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01.09.2007, 16:03
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#1
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TP-Junior
Registriert seit: Feb 2006
Ort: Berlin
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Steuererklärung für 2006, wieso das denn?
Hallo Leute...
ich bekam heute Post vom Finanzamt, dass ich doch bitte meine Einkommenssteuererklärung für 2006 bis Ende des Monats einreichen solle. Ich habe bisher noch nie eine Steuererklärung eingereicht und erst nach Beginn meiner Selbstständigkeit (1.2.2007) eine Steuernummer zugewiesen bekommen. Wieso soll ich etwas für 2006 erklären, wo ich noch gar nicht steuerlich erfasst war? Übers Wochenende erreiche ich leider keinen mehr, der mir erklären könnte, was das Finanzamt sich dabei gedacht hat, deshalb stelle ich diese Frage hier ins Board.
Lexy
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01.09.2007, 16:06
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#2
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TP-Moderator
Registriert seit: Oct 2004
Ort: Hannover
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tja, ohne Glaskugel wird dir das keiner beantworten können.
Ich lege dir aber mal diesen Beitrag ans Herz um einen kleinen Überblick zu bekommen.
http://www.traum-projekt.com/forum/9...tml#post791640
Gruß
Sven
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01.09.2007, 16:22
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#3
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TP-Junior
Registriert seit: Feb 2006
Ort: Berlin
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Wow schnelle Antwort!
... also ist das Finanzamt im Grunde nur neugierig, was ich denn vor der Selbstständigkeit gemacht habe. "Da wo ein Unternehmen ist, da muss auch Geld sein, und das muss irgendwoher kommen, schauen wir doch mal nach..."
Vielleicht sehr einfach ausgedrückt, aber so stelle ich mir den Sachverhalt, gemäß deiner Antwort vor.
hab dank dafür...
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01.09.2007, 18:27
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#4
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TP-Senior
Registriert seit: Mar 2007
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Hi,
mich würde interessieren welches Finanzamt den Fall betreut oder falls dir das zu privat ist in welchem Bundesland sich das Finanzamt befindet.
Danke !
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01.09.2007, 18:59
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#5
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TP-Moderator
Registriert seit: Oct 2004
Ort: Hannover
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... und was würdest du daraus ableiten können?
Wenn eine Person erstmals steuerlich geführt wird halte ich es durchaus für legitim diese Person zu veranlagen. In der Regel ist es für Ledige sogar günstig eine Steuererklärung abzugeben, da sie sogar zu viel gezahlte Steuern erstattet bekommen.
Stell dir aber vor, da kommt der Multimillionär X und meldet ein Gewerbe an. Dieser wird auch aufgefordert die Steuererklärung für das Vorjahr einzureichen indem noch kein Gewerbe bestand und er muss nachzahlen weil andere bisher nicht bekannte Einkünfte vorlagen. Wäre dies nicht legitim auch für das Vorjahr Steuern zu kassieren anstatt erst ab dem nächsten Jahr zu kassieren???
Gruß
Sven
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01.09.2007, 20:43
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#6
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TP-Senior
Registriert seit: Jan 2007
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Vielleicht will das FA einfach nur eine Stellungnahme, was davor war.
Warst du vorher noch in Ausbildung/Studium?
Die fragen sich wohl einfach, was du zuvor getrieben hast.
Wenn du zuvor keine Einkünfte hattest, so ist die Steuererklärung ja auch in 5 Minuten gemacht, weil es dann nichts einzutragen gibt.
Für mich klingt es einfach so, das die nichts über dich wissen und einfach mal nachfragen wollen.
Als ich meine selbständige Tätigkeit aufgenommen hab, bin ich halt zum FA hingegangen und hab mit dem zuständigen Sachbearbeiter geredet und so wusste der, woher ich komme und hat auch keine weiteren Fragen gestellt.
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02.09.2007, 22:59
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#7
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TP-Senior
Registriert seit: Mar 2007
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Zitat:
Zitat von Sven
... und was würdest du daraus ableiten können?
