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Thema: Bücher, Bücher, Bücher

  1. #1
    TP-Senior carpe diem bringt sich richtig ein carpe diem bringt sich richtig ein
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    Bücher, Bücher, Bücher

    Hallo,

    nachdem ich vor kurzem von einem prominenten Forumsmitglied den Buchtipp Clemens Meyer, Als wir träumten bekommen und dieses Buch nun auch mit großem Interesse gelesen habe, möchte ich Euch das doch nicht vorenthalten.

    Und da ich gerade mal dabei bin, kommt hier noch eine extrem subjektive, dafür aber nicht zu lange Literaturliste von ein paar Büchern, die ich in den vergangenen Jahren mit Freude und Genuss gelesen habe. Es sind nicht nur Neuerscheinungen, manchmal kommt man eben erst spät dazu. Viele weitere fehlen, es ist aber vielleicht mal ein Anfang.

    Ich verkneife mir mal jede weitere Wertung ebenso wie meine Negativliste, hoffe aber dringend auf Ergänzungen!

    Henry James, Portrait of a Lady
    Honoré de Balzac, Modeste Mignon
    Jane Austen, Mansfield Park; Verstand und Gefühl; Stolz und Vorurteil
    Charlotte Brontë, Jane Eyre
    André Gide, Die Falschmünzer
    Jonathan Franzen, Die Korrekturen
    Philip Roth, Das sterbende Tier
    Rolf Vollmann, Die wunderbaren Falschmünzer
    Marcel Proust, Ein Liebe Swanns (und noch ein paar mehr, habe aber nicht die ganze Recherche du Temps gelesen - noch nicht)
    Mario Vargas Llosa, Tante Julia und der Kunstschreiber; Die geheimen Aufzeichnungen des Don Rigoberto
    Thomas Hettche, Der Fall Arbogast
    Ian McEwan, Saturday
    Sven Regener, Herr Lehmann; Neue Vahr Süd
    John Irving, Gottes Werk und Teufels Beitrag
    Roberto Cotroneo, Die verlorene Partitur
    Robert Musil, Die Verwirrungen des Zöglings Törless
    Hermann Hesse, Unterm Rad
    Håkan Nesser, Und Picadilly Circus liegt nicht in Kumla
    Inge und Walter Jens, Frau Thomas Mann
    Gregor Hens, Himmelssturz
    Javier Marias, Mein Herz so weiß
    Sibylle Lewitscharoff, Montgomery


    Es kommen ja bald wieder die langen Winterabende und Weihnachten ist auch nicht mehr fern!

    Gerd

  2. #2
    wys
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    Stimmt, die Zeit der Besinnlichkeit kommt wieder. Gute Sache, gemütlich aber leider angesichts der aktuellen Gaspreise auch wieder eher mit nem vorausgesagten Kater versehen.

    However, - meinereiner plant mal wieder das Neuste aus dem Bereich der Kosmologie zu schmökern. Mit nem guten Glühwein dabei versteht sich.

    Ich bin da so ein Doppelmensch: Gut illustrierte Sachen find ich schön und gemütlich, brauche aber auch gleichzeitig knallharte Lektüre. Mal schauen, ob es was wirklich Neues auf dem Buchmarkt gibt in dieser Richtung. Vielleicht sollte ich endlich mal ein paar spezielle Sachen von Feynman+co lesen, sofern in Deutsch lieferbar. Englisch wäre mir in der "gemütlichen" Zeit zu anstrengend.

    Für Vorschläge offen in jeder kosmologischen Richtung.

    lg
    wys
    Ich sag mal: OMmmmm ....

  3. #3
    TP-Veteran manuelito hilft, wo's geht manuelito hilft, wo's geht manuelito hilft, wo's geht Avatar von manuelito
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    Ich lese gerade so ziemlich alles was Alastair Reynolds je geschrieben hat. Wer Sci-Fi mag solls lesen, ich kann es nur empfehlen. Hab in den letzen 5 Wochen etwa 4000 Seiten gelesen, absolut faszinierend
    Wer sabotiert eigentlich ständig meine Signatur?

