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12.08.2005, 12:48
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#1
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TP-Senior
Registriert seit: Aug 2005
Ort: Lutherstadt Wittenberg
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Die Weltanschauung
Da is wiedermal Da Veni
und diesesmal mit einem ganz anderen Thema dass ich mit euch erörtern möchte. Lasst uns einfach etwas philosophieren und etwas nachdenken...
Ich bin ein ziemlich emotionaler Mensch und ich setze mich mit vielen Dingen die in der Welt geschehen, den Gedankengängen der Menschheit sowie der Frage auseinander wohin unsere Welt noch steuert. Ich denke an die Vergangenheit, an die Gegenwart und an die Zukunft. Dabei beschäftigt mich eigentlich im Moment am meisten die Gegenwart, das Tun und Handeln der Gesellschaft sowie das eigene Verhalten meinerseits.
ich frage mich manchesmal, leben wir auf einer riesigen Theaterbühne? Setzen wir nicht jedeen Tageine Maske in irgendeiner Form auf und lügen wir nicht jeden Tag auch? Schon ein "Guten Morgen" ist doch heutzutage schon oft gelogen wenn man mal ganz ehrlich ist.
Was ich an mir selbst nicht ganz verstehe, und ich habe die Erfahrung gemacht, dass es vielen anderen wirklich genauso geht, dass ich Dinge verurteile, sie aber auch schon selbst getan habe-ich widerspreche mir selbst. Z.B. Habe ich auf das schlimmste das Rauchen verteufelt, doch nun tuhe ich es selbst, ich hasse es wenn Menschen Ihren Müll aus dem fahrenden Auto werfen, doch ichhabe mich selbst schon dabei erwischt. Ich verurteile zutiefst die verdummung des fernsehens mit Hilfe der Talkshows, doch ich selbst habe mich schon dabei ertappt Sie mit genuss anzusehen. Diesen Zwiespalt kann ich nicht verstehen. Wenn ihr darüber nachdenkt, ergeht es euch manchmal genauso?
Dann ist ein Punkt den Beruf den ich habe, ein damals zukunftsorientierter Job mit kreativen Möglichkeiten und guter Bezahlung, nun habe ich ihn und ich frage mich-was kann ich wirklich? Was könnt ihr eigentlich wirklich? (jetz will ich euch net angreifen ;D) Wir können am Computer etwas bewirken, etwas aus ihm herauspressen oder Spaß mit ihm haben, doch was ist das wirklich wert? Ein handwerklicher Beruf ist doch eigentlich viel besser, denn mann schafft etwas mit seinen eigenen Händen, man ist aktiv, an der Luft, man "arbeitet wirklich" für sein Geld. Doch wir sitzen ein Leben lang aus beruflichen oder freizeitlicher Lust vor dem Kasten und vergessen dabei, was ein Ahornblatt ist, wie eine Schraube in die Wand zu drehen ist, wie man Öl wecheslt, was die Hauptstadt von Neuseeland ist oder wieviel Bundesländer Deutschland hat. Ich weis nicht ganz ob ihr versteht was ich meine, ich spreche auch nicht euch bewusst an, da ich denke hier herrscht ein Klientel von gutem Bildungsstand.
Doch ich meine die Gesamtheit, ist die Umfrage der IHK nicht war, wenn sie sagen, die Jugend verkommt und verdummt immer mehr? Seht ihr es nicht selbst wie alles verfällt? Vielleicht sehe auch ich es nur so, doch diese Machtlosigkeit nichts tun zu können, außer wählen zu gehen und zwischen Pest und Cholera zu entscheiden, ist schon ziemlich demotivierend.
Die Schnelllebigkeit nimmt seinen Lauf, die Coolness steigt doch die Dinge die uns Menschen wirklich gut tun schwinden immer mehr, eine völlige Isolierung droht eventuell auf uns zuzukommen...wer weis.