Wenn eine Person erstmals steuerlich geführt wird halte ich es durchaus für legitim diese Person zu veranlagen. In der Regel ist es für Ledige sogar günstig eine Steuererklärung abzugeben, da sie sogar zu viel gezahlte Steuern erstattet bekommen.
Stell dir aber vor, da kommt der Multimillionär X und meldet ein Gewerbe an. Dieser wird auch aufgefordert die Steuererklärung für das Vorjahr einzureichen indem noch kein Gewerbe bestand und er muss nachzahlen weil andere bisher nicht bekannte Einkünfte vorlagen. Wäre dies nicht legitim auch für das Vorjahr Steuern zu kassieren anstatt erst ab dem nächsten Jahr zu kassieren???
Gruß
Sven
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Interessant finde ich nur, dass das Finanzamt ohne jeglichen Grund misstrauisch ist. Das bringt mich zu dem Schluss, dass wir es mit einem relativ komplizierten Finanzamt zu tun haben. Interessieren würde mich wo das FA ist weil ich mir ein Bild darüber machen will ob und in welcher Form es bei den Finanzämtern lokale Unterschiede gibt. Ich habe da schon viel zu gelesen und es scheint tatsächlich sehr große Unterschiede zu geben was teilweise sogar soweit geht, dass die Finanzämter von den Unternehmen als Standortfaktor betrachtet werden.
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02.09.2007, 23:33
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#8
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TP-Specialist
Registriert seit: Oct 2006
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Zitat:
Zitat von firewall35
Interessant finde ich nur, dass das Finanzamt ohne jeglichen Grund misstrauisch ist.
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Vielleicht gibt es ja einen Grund, nur kommt dieser aus den knappen Postings hier im Forum nicht heraus. Z. B. ist je nach Gewerbe für die Generierung größerer Umsätze ein gewisses Kapital zur Investition erforderlich, und wenn L e x y l artis ein solches Gewerbe führt und nun durch die Umsatzsteuervoranmeldungen eben solche großen Umsätze ersichtlich sind könnte man auf die Idee kommen, sehen zu wollen, wo dieses Kapital herkommt.
Das war jetzt nur mal ein Beispiel, es gibt sicher noch zig andere mögliche Erklärungen.
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03.09.2007, 04:21
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#9
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TP-Senior
Registriert seit: Mar 2007
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Zitat:
Zitat von ThomasMo
Vielleicht gibt es ja einen Grund, nur kommt dieser aus den knappen Postings hier im Forum nicht heraus. Z. B. ist je nach Gewerbe für die Generierung größerer Umsätze ein gewisses Kapital zur Investition erforderlich, und wenn L e x y l artis ein solches Gewerbe führt und nun durch die Umsatzsteuervoranmeldungen eben solche großen Umsätze ersichtlich sind könnte man auf die Idee kommen, sehen zu wollen, wo dieses Kapital herkommt.
Das war jetzt nur mal ein Beispiel, es gibt sicher noch zig andere mögliche Erklärungen.
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Möglich aber ich denke mal die meisten hier sind einfach normale Einzelunternehmer und ich glaube dass das FA misstrauisch ist ist noch die wahrscheinlichste Theorie. Mich interessieren generell FA Vergleiche. Es scheint so dass die Unterschied zwischen den FAs sehr groß sind und sie in bestimmten Gegenden viel weniger kompetent sind als in anderen...
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03.09.2007, 05:46
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#10
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TP-Junior
Registriert seit: Feb 2006
Ort: Berlin
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Na aber hallo, ich hätte nicht gedacht, dass meine Frage solchen Anklang findet...
Um die Neugierde zu befriedigen: für mein Einzelunternehmen, das ich aus vorhergehender Arbeitslosigkeit gegründet habe, ist das Finanzamt Eberswalde (Brandenburg) zuständig.
Wie hier schon vermutet wurde, wird meine Steuererklärung für 2006 wirklich sehr kurz ausfallen. Vielleicht bin ich ja nur das zufällig ausgewählte "Opfer" eines arbeitswütigen "Beamten-Frischlings"?!