  4. #4
    TP-Supporter emma1965 hilft, wo's geht emma1965 hilft, wo's geht
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    hallo,

    wirklich schön zu lesen fand ich den hape kerkeling -> ich bin jetzt mal weg...
    auf seiner pilgerreise auf dem jacobsweg hätt ich ihn gerne begleitet.

    und dann ist mir das buch von jürgen harksen (dem millionenbetrüger in den 90ern) in die finger gekommen: wie ich den reichen ihr geld abnahm.
    ob das alles so stimmt, sei dahingestellt, aber ich hab herzlich gelacht.

    worauf ich mich freue, ist der vierte teil der "osiris" serie von christian jacq...

    ansonsten bin ich eher fan von sowas ...geht doch nix über perverse serienkiller und forensische pathologinnen...

    lg, emma

    ps @ gerd:
    Jonathan Franzen, Die Korrekturen
    uiii.....es passiert selten, dass ich ein buch nicht zu ende lese...aber dieses gehört dazu. das ist so hoch gelobt worden, ich fand es nur schrecklich. hat es dir gefallen?

  5. #5
    TP-Senior carpe diem bringt sich richtig ein carpe diem bringt sich richtig ein
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    Hallo Emma,

    ich muss gestehen, dass mir "Korrekturen" wirklich gefallen hat, und ich habe es damit natürlich auch ganz gelesen.

    In meiner Liste sind übrigens auch zwei Krimis: von Hettche und von Nesser. Der Hettche ist mal ganz anders, aber sehr faszinierend, Nesser war zu Anfang für mich etwas "unrund", nach 30 Seiten aber war ich dann doch gefangen.

    Viele Grüße
    Gerd

  6. #6
    TP-Supporter emma1965 hilft, wo's geht emma1965 hilft, wo's geht
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    dass mir "Korrekturen" wirklich gefallen hat
    ok, jedem das seine... ich fands unglaublich zäh...und der nesser ist halt einer von den skandinaviern: zuerst gewöhnungsbedürftig, dann suchtpotential...für krimifans zumindest.

    den hettche kenn ich noch nicht, aber >faszinierend< bedarf der recherche. danke für den tipp!

    lg, emma

  7. #7
    Rea
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    Boah, was für eine Liste! Von einem Mann, der Austen und Brontë liest!
    Und der Einzige unter den vielen ist, denen ich den Clemens Meyer
    empfohlen habe, der ihn wirklich gelesen hat! Als wir träumten ist für
    mich nach wie vor das beste Buch, das ich dieses Jahr gelesen habe ...

    Und: Ja, Mein Herz so weiß finde ich auch so gut, den Herrn Lehmann eh,
    hm ... Saturday fand ich schon gut, aber nicht so, so gut, Korrekturen
    aber schon.
    Proust - noch nie rangewagt, was wäre da am empfehlenswertesten, so für
    den Einstieg?

    Was mich trotz etwas schleppenden Anfangs beeindruckt hat, war Alles,
    was wir geben konnten bzw. Never let me go von Kazuo Ishiguro, ein Buch
    über Menschenklone, deren einziger Daseinszweck ist, als Organspender zu
    dienen.
    Auch gut: 'Simple Storys' von Ingo Schulze, 'Wende-Kurzgeschichten', die
    aber jeweils im Zusammenhang stehen. Oder Es geht uns gut von Arno
    Geiger. Alles aber nicht so gut wie Clemens Meyer!

