Realistisch gesehen, "steht bald ein neuer Krieg an".
Realistisch gesehen, könnte der noch "unangenehmer" werden, als viele Kriege zuvor.
Realistisch gesehen, müsste man sich ständig Sorgen machen.
Tatsache ist aber, dass ich mir zwar meine Gedanken dazu mache, persönlich aber an diesen Sachen nichts ändern kann.
Weder habe ich irgendwelche problematischen Karikaturen veröffentlicht, noch gehöre ich zu den Leuten die andere aufhetzen nun auf die Barrikaden zu gehen (obwohl die Karikaturen schon von letztem Herbst stammen). Ich weiß zwar von dem Bildnis-Verbot aus dem Koran, aber ich kann trotzdem nicht nachvollziehen wie man sich dermaßen gehen lassen kann, dass man deswegen Botschaften anzündet, Demonstrationen startet, usw. Was aber kann ich daran ändern?
Die Atom-Problematik im Iran ist nicht von der Hand zu weisen. Was aber kann ich daran ändern?
Der Untergang der Fähre und der damit verbundene Tod so vieler Menschen ist tragisch, aber ich kann dieses Unglück nicht ungeschehen machen.
Auch die Toten in Manila kann ich nicht beleben.
Merkels Rede kann man sehen wie man will, aber sie wurde von ihr gehalten, nicht von mir.
Was ich damit sagen will ist, dass jeder selbst entscheiden muss, wie er mit all diesen Hiobsbotschaften umgeht. Natürlich mache ich mir darüber meine Gedanken, aber ich habe in dieser Hinsicht meine Prioritäten gesetzt. Diese lauten: Tu das, was du tun kannst. Ich kann diese Weltprobleme nicht ändern, also widme ich mich lokalen Problemen auf die ich Einfluss habe. Damit habe ich noch immer mehr als genug zu tun, und stoße selbst dabei an meine Grenzen. Ich teile meine Energie also lieber so ein, dass sie möglichst viel bringt anstatt sie sinnlos mit dem Versuch zu vergeuden über Wände zu springen, die für mich zu hoch sind.


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