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03.09.2007, 07:13
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#11
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TP-Senior
Registriert seit: Mar 2007
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Zitat:
Zitat von L e x y l artis
Na aber hallo, ich hätte nicht gedacht, dass meine Frage solchen Anklang findet...
Um die Neugierde zu befriedigen: für mein Einzelunternehmen, das ich aus vorhergehender Arbeitslosigkeit gegründet habe, ist das Finanzamt Eberswalde (Brandenburg) zuständig.
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Ich wusste dass es ein Ost-FA ist...ich wusste es !!
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03.09.2007, 08:51
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#12
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TP-Veteran
Registriert seit: Jul 2006
Ort: Berlin
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Zitat:
Zitat von firewall35
Ich wusste dass es ein Ost-FA ist...ich wusste es !!
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Und in "West"-Berlin funktioniert alles wieder super?!
Finde solche Vergleiche ziemlich dämlich, wegen ein bis zwei Vorkommnisse auf das jeweilige FA zu schließen.
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03.09.2007, 09:33
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#13
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TP-Senior
Registriert seit: Jan 2007
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Unterschiede und zwar im beträchtlichen Ausmass gibt es tatsächlich, wenn ich in meinem Kollegenkreis rumhöre, aber ich würde dies fast schon eher vom Sachbearbeiter als vom FA abhängig machen.
Da hab ich auch meine individuellen Erfahrungen gemacht.
Es gibt immer welche, die wollen alles ganz genau wissen bzw. schiessen etwas übers Ziel hinaus und andere sehen alles extrem locker.
Ich nenne nur als Beispiel das Thema "Kasse" beim EÜRler.
Da hab ich auch schon den Satz gehört: sie müssen doch auch eine Kasse in ihrer Buchführung haben...
Da musste ich dem übereifrigen FA Beamten auch erst mal die Rechtslage erklären, das ein EÜRler nur Einnahmen und Ausgaben aufführen muss und nicht einer Buchhaltungspflicht unterliegt. Das Thema Kasse ist da völlig irrelevant.
Genauso durfte ich diesem Herrn alle meine Ausgaben erklären, wozu ich denn z.B. als Musiker Kabel bräuchte
Dagegen hatte ich auch schon jemand, der froh war, wenn ich so wenig Unterlagen wie möglich anbrachte, weil das für ihn nur unnötige Arbeit sei, das alles durchzuschauen
Ist wohl eher ein Thema des Sachbearbeiters.
Mein Onkel, der früher Steuerprüfer auf einem FA war, erzählte mir auch so manche Anekdote von übereifrigen Kollegen, die FA intern extrem unbeliebt waren, weil sie für alles und nichts eine riesen Welle gemacht haben.
Die waren bei den Kollegen für die meist unnötige Mehrarbeit sehr "beliebt"...
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03.09.2007, 10:07
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#14
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TP-Lady-Mod
Registriert seit: Jan 2006
Ort: Rlp
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War da nicht was... Arbeitslosigkeit ... Progressionsvorbehalt... ???
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03.09.2007, 10:13
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#15
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TP-Moderator
Registriert seit: Oct 2004
Ort: Hannover
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@ firewall35
wenn es so ist, dann empfehle ich dir den Artikel "Vorsicht Finanzamt" aus der Zeitschrift "Capital" aus dem Mai 2004. Da wurden nämlich alle Finanzämter Deutschlands unter die Lupe genommen. Kann ich dir gerne per Mail zuschicken wenn Interesse besteht (14 Seiten - 3,4 MB).
Das dort allerdings einzelne Steuerberaterkanzleien gefragt wurden muss man bei den dort dargestellten Bewertungen berücksichtigen.
Der Artikel war auch Ausgangspunkt dafür, dass auf den Internetseiten der Finanzämter die Möglichkeit besteht das Finanzamt zu bewerten. So etwas gab es vorher nicht.
Gruß
Sven
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