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Thema: Steuerlich absetzen - richtiger Zeitpunkt? Wann?

  1. #1
    TP-Supporter screamfine macht alles soweit korrekt
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    Steuerlich absetzen - richtiger Zeitpunkt? Wann?

    Hallo!

    Als angehender Selbstständiger überlege ich momentan ob ich mir notwendige Austattungen (Laptop, Geschäftsanzug, etc.) bereits JETZT (noch kein Gewerbe angemeldet) kaufen sollte oder lieber noch warten soll bis mein Gewerbe angemeldet ist weil ich die Sachen dann steuerlich absetzen kann ???
    Und welche Waren kann ich überhaupt absetzen und wieviel bekommt man denn vom Finanzamt wieder zurücK (gibts da Prozentwerte?) ???

    Danke für eure Hilfe.

  2. #2
    TP-Veteran Epic bringt sich richtig ein Epic bringt sich richtig ein Avatar von Epic
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    Als angehender Selbstständiger überlege ich momentan ob ich mir notwendige Austattungen (Laptop, Geschäftsanzug, etc.) bereits JETZT (noch kein Gewerbe angemeldet) kaufen sollte oder lieber noch warten soll bis mein Gewerbe angemeldet ist weil ich die Sachen dann steuerlich absetzen kann ???
    Der Zeitpunkt der Anschaffung bleibt Dir überlassen. Wenn Du jetzt Wirtschaftsgüter kaufst die Du später für Deinen Betrieb benötigst sind diese Kosten als Vorweggenommene Betriebsausgaben so abzugsfähig als wenn Du sie erst kaufst wenn Du Dein Gewerbe angemeldet hast.

    Und welche Waren kann ich überhaupt absetzen
    Grundsätzlich absetztbar sind alle Betriebsausgaben Betriebsausgaben = Nach § 4 Abs. 4 EStG sind Betriebsausgaben die Aufwendungen, die durch den Betrieb veranlasst sind.

    Hinweis. Es gibt gewisse Betriebsausgaben welche den Gewinn nicht mindern dürfen vgl. § 4 Absatz 5 EStG.

    und wieviel bekommt man denn vom Finanzamt wieder zurücK (gibts da Prozentwerte?) ???
    Grundsätzlich bekommst Du gar nichts vom Finanzamt wieder. Für den Fall das Du die Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG nicht in Anspruch nimmst kannst Du Dir die Vorsteuer aus Deinen Kosten vom Finanzamt anrechnen lassen und mit der von Dir zu zahlenden Umsatzsteuer verrechnen. Jede gewinnmindernde Betriebsausgabe schmälert Deinen Gewinn und je niedriger Dein Gewinn ist um so weniger Einkommensteuer bezahlst Du am Ende. Zahlst Du keine Einkommensteuer kannst Du auch nichts vom Finanzamt wieder bekommen ;-)

    Gruß Epic03
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  3. #3
    TP-Veteran ::..Thomas..:: macht sich hier sehr viel Mühe Avatar von ::..Thomas..::
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    Hallo,

    dummerweise kann man einen "Geschäftsanzug" obgleich in vielen Branchen "Arbeitskleidung" nicht als Berufskleidung absetzen. Es sei denn Dein Geschäftsanzug wäre ein Blaumann ..... das geht eventuell

    Gruß Thomas

  4. #4
    TP-Senior Tronix macht alles soweit korrekt Avatar von Tronix
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    Gibt es denn da irgendeine Liste was man absetzten darf und was nicht? Ich habe mein geschäftsfeld ziemlich weit angelegt (Medienprosuktion) und brauche ich unter anderem: PC, Software, Digitalkamera, DVD-Rohlinge, miniDV-Bänder, Kamerstativ. Muss ich dem Finanzamt irgendwie beweisen das die Gegenstände ausschließlich geschäftlich gebraucht werden?

  5. #5
    TP-Veteran Epic bringt sich richtig ein Epic bringt sich richtig ein Avatar von Epic
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  6. #6
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    Gibt es denn da irgendeine Liste was man absetzten darf und was nicht?
    hab ich so jetzt nicht, aber braucht man vom Prinzip auch nicht, da erstmal aufgrund meiner o.g. definition von Betriebsausgaben alle Aufwendungen abzugsfähig sind die durch den Betrieb veranlasst sind. Alles was nicht abzugsfähig ist, steht im § 4 (5) EStG

    Auszug:
    § 4 (5) EStG Die folgenden Betriebsausgaben dürfen den Gewinn nicht mindern:

    1. Aufwendungen für Geschenke an Personen, die nicht Arbeitnehmer des Steuerpflichtigen sind. Satz 1 gilt nicht, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten der dem Empfänger im Wirtschaftsjahr zugewendeten Gegenstände insgesamt 35 Euro [Vom 01.01.2002 bis zum 31.12.2003: 40 Euro; Bis 31.12.2001: 75 Deutsche Mark] nicht übersteigen;

