Bilanz der erstbesten wissenschaftlichen Untersuchung zum Thema bei, die mich auf die Schnelle auf meiner HD fand. Quelle am Ende genannt:
Zum anderen wurde überprüft, welche Zusammenhänge zwischen Variablen des Text-Erstellens (vgl. Tabelle 1) und dem Abschneiden in den Nachtests bestehen. Zu diesem Zweck wurden ...
Zwischen den Variabeln des Text-Erstellens und den Leistungen in den Nachtests bestehen signifikante Korrelationen: Je höher der prozentuale Eigenanteil am Text, die Anzahl vom Probanden geschriebener Wörter des Textes und die Anzahl aller vom Probanden geschriebener Wörter (einschließlich später gelöschter Textelemente), desto besser sind die Nachtestergebnisse. Die Auseinandersetzung mit dem physikalischen Inhalt durch das Schreiben von Text scheint sich positiv auf den Lernerfolg auszuwirken. Die „Kopierer“ konnten ihre Texte nur wenig erfolgreich zur Beantwortung der Nachtestfragen verwenden. Die mithilfe von Computern technisch einfache Möglichkeit der Übernahme von Text und Abbildungen von Internetseiten in eigene Arbeitsprodukte wird von einigen Schülern sehr stark genutzt. Die Dokumente dieser „Kopierer“ stellen Informationssammlungen dar, die z.T. unbearbeitet bleiben. Im Gegensatz dazu produzieren „Selbstschreiber“ ihre Texte auf Grundlage von Quellen im WWW selbst. Die verschiedene Informations- und Textverarbeitung der Probanden führt zu Unterschieden im Wissenserwerb: „Kopierer“ verfolgen oberflächen-orientierte Lernstrategien (vgl. Wild, 1995), die zu einer semantisch-syntaktischen Textverarbeitung führen: sie erkennen den Inhalt und das im Text gespeicherte Wissen, ohne aber ein tieferes Verständnis zu erreichen oder anzustreben. Vermutlich sind sich „Kopierer“ der ungenügenden Auseinandersetzung mit dem Inhalt nicht bewusst, oder sie gehen davon aus, dass ein Nachschlagen der Informationen in ihren Texten leicht möglich ist und ausreicht, um Fachfragen zu beantworten.Die Ergebnisse dieser Untersuchung zeigen, dass dies nicht gelingt. Die vielfach von Schülern geäußerte Einstellung, dass es prinzipiell ausreicht, zu wissen, wo und wie Informationen zu finden sind, um sie anzuwenden, kann infrage gestellt werden. „Selbstschreiber“ zeigen hingegen tiefen-orientierte Lernstrategien (Wild, 1995), aus denen eine elaborative Textverarbeitung folgt: durch Einfälle und Vorstellungen verknüpfen sie den Inhalt der Internetseiten mit dem eigenen Vorwissen. Dadurch erreichen sie im Vergleich zu den „Kopierern“ bessere Leistungen in den Nachtests.
Literatur Priemer, B. & Schön, L.-H. (2002). Physiklernen mit dem Internet. In: V. Nordmeier (Red.). Didaktik der Physik. Beiträge der Frühjahrstagung der DPG, Leipzig 2002
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