Tag Zusammen.
Da hier ja doch ein paar Leute mit Wissen rumlaufen, will ich mal wieder ne Frage stellen, die wohl etwas komplexer ist. Es geht darum dass ich mit ein paar Freunden hobbymäßig Motorradrennen in einem Rennteam bestreite, da das ein sehr kostspieliger Sport ist, ist man natürlich immer froh wenn man ein Teil der Kosten durch Sponsoring decken kann. Heißt also erstmal: wir verbraten ein Haufen privater Kohle und einen kleinen Teil davon kriegen wir dadurch raus (teils Bar, teils in Sachleistungen), dass wir für die Sponsoren Werbung fahren...
Jetzt wollen die Sponsoren das ganze natürlich auch als Betriebsausgabe geltend machen können, letztendlich kaufen sie sich damit ja Werbung für ihr Unternehmen. Und da beginnt auch das große Problem - wie kann man das vernünftig abrechnen?
1. als Gewerbe
Wär für den Sponsor natürlich am schönsten, da er eine ordentliche Rechnung bekommt und diese problemlos jeder Prüfung standhält. Für uns wär das natürlich super wenn wir dann auch noch Vorsteuerabzugsberechtigt wären ... aber die Chance durch den Rennsport Gewinne zu erwirtschaften sind bei uns gleich Null. Es wird immer ein Verlustgeschäft bleiben - das FA würde uns also früher oder später aufs Dach steigen.
Evtl. wäre es natürlich möglich nicht alle Ausgaben abzusetzen und die Bücher so zu führen, dass wir ca. +/- 0 fahren. So 100%ig korrekt wär das natürlich nicht...
2. als Liebhaberei
Es wäre wohl auch möglich das ganze als Liebhaberei laufen zu lassen. Für uns wäre das erstmal relativ einfach: wir müssten Buchführen über Einnahmen & Ausgaben - und solange es ein Verlustgeschäft ist müssten wir die Einnahmen auch nirgens geltend machen. (Also auch nicht als Einnahme bei der Einkommenssteuererklärung)...
Ein Nachteil wäre natürlich dass wir nicht vorsteuerabzugsberechtigt - das ist verkraftbar.
Das größere Problem wär allerdings, dass wir dem Sponsor dann nur als Privatperson eine Rechnung/Quittung schreiben könnten - und da stellt sich halt die Frage ob die bei einer Prüfung bei ihm wirklich anerkannt wird. Außerdem würde das den ein oder anderen Sponsor evtl. von einem Engagement abschrecken ...
3. bei Sachleistungen
Bei Sachleistungen gibts natürlich auch die Möglichkeit dass der Sponsor die Ware einfach auf seinen Namen kauft und sie an uns weitergibt. Dann hat er eine Rechnung auf sich ausgestellt die er normal geltend machen kann und wir sind fein raus. Aber das geht natürlich auch nur ziemlich eingeschränkt - z.B. kann ein EDV Händler auf dauer ja schlecht Motorradteile als Ausgabe geltend machen...
Generell bleibt dann auch noch das Problem, dass es halt Sponsoring gibt dass einem einzelnen Fahrer zu Gute kommt - und welches von dem alle profitieren. D.h. eigentlich wäre es auch ganz schön wenn nicht jeder Fahrer als Einzelperson auftritt, sondern man das auch als Gemeinschaft abrechnen kann. Noch haarsträubender wirds dann allerdings bei der Frage wie man bestimmte Sachleistungen abrechnen kann (aber das lass ich jetzt mal raus).
Das sind jetzt die Möglichkeiten die mir bisher eingefallen sind. Vielleicht hat ja jemand von euch noch ein paar Ideen/Kommentare die hilfreich sind. Wichtig ist halt vorallem dass der Sponsor das sicher als Betriebsausgabe anerkannt bekommt.
Gruß
cba
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