    2. Aufwendungen für die Bewirtung von Personen aus geschäftlichem Anlass, soweit sie 70 vom Hundert [Bis 31.12.2003: 80 vom Hundert] der Aufwendungen übersteigen, die nach der allgemeinen Verkehrsauffassung als angemessen anzusehen und deren Höhe und betriebliche Veranlassung nachgewiesen sind. Zum Nachweis der Höhe und der betrieblichen Veranlassung der Aufwendungen hat der Steuerpflichtige schriftlich die folgenden Angaben zu machen: Ort, Tag, Teilnehmer und Anlass der Bewirtung sowie Höhe der Aufwendungen. Hat die Bewirtung in einer Gaststätte stattgefunden, so genügen Angaben zu dem Anlass und den Teilnehmern der Bewirtung; die Rechnung über die Bewirtung ist beizufügen;

    3. Aufwendungen für Einrichtungen des Steuerpflichtigen, soweit sie der Bewirtung, Beherbergung oder Unterhaltung von Personen, die nicht Arbeitnehmer des Steuerpflichtigen sind, dienen (Gästehäuser) und sich außerhalb des Orts eines Betriebs des Steuerpflichtigen befinden;

    4. Aufwendungen für Jagd oder Fischerei, für Segeljachten oder Motorjachten sowie für ähnliche Zwecke und für die hiermit zusammenhängenden Bewirtungen;

    5. Mehraufwendungen für die Verpflegung des Steuerpflichtigen, soweit in den folgenden Sätzen nichts anderes bestimmt ist. Wird der Steuerpflichtige vorübergehend von seiner Wohnung und dem Mittelpunkt seiner dauerhaft angelegten betrieblichen Tätigkeit entfernt betrieblich tätig, ist für jeden Kalendertag, an dem der Steuerpflichtige wegen dieser vorübergehenden Tätigkeit von seiner Wohnung und seinem Tätigkeitsmittelpunkt

    a) 24 Stunden abwesend ist, ein Pauschbetrag von 24 Euro [Bis 31.12.2001: 46 Deutsche Mark] ,

    b) weniger als 24 Stunden, aber mindestens 14 Stunden abwesend ist, ein Pauschbetrag von 12 Euro [Bis 31.12.2001: 20 Deutsche Mark] ,

    c) weniger als 14 Stunden, aber mindestens 8 Stunden abwesend ist, ein Pauschbetrag von 6 Euro [Bis 31.12.2001: 10 Deutsche Mark]


    abzuziehen; eine Tätigkeit, die nach 16 Uhr begonnen und vor 8 Uhr des nachfolgenden Kalendertags beendet wird, ohne dass eine Übernachtung stattfindet, ist mit der gesamten Abwesenheitsdauer dem Kalendertag der überwiegenden Abwesenheit zuzurechnen. Wird der Steuerpflichtige bei seiner individuellen betrieblichen Tätigkeit typischerweise nur an ständig wechselnden Tätigkeitsstätten oder auf einem Fahrzeug tätig, gilt Satz 2 entsprechend; dabei ist allein die Dauer der Abwesenheit von der Wohnung maßgebend. Bei einer Tätigkeit im Ausland treten an die Stelle der Pauschbeträge nach Satz 2 länderweise unterschiedliche Pauschbeträge, die für die Fälle der Buchstaben a, b und c mit 120, 80 und 40 vom Hundert der höchsten Auslandstagegelder nach dem Bundesreisekostengesetz vom Bundesministerium der Finanzen im Einvernehmen mit den obersten Finanzbehörden der Länder aufgerundet auf volle Euro festgesetzt werden; dabei bestimmt sich der Pauschbetrag nach dem Ort, den der Steuerpflichtige vor 24 Uhr Ortszeit zuletzt erreicht, oder, wenn dieser Ort im Inland liegt, nach dem letzten Tätigkeitsort im Ausland. Bei einer längerfristigen vorübergehenden Tätigkeit an derselben Tätigkeitsstätte beschränkt sich der pauschale Abzug nach Satz 2 auf die ersten drei Monate. Die Abzugsbeschränkung nach Satz 1, die Pauschbeträge nach den Sätzen 2 und 4 sowie die Dreimonatsfrist nach Satz 5 gelten auch für den Abzug von Verpflegungsmehraufwendungen bei einer aus betrieblichem Anlass begründeten doppelten Haushaltsführung; dabei ist für jeden Kalendertag innerhalb der Dreimonatsfrist, an dem gleichzeitig eine Tätigkeit im Sinne des Satzes 2 oder 3 ausgeübt wird, nur der jeweils höchste in Betracht kommende Pauschbetrag abzuziehen und die Dauer einer Tätigkeit im Sinne des Satzes 2 an dem Beschäftigungsort, der zur Begründung der doppelten Haushaltsführung geführt hat, auf die Dreimonatsfrist anzurechnen, wenn sie ihr unmittelbar vorausgegangen ist;

