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Thema: Rechenbeispiel Firmenwagen

  1. #1
    TP-Newbie
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    Rechenbeispiel Firmenwagen

    Hallo,

    um die Abrechnungsmodalitäten bei der Anschaffung eines PKW zu verstehen: Ist folgende Rechnung korrekt, wenn ich als Einzelunternehmer den PKW kaufe, den aber meine Frau, die mit einem Minijob bei mir arbeitet (als Nebenjob) fahren wird:

    Anschaffung eines PKW, Kosten 36000€, Listenpreis 40000€
    MwSt-Rückerstattung ca 5700€
    Abschreibung je Jahr ca 5000€
    Geldwerter Vorteil, den meine Frau versteuern muss: 4800€
    Absetzbar für mich alle Benzinkosten, Versicherung, Winterreifen usw.

    --
    Stephan

  2. #2
    TP-Senior
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    May 2009
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    193
    Hallo,

    bei Firmenwagen muss gar nicht erst gerechnet werden. Entweder sie werden gekauft, weil sie benötigt werden, oder halt nicht. Ich habe bereits mehrere Betriebsgründungen von Bekannten miterlebt. Diejenigen, die als erstes mit einem Firmenwagen privat Geld sparen wollten, sind alle ziemlich rasch pleite gegangen.

    Mit deiner "Konstruktion" wird du mit lautem Knall auf dem Steiss landen. Sowas funktioniert nur, wenn der Betrieb bereits eine Flotte von Fahrzeugen hat. Und das auch nur mit Glück. Ein, zwei, drei, vier oder auch fünf sind zuwenig.

    Firmenwagen sind für das Finanzamt bei Prüfungen immer einen besonderen Blick wert. Erst recht, wenn die von Minijobbern (und dann auch noch aus der eigenen Familie) benutzt werden.

    Wenn du den betrieblich absetzen willst, musst du schon sehr genau belegen, wie die gefahrenen km zu stande gekommen sind. Ein einfaches "Kundenbesuche, mit denen dann leider keine Geschäftsbeziehung aufgebaut werden konnte." reicht da nicht aus.

    Und wenn erst mal beim Firmenwagen Schummeleien festgestellt wurden, kann deine ganze Buchführung abgelehnt werden. Das Finanzamt schätzt dann - und das geht nicht zu deinen Gunsten aus.

    Gruss

    MrMurphy

  3. #3
    TP-Newbie
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    bei Firmenwagen muss gar nicht erst gerechnet werden. Entweder sie werden gekauft, weil sie benötigt werden, oder halt nicht.
    Wird er, bisher rechne ich 8000km per Fahrtenbuch a 30ct ab.

    Ich habe bereits mehrere Betriebsgründungen von Bekannten miterlebt. Diejenigen, die als erstes mit einem Firmenwagen privat Geld sparen wollten, sind alle ziemlich rasch pleite gegangen.
    Kommt darauf an, ob ich Geld sparen oder verdienen will.

    Mit deiner "Konstruktion" wird du mit lautem Knall auf dem Steiss landen. Sowas funktioniert nur, wenn der Betrieb bereits eine Flotte von Fahrzeugen hat. Und das auch nur mit Glück. Ein, zwei, drei, vier oder auch fünf sind zuwenig.
    Für das zu versteuernde Einkommen von beiden ist es das gleiche: Entweder taucht der geldwerte Vorteil bei mir oder meiner Frau auf. Wenn er bei ihr auftaucht, wird mein Gewinn geschmälert und das möchte ich. Hat seine besonderen Gründe.

    Firmenwagen sind für das Finanzamt bei Prüfungen immer einen besonderen Blick wert. Erst recht, wenn die von Minijobbern (und dann auch noch aus der eigenen Familie) benutzt werden.

    Wenn du den betrieblich absetzen willst, musst du schon sehr genau belegen, wie die gefahrenen km zu stande gekommen sind. Ein einfaches "Kundenbesuche, mit denen dann leider keine Geschäftsbeziehung aufgebaut werden konnte." reicht da nicht aus.

    Und wenn erst mal beim Firmenwagen Schummeleien festgestellt wurden, kann deine ganze Buchführung abgelehnt werden. Das Finanzamt schätzt dann - und das geht nicht zu deinen Gunsten aus.
    Ich will gar nicht schummeln. Un dich bezahle richtig viel Steuern einschl. Gewerbsteuer usw. Ich wollte eigentlich nur wissen, ob meine Rechnung stimmt......

    --
    Stephan

  4. #4
    TP-Member
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    Durch einem Firmenwagen der 4800 Euro geldwerten Vorteil / Jahr darstellt würde sich ja das Gehalt Deiner Frau quasi verdoppeln ohne dafür Sozialversicherungsbeiträge zu bezahlen. Ich denke die Verhältnismäßigkeit ist hierbei nicht gegeben.

    Ich habe die selbe Konstellation. Meine Frau arbeitet in meiner Firma als Angestellte für 450 Euro/Monat.

    Geschickter wäre es für uns auch die private Nutzung über meine Frau laufen zu lassen da diese nur 1% und nicht 1% zzgl. 80% Umsatzsteuer zahlen müsste.

    Unser Steuerberater hat uns allerdings davon abgeraten da es bei solch einem geringen Lohn unüblich ist einen Firmenwagen zur privaten Nutzung zu erhalten und dadurch könnte die gesamte sozialversicherungsrechtliche Betrachtung kippen (uns ist es wichtig dass meine Frau sich in einem Pflichtversicherungsverhältnis befindet).

    Ich habe somit einen Firmenwagen den ich als Unternehmer mit 1% versteuere. Damit sind _meine_ privaten Fahrten (ca. 35% der Gesamtnutzung) abgegolten. Firmenfahrten damit machen sowohl meine Frau wie auch ich (Frau 5%, ich 95%).

    Mein Steuerberater hat mir weiter geraten dass meine Frau nach Möglichkeit keine privaten Fahrten mit dem PKW machen sollte da sich daraus ergeben könnte dass diese (unabhängig davon dass ich schon 1% als geldwerten Vorteil habe) einen geldwerten Vorteil versteuern muss. Es wird deshalb dauerhaft ein Fahrtenbuch geführt um nachzuweisen dass meine Frau sämtliche privaten Fahrten mit unserem zweiten (privaten) PKW macht.

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