    Jeder, der einfach wissen möchte, was an guter Literatur so gerade
    aktuell ist, kann sich mal die Longlist für den Deutschen Buchpreis ansehen.
    Ab dem 14. September wird dann die entsprechende Shortlist
    bekanntgegeben. Letztes Jahr hatte eben Arno Geiger das Rennen gemacht.
    Ist übrigens nicht alles nur schwere Literatur, auch ein Krimi ist
    dabei, Steinfests Ein dickes Fell. Und Planmatsch liest übrigens gerade die
    Leyla von Feridun Zaimoglu und fand das, glaub ich, gut.
    Der Glattauer muss schön sein ...

    Für britische Literatur wäre hier die Longlist für den Man Booker Prize,
    auch spannend! Da gibt's auch demnächst die Shortlist, ah, am 14.,
    dann die deutsche vielleicht wann anders.

    Gruß
    Rea

  8. #8
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    Den Vorwurf der "Frauenliteratur" weise ich natürlich auf das Entschiedenste zurück, es gibt Literatur und gaaanz häufig eben auch keine Literatur.

    Da ich Proust wie gesagt nicht vollständig kenne, empfehle ich mal als Einstieg Un amour de Swann. Falls Dein Französisch etwas weniger eingerostet ist als meins, solltest Du es in der Originalsprache versuchen. Für mich ist es zwar sehr spannend, das in Französisch zu lesen, aber zu mühsam für den wahren Genuss. In der deutschen Übersetzung kommen allerdings ein paar Probleme dazu: Die Standardausgabe ist von Eva Rechel-Mertens nicht wirklich optimal übersetzt. Daneben gibt es noch eine von Luzius Keller redigierte Ausgabe, die, wenn man denn das Original als Vergleich nimmt, deutlich besser ist. Ich weiß allerdings nicht, ob davon schon alles in einer Taschenbuchausgabe vorliegt.

    Besten Dank für die Links, und siehe, der Hettche ist drauf (das ist mein diesjähriger Favorit bislang, trotz Meyer)! Mir wurde allerdings gesagt, dass die anderen Bücher von Hettche etwas "weniger eingängig" wären als der Fall Arbogast. Von Wolf Haas hatt ich mal etwas, das wäre aber auf meiner Negativliste gelandet.

    Na gut, der Herbst/Winter kann kommen, muss nur schauen, woher ich die Zeit nehme!


    Das ist doch schon mal ein guter Anfang. Ich hoffe, dass noch etwas mehr dazu kommt!!


    Grüße
    Gerd

  9. #9
    Rea
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    Hm, du hattest den Hettche ja da oben noch nicht gewertet,
    aber wenn du meinst, der sei sogar besser als mein Meyer ... und
    es ist noch dazu noch ein Krimi (also schon zwei auf der Longlist),
    dann müsste man den ja vielleicht lesen.

    Hier mal was zu dem Longlist-Hettche im Perlentaucher.
    Tauchte dieser Niklas Kalf denn im Fall Arbogast auch schon auf?

  10. #10
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    Nein, den gab es da nicht. Der Fall Arbogast spielt in Deutschland in den 50er Jahren und schildert meines Erachtens das Lebensgefühl erstaunlich gut. Hettche ist eigentlich zu jung dafür, das merkt man als Eingweihter, der diese Zeit schon halbwegs mit Bewusstsein erlebt hat auch an einiegn aber eher nebensächlcihen Details. Interessant ist eigentlich der ganze Plot einschließlich der teilweise recht bigotten Haltung einiger Nebenfiguren. Das, was den Krimi eigentlich ausmacht, ist für mich eher Hintergrund, ähnlich wie bei Der Name der Rose, wo es ja nicht primär um die Morde geht.

    Ich denke, der neue Hettche wird Pflicht für mich, sitze aber gerade noch über ein paar anderen Büchern.

    Bin mal gespannt, was Ihr vom Arbogast so haltet!

