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17.01.2008, 15:40
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#1
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TP-Senior
Registriert seit: Aug 2006
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Nur Probleme mit Steuerberater
Hallo Leute,
ich bin langsam am verzweifeln mit den Steuerberatern. Meinen letzten hatte ich das Mandat entzogen, da ich nicht zufrieden war. Seit 2007 habe ich also einen neuen Steuerberater. Nun kam heute wieder der Schock....
Meine Steuerberater macht meine Buchhaltung. Das heißt ich gebe ihm monatlich meine Rechnungen fein sortiert mit Kontoauszügen und dahinter geheftet die dazugehörigen Rechnungen. Das ganze mache ich für das Kassenbuch, mein Bankkonto und mein Paypalkonton (2 St.).
Ich hatte in letzten Quartal mehrfach ein Gespräch mit dem Berater, da meiner Meinung (ich habe aber ehrlich gesagt von Buchhaltung 0 Plan) nach etwas nicht stimmte. Nach seiner Rechnung hatte ich (Einzelfirma) einen Gewinn X. Auf meinem Konten lag aber ein deutlich höhrerer Betrag. Da ich keine anderen Einnahmequellen habe und ich besten Gewissens für wirklich jeden noch so kleinen Betrag eine Rechnung erstelle, kamen mir Zweifel. Er erklärte mir, wie das alles zusammenhängen könnte und wie sich alles verschieben kann und und und. Ich war also erstmal beruhigt, hörte sich für mich als Laien alles logisch an.
Heute kam zufällig in einem Gespräch raus, dass er die Paypalbeträge garnicht einzeln buchte, sondern immer nur die großen Gesamtsummen die ich irgendwann auf mein Bankkonto überwiesen habe! Immer wenn rund 1000 Euro auf dem Paypalkonto angesammelt waren, habe ich auf mein Bankkonto überwiesen. Diese tausend Euro Eingang auf dem Bankkonto hat er dann gebucht.
Das ist doch falsch, oder? Was wäre passiert, wenn ich das Geld auf dem Paypalkonto hätte liegen lassen? Dann wäre es nirgends aufgetaucht!? Die Beträge die auf dem Konto ankommen sind alle ohne die Paypalgebühren (steuerfrei,oder?). Eingenommen habe ich doch eigentlich höhere Beträge (nämlich + Paypalgebühren)! Das ist doch falsch versteuert, oder?
Außerdem hat er alles pauschal mit 19% versteuert. Es sind aber Rechnungen mit 7% und in Drittländer mit 0% dabei. Bei teuren Geräten wo ich nur 100 € Gewinn habe, versteuert er mir z.T. 200 Euro. Da gehe ich mit einem dicken Minus raus! Es geht hier um 12 dicke fette Ordner vom ganzen Jahr...alles meiner Meinung nach falsch.
Das 2. Paypalkonto hat er garnicht gebucht, weil das auf mein Privatkonto(war früher mal mein Geschäftskonto, es kommen so leider von Stammkunden Zahlungen dort an), obwohl ich die Paypalauszüge mit dazugehörigen Rechnungen alle mit abgegeben habe. Er hat so rund 20.000€ garnicht gebucht. Jetzt weiß ich auch warum ich deutlich mehr Geld auf dem Konto habe als er auf seinem Papier!
Ich war vor 3 Wochen noch da und habe mir erklären lassen was für Steuern in diesem Quartal anfangen, damit ich planen kann. Ich bin eine kleine Firma und habe keine hohen Reserven. Jetzt wird aus der vor 3 Wochen genannten Summe (auf die ich mich in etwa eingestellt habe) mal eben ein paar tausender mehr. Allein die MwSt. aus den 20.000 € nichtgebuchten Paypalzahlungen...der Gewinn erhöht sich dadurch ja auch.
Ich bin im Moment ziemlich fertig. Ich zahle jeden Monat einen Haufen Geld an den Steuerberater und dann sortiere ich wöchentlich noch Stundenlang die Belege zu den Kontoauszügen dann sowas. Wenn eine Prüfung kommt ist alles falsch und ich muss dafür büßen das obwohl ich es für Geld vom Profi machen lasse.....