Sind wir nicht völlig aufgeschmissen, wenn zum Beispiel ein Krieg ausbrechen würde? Könnten wir Computerexperten z.B. uns und unsere Familien schützen mit den beruflichen Qualifikationen die wir haben? Ich denke nein, und dies quält mich, zu denken, ich habe eigentlich nichts, was andren hilft und wobei ich mir selbst helfen könnte.
Ja es ist schwierig diese Gedanken die ich habe kurz zusammen zu fassen, es sind noch viel mehr Sachen in meinem Hirn und die gerade aufgezählten habe ich ja nicht einmal sehr ordentlich fundamentieren können, um es euch etwas mehr zu verdeulichen, was ich euch eigentlich mitteilen wollte. Und zwar aus dem Grund, dass ihr nicht einschlaft beim lesen und ich erstmal zum Ende kommen kann
Mich würde mal eure Meinung interessieren wie ihr denkt, was falsch odr richtig läuft heutztage, ob es früher besser war und was vielleicht noch kommen wird. Erzählt was die Welt wirklich im innersten zusammenhält
Der Spinner Veni 
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12.08.2005, 13:33
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#2
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Guest
Registriert seit: Aug 2002
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Da könnte ich ein ganzes Buch von schreiben, aber selbst davon gibt es bereits eine Menge. 
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12.08.2005, 13:46
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#3
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Guest
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früher war alles besser! und die jugend von heute versteh ich sowieso nicht mehr. total verweichlicht. 
wenn ich da an früher denk: 30 km rasenkantenschneiden und über uns der tommy...
gemeckert hat da keiner, durfte man auch nicht.
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12.08.2005, 13:51
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#4
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TP-OT-Queen
Registriert seit: Jul 2005
Ort: Chrüzlinge - Ovoland
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Hallo Veni,
da sprichst du ganz schön viele Themen an! Und über jedes einzelne könnte man Bibliotheken füllen (falsch, hat man schon...).
Die Beispiele, die du aufgeführt hast (rauchen, Müll, etc.), zeigen doch ganz einfach, dass wir alle zu einem schwarz-weiß-Denken tendieren. Mit diesem Gutmenschentum und der allgemeinen Zeigefingermentalität hängen sehr viele der anderen Themen, die du noch ansprichst, zusammen.
Es ist viel einfacher, auf andere zu zeigen als sich selbst ab und an mal von außen, objektiv und selbst als ein Teil dieser Gesellschaft zu betrachten und auszuloten, was man selbst falsch macht, wem man wieder mal auf die Füße getreten ist, ob alles einen Sinn macht, wie man es macht, etc. Statt dessen ergehen wir uns in der Ablenkung von der eigenen Gedankenlosigkeit, dröhnen uns zu mit den Abgründen der Banalität menschlicher Probleme (Thema Talkshow> Der hat mit meiner besten Freundin, die zu fett ist und meine 5 Kinder sind von 6 verschiedenen Männern...).
Man sollte von der Idee wegkommen, die Welt verbessern zu können - aber jeder hat es ein Stück weit selbst in der Hand, wie seine (nächste) Umgebung sich entwickelt. Zugegeben, dadurch betrachtet man das Leben etwas anders, intensiver aber oft kann man sich an der geliebten Oberflächlichkeit nicht mehr in gewohntem Maße erfreuen.
Der Lebenssinn eines jeden Menschen ist im Endeffekt das Glücklich sein - bewusst und unterbewusst handeln wir danach. Nur die Ziele dahin definiert jeder für sich - der meistgewählte und unkomplizierte Weg ist doch der, sich schnellem Spaß, kurzzeitiger Befriedigung und den Verlockungen der Spaßgesellschaft hinzugeben (Das tun wir alle...).