    Grüße
    Gerd

  11. #11
    wys
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    *schnief*

    Ich will ja Euer durchaus interessantes Gespräch nicht wesentlich unterbrechen, aber ich fühle mich jetzt eine wenig einsam. Gibt es denn hier niemanden, der ein klein wenig Interesse an ... Kosmologie? ... Astrophysik? ... hat? Siehe Post #2.

    lg
    wys
    Ich sag mal: OMmmmm ....

  12. #12
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    Hallo wys,

    Astrophysik ist sicher ein überaus interessantes Gebiet, und wenn ich mal die Kosmologie als philosophische Erweiterung dazu begreife, so hat auch dies etwas zu bieten. Eine etwas intensivere Auseinandersetzung mit der Renaissance halte ich ganz persönlich zum Beispiel für überaus interessant, aber das lag nicht so wirklich im Fokus dieses Threads. Ich vermute mal, wenn Du dazu einen neuen Thread eröffnest, wirst Du eher Antwort bekommen als in diesem - ist so meine Vermutung, zumindest solange Du nicht mit sphärischer Trigonometrie anfängst, was natürlich auch ziemlich spannend ist, aber anders.

    Viele Grüße
    Gerd

  13. #13
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    na dann:
    meine favoriten:
    kinski: ich bin so wild nach deinem erdbeermund
    cynthia heimel: sextips for girls
    fontane: effi briest
    o.m.graf: das leben meiner mutter
    selby: letzte ausfahrt brooklyn
    richard bach: illusionen
    irving: hotel new hampshire /gottes werk und teufels beitrag
    lisa see: auf dem goldenen berg


    derzeit lese ich: joseph roth - Hiob

    weil autor/buch oben erwähnt:
    ishiguro: also wir waisen waren - fand ich nach "was vom tage übrig blieb" enttäuschend
    bronte: jane eyre - seinerzeit sicher umwälzend, heute erinnert mich das an pilcher
    In jeder großen Trennung liegt ein Keim von Wahnsinn; man muß sich hüten, ihn nachdenklich auszubrüten und zu pflegen.

    Johann Wolfgang von Goethe


  14. #14
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    Ja, da sind ja auch schon ein paar Bücher erwähnt worden, die mir auch sehr gefallen haben (z. B. Andre Gide oder Mario Vargas Llosa).
    Nun noch ein paar Titel, die mich seinerzeit schwer beeindruckt haben. Die meiste Lektüre liegt schon eine Weile zurück, aber das ist ja egal.

    Georg Büchner "Lenz"
    Dostojewski "Der Idiot" & "Rodion Roskolnikoff"
    James Joyce "Die Dubliners"
    Otto Mainzer "Prometheus"
    Georg K. Glaser "Geheimnis und Gewalt"
    Harry Mulisch "Die Entdeckung des Himmels"
    Van der Heyden "Der Anwalt der Hähne"
    Robert Menasse "Selige Zeiten, brüchige Welt"
    Ingeborg Bachmann "Malina"
    Jean-Paul Sartre "Der Pfahl im Fleische"
    Bert Brecht "Geschichten vom Herrn Keuner" & "Buckower Elegien"
    Otfried Preußler "Krabat"
    ... und natürlich Kafka ...
    Gruß Alexander
    --------------------------------
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  15. #15
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    Wenn wir noch die Klassiker (nicht im emgem literaturgeschichtlichen Sinn) dazuzählen, ist für mich sicher Kafka dabei, oder auch Hesse, Unterm Rad und Glasperlenspiel.
    Effi Briest hätte ich mich nun nicht getraut vorzuschlagen. Ich findes es sehr lesenswert, habe in der letzten Zeit aber eigentlich immer wieder gehört, so etwas könne man heute nicht mehr empfehlen. Den einen Irving hatten wir schon, auch wirklich lesenswert.
    Wie konnte ich Mulisch vergessen?? Er gehört auch zu meiner Topliste, ebenso
    Cees Nooteboom, Die folgende Geschichte
    Robert Musil, Die Verwirrungen des Zögling Törless
    .

    Gerd

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