Er meinte nur, dass er sonst keinen Kunden mit Paypal hat. Aber genau deswegen hatte ich beim Beratungsgespräch mit seinem Chef ausdrücklich meine Situation erklärt und was alles zumachen ist.
Gestern habe ich zufällig gelesen, dass Auto die mehr als 50% geschäftlich genutzt werden, zwingend ins Betreibsvermögen müssen. Er weiß dass ich mein Auto zu 90% geschäftlich nutze, da ich mich erst vor kurzem mit ihm das Thema hatte. Heute am Telefon habe ich Ihn darauf angesprochen. Er meinte nur: "Ja das müßte eigentlich ins Betreibsvermögen, aber da lassen wir es drauf ankommen, hat sich eben so entwickelt".
Sorry, habe ich eine falsche Vorstellung vom Steuerberater? Ich dachte er kümmert sich um sowas und nicht das ich als Laie ihn darauf hinweisen muss.
Ich bin nicht bei irgend einem kleinen "Dorf Steuerberater". Es ist eine Filiale einer Kette die mehrere Filialen haben.
Was jetzt tun?
LG Day
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17.01.2008, 16:02
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#2
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Guest
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Zitat:
Zitat von daytrader
Ich bin nicht bei irgend einem kleinen "Dorf Steuerberater". Es ist eine Filiale einer Kette die mehrere Filialen haben.
Was jetzt tun?
LG Day
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Hallo,
viel kann ich da nicht sagen. Möchte nichts falsches erwähnen. Aber wenn Du sagst, es ist ne grössere Kette, dann würde ich mich mal an ganz oben wenden
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17.01.2008, 16:31
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#3
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TP-Moderator
Registriert seit: Oct 2004
Ort: Hannover
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Zitat:
Immer wenn rund 1000 Euro auf dem Paypalkonto angesammelt waren, habe ich auf mein Bankkonto überwiesen. Diese tausend Euro Eingang auf dem Bankkonto hat er dann gebucht.
Das ist doch falsch, oder?
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richtig, das ist falsch.
Zitat:
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Die Beträge die auf dem Konto ankommen sind alle ohne die Paypalgebühren (steuerfrei,oder?). Eingenommen habe ich doch eigentlich höhere Beträge (nämlich + Paypalgebühren)! Das ist doch falsch versteuert, oder?
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ob die steuerfrei sind hängt von der ausgeführten Leistung ab für die das Geld bezahlt wurde.
Zitat:
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Bei teuren Geräten wo ich nur 100 € Gewinn habe, versteuert er mir z.T. 200 Euro. Da gehe ich mit einem dicken Minus raus! Es geht hier um 12 dicke fette Ordner vom ganzen Jahr...alles meiner Meinung nach falsch.
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der Gewinn unterliegt auch nicht der Umsatzsteuer, sondern die ausgeführte Leistung.
Zitat:
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Er meinte nur, dass er sonst keinen Kunden mit Paypal hat.
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das ist keine Begründung.
Zitat:
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Gestern habe ich zufällig gelesen, dass Auto die mehr als 50% geschäftlich genutzt werden, zwingend ins Betreibsvermögen müssen. Er weiß dass ich mein Auto zu 90% geschäftlich nutze, da ich mich erst vor kurzem mit ihm das Thema hatte. Heute am Telefon habe ich Ihn darauf angesprochen. Er meinte nur: "Ja das müßte eigentlich ins Betreibsvermögen, aber da lassen wir es drauf ankommen, hat sich eben so entwickelt".
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Die Aussage würde ich schriftlich haben wollen.
Ich würde mich nach einem neuen Steuerberater umschauen. Mit diesem kann man auch besprechen inwieweit der alte StB für seine Fehler haftbar gemacht werden kann.
Gruß
Sven
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17.01.2008, 17:34
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#4
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TP-Senior
Registriert seit: Aug 2006
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Zitat:
Zitat von Sven
richtig, das ist falsch.
der Gewinn unterliegt auch nicht der Umsatzsteuer, sondern die ausgeführte Leistung.