Was unseren Beruf angeht - ist das nicht eine Frage von Prioritäten setzen? Klar, der Beruf soll Spaß machen (Da haben wir's doch wieder  ). Aber wenn du Abends heimkommst zu Familie, Freunden,... - mit denen sinnvoll Zeit verbringst (im weitesten Sinne), für die da bist, ist das doch fast zu vernachlässigen. Bücher lesen, nachdenken, Natur genießen, diskutieren, Threads wie diesen mit dem eigenen Gedankenmüll vollschreiben... Man kann sooooo viele tolle Dinge machen!  Wichtig ist, dass du vor dem zu Bett gehen in den Spiegel schauen kannst, ohne ein allzu schlechtes Gewissen zu haben. Klar, würde ich - wie eine Bekannte von mir - alles aufgeben, um in Tibet Kinder zu unterrichten und zu helfen, wo es wirklich Not tut, könnte ich das ohne Probleme. Hut ab vor allen, die das durchziehen!!
Nun denn, auf das Thema Bildung will ich jetzt gar nicht weiter eingehen - ich bin nur froh, dass unser Land von einer gebildeten Elite geführt (ich sage NICHT regiert  ) wird... Es lebe die Talkshow, Alter krass!!
So, genug geplappert - wieder mal völlig wirr und meine eigene Dummheit offenbarend - aber DU WOLLTEST ES JA NICHT ANDERS!!!! 
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12.08.2005, 13:58
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#5
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Guest
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Es liegt einfach daran, dass es so ist. Die Welt befindet sich meiner Meinung nach gerade in einem Wandel. Die Leute (auch wenn sie immer schimpfen) sind einfach zufrieden. Sie haben einen enormen technischen Standard, gutes Essen, eventuell gute Kleidung und dürften sich eigentlich nicht beschweren.
Dadurch, dass es ihnen so gut geht, sich tagtäglich berieseln lassen können durch TV, PC usw. kommt eine innere Leere, eine andere Art der Langeweile auf. Diese Langeweile hat meiner Meinung nach die Wirkung das es zu einer depressiven Grundhaltung kommt, die ersteinmal alles was nicht im ersten Licht gut erscheint, schlecht ist. Die Medien geben ihren rest dabei, da sie über das berichten, was die Menschen hören wollen. Da die Stimmung im Land schlecht ist, werden auch viele schlechte Nachrichten verbreitet - denn dadurch, dass man schlechte Nachrichten verbreitet werden, werden die Menschen in ihrer sowieso schlechten Meinung bestätigt. Das schafft Quote!
So, dadurch das sowieso alles scheisse ist, kann man ja seinen ganzen Frust dann auch auf die Politik schieben - die ja auch nur Murks macht. Ganz egal welche Partei! (Meinung der allgemeinheit!!! - nicht meine)
Meine Meinung ist ja:
Und jetzt kommts! Jeder sollte selbst was machen. Jeder Mensch sollte erst mal seine eigenen Sachen auf die Kette kriegen. Denn wenn jeder Mensch, egal ob Alki, Top Manager, oder unsereins, sein Leben richtet, versucht was für sich zu erreichen und sein Leben so umstellt, dass es sich für ihn lohnt zu leben (wobei es das immer tut), und dann mal einen kleinen Blick in die Gesellschaft schmeisst, dann wird von alleine wieder alles gut.
Mal ganz im Ernst, was bringt es mit auf Stoiber, Schröder und Merkel zu schimpfen? was bringt es mir auf mein Recht zu pochen, wenn die Kassen eh leer sind?
Bringt es mir nicht mehr, die Zeit die ich mit schimpfen, fluchen und klagen verbringe für andere sachen zu nutzen? Ich meine damit, ideen schmieden, Pläne ausarbeiten. Aber nicht sofort die Welt retten, sondern erst mal sich selbt. Klingt hart, ist aber so.
Denn wenn ich mein Leben nicht mal auf die reihe bekomme, wie soll ich dann das von anderen retten?
Meine Devise daher: Nicht meckern, sondern machen!
Franz von Assisi hatte da mal einen schönen Spruch, und das soll auch mein Schlusswort sein:
Mache zu erst das nötige, (sein eigenes Leben auf die Reihe kriegen!)
dann mache das mögliche, (sich einsetzen in Vereinen z.B.)
und du erreichst das unmögliche!
Amen 
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