Gruß
Sven
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Angenommen die Leistung ist ein Artikel für Tausend Euro. Da der Kunde aus der Schweiz stammt, habe ich ihm keine Steuer berechnet. Der Steuerberater hat aber mit 19% gebucht, heißt fast 200 Euro Steuern.
Gewinn hatte ich ursprünglich an diesem Artikel hundert Euro. Wenn ich nun 200 Euro MwSt. abführe, dann war das am Ende ein Verlust für mich. Oder habe ich einen Denkfehler?
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17.01.2008, 17:37
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#5
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TP-Senior
Registriert seit: Aug 2006
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Zitat:
Zitat von Sven
ob die steuerfrei sind hängt von der ausgeführten Leistung ab für die das Geld bezahlt wurde.
Gruß
Sven
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Nochmal zu den Paypalgebühren.....Was habe ich als Nachweis für diese Ausgaben? Ich habe soweit ich weiß nur den Paypalkontoauszug zum selbst ausdrucken zur Vefügung. Dort sind die Paypalgebühren mit aufgeführt. Es ist dort aber kein Hinweis, dass in diesem Gebühren eine Steuer enthalten ist. Also dürfte ich auch keine Geltend machen. Denkfehler?
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17.01.2008, 20:11
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#6
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TP-Specialist
Registriert seit: Oct 2006
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PayPal ist m. W. wie die Kontoführung bei einer anderen Bank Umsatzsteuerfrei.
Zu Deinem Fall: Hört sich stark danach an, als hätte der Steuerberater seine Pflichten gravierend verletzt. Ich schließe mich da Sven an, dass man versuchen sollte, ihn in Regress zu nehmen.
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17.01.2008, 20:19
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#7
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TP-Senior
Registriert seit: Jan 2007
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Deinen Ärger kann ich voll nachempfinden!
Ich hab was recht ähnliches mit meinem letzten Steuerberater erlebt, weshalb ich jetzt wieder alles selber mache...
Der hatte es genauso "drauf ankommen" lassen bzgl. meines PKW, den ich auch immer schön als Privatwagen behandelt hatte, der aber zu 75% beruflich genutzt wurde, was der Berater auch aus meinen Aufzeichnungen ersehen konnte, und was mir dann bei meiner Steuerprüfung letztes Jahr alleine über 1000 € Steuernachzahlung nur deswegen eingebracht hat.
Ich wußte das nciht, das der zwingend ins BV gehört, weil mich da nie ein Steuerberater drauf hingewiesen hat, auch nicht die Beraterin, die ich vor meinem letzten immer konsultiert hatte.
Auf mein Nachfragen, das er das doch wohl bemerkt haben müsse und er mich hätte darauf hinweisen müssen, sagte er auch nur: wenn es halt nicht aufgefallen wäre, wären sie doch besser gefahren...Aaaargh!!!
Ich will auch keinen Steuerberater, der es drauf ankommen lässt, sondern der mir eine Steuererklärung macht, die einer steuerlichen Aussenprüfung OHNE grosse Nachzahlungen standhält.
Da tauchten dann noch so ein paar Schoten auf, die glücklicherweise auch hier und da zu meinen Gunsten waren (die Handlampe hatte z.b. auch in einem Jahr mal meine kompletten USt Voranmeldungen nicht als Betriebsausgabe erfasst, wodurch ich da nochmals EKSt drauf gezahlt hatte).
Alles in allem war ich total angefressen und hab ihn in die Wüste geschickt.
Übrigens war meine Steuerprüfung auch durch einen weiteren sehr "fähigen" Steuerberater ausgelöst worden, der bei einem regelmässigen Auftraggeber von mir im Jahre 2002, als ich noch Kleinstunternehmer war und deshalb keine USt ausgewiesen hab, einfach mal überall aus meinen rechnungen 16% MWST als Vorsteuer gezogen hat, obwohl in meinen Rechnungen gar keine USt ausgewiesen war.
Das war das aller erste, mit dem ich auf dem FA bei meiner Prüfung konfrontiert wurde, was ich aber durch Vorlage meiner Rechnungen und entsprechendem Abgleich mit den Rechnungen bei meinem Auftraggeber widerlegen konnte.
Aber hat ne Menge Ärger gemacht, weil das FA zunächst dachte, ich hätte unrechtmässig MWST ausgewiesen...
Irgendwie hab ich bis heute nicht verstanden, wieso man dann einem Steuerberater nen Haufen Geld zahlen soll, wenn man am Ende ständig deren Mist ausbaden und letztendlich alles auch noch selbst kontrollieren und nachprüfen muß.
Dann kann ich es gleich selber machen und ne Menge Geld sparen.
Einzig um die Zeit, die ich seit 12 Monaten mit der Beschäftigung mit der Materie opfere, tut es mir etwas leid.
Musikerkollegen frozeln schon, ob ich nicht vielleicht auf Steuerberater umsatteln wolle....
Aber ich hab einfach keine Lust mehr drauf und werde jetzt alles immer selber machen.
Und was ist das Fazit: Ok, die Steuerberater sind auch ganz schön arm dran, wenn man an dieses fürchterliche Steuerwirrwarr in diesem Land denkt, und die müssen sich auch noch jeden Tag damit rumärgern.
Wir alle brauchen jedenfalls DRINGEND eine Vereinfachung des Steuerrechts, damit endlich mal wieder irgendjemand durchblickt... 
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17.01.2008, 20:30
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#8
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TP-Supporter
Registriert seit: Mar 2007
Ort: BaWü
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Zitat:
Und was ist das Fazit: Ok, die Steuerberater sind auch ganz schön arm dran, wenn man an dieses fürchterliche Steuerwirrwarr in diesem Land denkt, und die müssen sich auch noch jeden Tag damit rumärgern.
Wir alle brauchen jedenfalls DRINGEND eine Vereinfachung des Steuerrechts, damit endlich mal wieder irgendjemand durchblickt...
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Dein Wort in Gottes Gehörgang, aber es wird nie einfacher werden. Die ganzen Änderungen, die u. A. eine Steuervereinfachung versprechen sollen, z. B. die neue GWG Regelung bzw. der neue Investitionsabzugsbetrag führen zu richtig viel Mehraufwand (handelsrechtlich geht´s da ziemlich rund).
Die Steuergesetzgebungsqualität ist einfach nur besch....eiden.
__________________
Gruss
"Das hier ist keine Steuerberatung,alles freiwillig und unentgeltlich!!"
"Pecunia non olet"
"Niveau ist keine Tagescreme!"
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17.01.2008, 21:10
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#9
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TP-Senior
Registriert seit: Aug 2006
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Mann, das macht mir alles kein Mut. Vor 3 Jahren hatte ich alles schon alleine in mein WISO Programm eingehämmert, inkl. Kundenname und Rechnungsnummer. Ich konnte jederzeit nachprüfen, ob eine bestimmte Rechnung gebucht wurde oder nicht und mit welchem Steuersatz und welches Konto. Dann habe ich alles abgegeben, weil ich Angst hatte was falsch zu machen, sei es nur das falsche Konto und in der Hoffnung mir etwas Zeit zu sparen. Aber im Gegenteil, in diesem Fall wäre bei mir wohl alles richtiger. Zeitersparnis fast 0. Ich muss ja alles vorsortieren und zuordnen. Das macht den Löwenanteil aus. Das eintippen der Zahlen ist 5 Minutensache wenn es täglich macht. Wenn ich den jetzigen Ärger und Zeitaufwand miteinplane, dann habe ich sogar noch mehr Aufwand.
Im Moment frage ich mich wozu ich monatlich 3-stellige Beträge zahle (für´s Zahlen abtippe, was eh nur der Lehrling macht?)
Ich kann ja nichtmal großartig was kontrollieren. Ich bekomme eine Monatsauswertung (macht ja die Software automatisch) wo nur die Gesamtbeträge draufstehen. Ich kann nie prüfen, ob eine bestimmte Rechnungsnummer richtig gebucht wurde. Die tauchen ja nirgends auf, zumindest nicht auf der Auswertung die ich bekomme. Als ich das alles selber gemacht habe, ließ sich das problemlos nachvollziehen und hat noch ne Menge Geld gespart.
Ich habe tausende Rechnungen pro Jahr. Selbst wenn er jetzt alles neu machen würde, wie kann ich sicher sein, ob alles stimmt? Ich würde gerne Stichprobenartig prüfen, ob REchnungen richtig gebucht sind.
Ich traue ihm nun gerade bei Paypal garnichts mehr zu. Wer Paypal Kontoauszüge kennt, weiß wie kompliziert und durcheinander das ist (Zahlungsanforderungen, Zahlungbestätigungen, Zahlungsgutschriften, Rückzahlungen etc.) Nicht selten tauchen da ein und dieselben Beträge 3-4 x auf dem Auszug auf(obwohl nur 1x tatsächlicher Geldeingang). Ich traue dem voll zu dass er die auch mehrfach bucht. Vorallem wo ich weiß, dass der Lehrling das abtippen darf. Vorallem müssen die gebuchten Paypalbeträge ja komplett rausgenommen werden, da komplett falsche Beträge gebucht.
Ich weiß echt nicht was ich jetzt mache. Vorallem darf ich innerhalb weniger Tage oder Wochen mal eben ein paar tausend Euro mehr an Steuern auftreiben als er mir noch vor 3 Wochen hochgerechnet hat (leider alles nur mündlich bei einem persönl. Gespräch). Ich hab ja keine Ahnung was er für Vorstellungen hat wo ich das mal eben herzaubere :-(
Das mit dem Auto ist genauso ein Mist. Ich habe keinen Bock was nachzuzahlen, wenn ich die Buchhaltung in professionelle Hände abgegeben habe und mir dafür monatlich sein gefordertes Honorar abgebucht wird.
Kann man das nachträglich irgendwie mit ins BV nehmen? Dann geht sicher die 30 Cent Pauschale nicht mehr, oder? Tankquittungen etc. habe ich natürlich nicht mehr.
Mann das ärgert mich. Er weiß genau, dass ich das Auto zu 90% geschäftlich nutze. Ich habe ihn mehrfach erzählt, dass ich täglich 12h arbeite + WE und kaum Freizeit habe und mein Auto außer fürs einkaufen fast garnicht mehr nutze. Er weiß auch dass ich Fahrtenbuch führe und er setzt ja selber die 30 Cent an. Das passt doch alles garnicht.
Jetzt darf ich auch noch alle eingelagerten Ordner mit tausenden Rechnungen wieder raussuchen und nochmal vorbeibringen. Und ob, danach alles stimmt?
Ich glaube ich lasse mir einen Termin vom Chef geben und frage wie er gedenkt dass alles wieder gutzumachen.
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17.01.2008, 23:51
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#10
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TP-Specialist
Registriert seit: Oct 2006
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Evtl. solltest Du auch direkt den Kontakt mit dem Finanzamt suchen und denen die Sitation schildern. Früher oder später wollen die ja nun Geld haben, könnte mir vorstellen dass es besser ist wenn Du von Dir aus zum zuständigen Sachbearbeiter gehst und ihm die Probleme schilderst.
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18.01.2008, 13:19
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#11
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TP-Senior
Registriert seit: Aug 2006
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Hi,
so der erste Schock ist verdaut. Was würdet ihr in meiner Situation machen?
Kann so ein Fehler mal passieren? Oder ist es gar mein Fehler, weil ich nicht explizit darauf hingewiesen habe, dass er nicht nur stur nach dem Bankkonto buchen soll, sondern jeden einzelnen Paypalauszug?
Soll er es nochmal neu machen oder hättet ihr kein Vertrauen mehr in diesen Steuerberater und würdet wechseln? Weiß garnicht, ob das so einfach geht, muss ich in den Vertrag schauen.
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18.01.2008, 14:18
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#12
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TP-Moderator
Registriert seit: Oct 2004
Ort: Hannover
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Zitat:
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Angenommen die Leistung ist ein Artikel für Tausend Euro. Da der Kunde aus der Schweiz stammt, habe ich ihm keine Steuer berechnet. Der Steuerberater hat aber mit 19% gebucht, heißt fast 200 Euro Steuern.
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Die USt-Voranmeldungen stehen unter dem Vorbehalt der Nachprüfung (§ 164 AO) und können jederzeit korrigiert werden.
Zitat:
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PayPal ist m. W. wie die Kontoführung bei einer anderen Bank Umsatzsteuerfrei.
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ich kenne Paypal nicht und weiß auch nicht wo die ihren Sitz haben aber eine Sache ist sicher: Paypal ist kein Kreditinstitut und unterliegt auch nicht der deutschen Bankenaufsicht. Insofern kommen die Steuerbefreiungen der Geldgeschäfte in § 4 Nr. 8 UStG nicht zur Anwendung.
Zitat:
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Kann man das nachträglich irgendwie mit ins BV nehmen? Dann geht sicher die 30 Cent Pauschale nicht mehr, oder?
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kann man machen wenn die betriebliche Nutzung mehr als 10 % beträgt. Überschreitet sie 50 % ist dies sogar zwingend erforderlich. Die 30 Cent gibt es dann nicht mehr. Im Gegenzug können alle tatsächlichen Kosten als Betriebsausgaben geltend gemacht werden, wobei auch der Privatanteil zu berücksichtigen ist. Das Vorhandensein von Belegen ist natürlich Voraussetzung.
Zitat:
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Mann das ärgert mich. Er weiß genau, dass ich das Auto zu 90% geschäftlich nutze. Ich habe ihn mehrfach erzählt, dass ich täglich 12h arbeite + WE und kaum Freizeit habe und mein Auto außer fürs einkaufen fast garnicht mehr nutze. Er weiß auch dass ich Fahrtenbuch führe und er setzt ja selber die 30 Cent an. Das passt doch alles garnicht.
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Such dir einen anderen Berater oder mach die Buchführung selbst.
Gruß
Sven
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18.01.2008, 14:33
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#13
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TP-Lady-Mod
Registriert seit: Jan 2006
Ort: Rlp
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"Betreiberin der Website www.paypal.de:
PayPal (Europe) S.à r.l. & Cie, S.C.A.
5th Floor
22-24 Boulevard Royal
L-2449 Luxembourg
Vertretungsberechtigter: Brent Bellm
Handelsregisternummer: R.C.S. Luxembourg B 118 349
PayPal wird EU-weit von der PayPal (Europe) S.à r.l. & Cie, S.C.A. (PayPal Luxemburg) als Bank geführt und von der Commission de Surveillance du Secteur Financier (CSSF) reguliert."
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18.01.2008, 17:38
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#14
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TP-Supporter
Registriert seit: Mar 2007
Ort: BaWü
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Zitat:
Zitat von daytrader
Hi,
so der erste Schock ist verdaut. Was würdet ihr in meiner Situation machen?
Kann so ein Fehler mal passieren? Oder ist es gar mein Fehler, weil ich nicht explizit darauf hingewiesen habe, dass er nicht nur stur nach dem Bankkonto buchen soll, sondern jeden einzelnen Paypalauszug?
Soll er es nochmal neu machen oder hättet ihr kein Vertrauen mehr in diesen Steuerberater und würdet wechseln? Weiß garnicht, ob das so einfach geht, muss ich in den Vertrag schauen.
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Ein StB muss wissen, was er tut, notfalls nachfragen. Also ob Du wechseln willst, musst Du wissen. Aber das Vertrauensverhältnis ist hier wohl ja ziemlich gestört und das ist ja ne wichtige bzw. die wichtigste Voraussetzung für ein gutes Mandatsverhältnis.
__________________
Gruss
"Das hier ist keine Steuerberatung,alles freiwillig und unentgeltlich!!"
"Pecunia non olet"
"Niveau ist keine Tagescreme!"
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18.01.2008, 17:50
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#15
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TP-Junior
Registriert seit: Mar 2007
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Beitrag zurückgezogen
Geändert von musterman (28.01.2008 um 13:42 Uhr).
Grund: Beitrag zurückgezogen
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