    6. Aufwendungen für die Wege des Steuerpflichtigen zwischen Wohnung und Betriebsstätte und für Familienheimfahrten, soweit in den folgenden Sätzen nichts anderes bestimmt ist. Zur Abgeltung dieser Aufwendungen ist § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 4 und 5 Satz 1 bis 6 und Abs. 2 entsprechend anzuwenden. Bei Benutzung eines Kraftfahrzeugs dürfen die Aufwendungen in Höhe des positiven Unterschiedsbetrags zwischen 0,03 vom Hundert des inländischen Listenpreises im Sinne des § 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 des Kraftfahrzeugs im Zeitpunkt der Erstzulassung je Kalendermonat für jeden Entfernungskilometer und dem sich nach § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 4 oder Abs. 2 ergebenden Betrag sowie Aufwendungen für Familienheimfahrten in Höhe des positiven Unterschiedsbetrags zwischen 0,002 vom Hundert des inländischen Listenpreises im Sinne des § 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 für jeden Entfernungskilometer und dem sich nach § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 5 Satz 4 bis 6 oder Abs. 2 ergebenden Betrag den Gewinn nicht mindern; ermittelt der Steuerpflichtige die private Nutzung des Kraftfahrzeugs nach § 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 3, treten an die Stelle des mit 0,03 oder 0,002 vom Hundert des inländischen Listenpreises ermittelten Betrags für Fahrten zwischen Wohnung und Betriebsstätte und für Familienheimfahrten die auf diese Fahrten entfallenden tatsächlichen Aufwendungen;

    Vom 01.01.1996 bis zum 31.12.2000: 6. Aufwendungen für Fahrten des Steuerpflichtigen zwischen Wohnung und Betriebsstätte in Höhe des positiven Unterschiedsbetrags zwischen 0,03 vom Hundert des inländischen Listenpreises im Sinne des § 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 des Kraftfahrzeugs im Zeitpunkt der Erstzulassung je Kalendermonat für jeden Entfernungskilometer und dem sich nach § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 4 oder Absatz 2 ergebenden Betrag sowie Aufwendungen für Familienheimfahrten in Höhe des positiven Unterschiedsbetrags zwischen 0,002 vom Hundert des inländischen Listenpreises im Sinne des § 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 für jeden Entfernungskilometer und dem sich nach § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 5 Satz 4 und 5 oder Absatz 2 ergebenden Betrag; ermittelt der Steuerpflichtige die private Nutzung des Kraftfahrzeugs nach § 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 3, treten an die Stelle des mit 0,03 oder 0,002 vom Hundert des inländischen Listenpreises ermittelten Betrags für Fahrten zwischen Wohnung und Betriebsstätte und für Familienheimfahrten die auf diese Fahrten entfallenden tatsächlichen Aufwendungen;


    6a. Mehraufwendungen wegen einer aus betrieblichem Anlass begründeten doppelten Haushaltsführung, soweit die doppelte Haushaltsführung über die Dauer von zwei Jahren am selben Ort beibehalten wird; die Nummern 5 und 6 bleiben unberührt;

    6b. Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer sowie die Kosten der Ausstattung. Dies gilt nicht, wenn die betriebliche oder berufliche Nutzung des Arbeitszimmers mehr als 50 vom Hundert der gesamten betrieblichen und beruflichen Tätigkeit beträgt oder wenn für die betriebliche oder berufliche Tätigkeit kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht. In diesen Fällen wird die Höhe der abziehbaren Aufwendungen auf 1250 Euro[20] [Bis 31.12.2001: 2 400 Deutsche Mark] begrenzt; die Beschränkung der Höhe nach gilt nicht, wenn das Arbeitszimmer den Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Betätigung bildet;

    7. andere als die in den Nummern 1 bis 6 und 6b bezeichneten Aufwendungen, die die Lebensführung des Steuerpflichtigen oder anderer Personen berühren, soweit sie nach allgemeiner Verkehrsauffassung als unangemessen anzusehen sind;

    8. von einem Gericht oder einer Behörde im Geltungsbereich dieses Gesetzes oder von Organen der Europäischen Gemeinschaften festgesetzte Geldbußen, Ordnungsgelder und Verwarnungsgelder. Dasselbe gilt für Leistungen zur Erfüllung von Auflagen oder Weisungen, die in einem berufsgerichtlichen Verfahren erteilt werden, soweit die Auflagen oder Weisungen nicht lediglich der Wiedergutmachung des durch die Tat verursachten Schadens dienen. Die Rückzahlung von Ausgaben im Sinne der Sätze 1 und 2 darf den Gewinn nicht erhöhen. Das Abzugsverbot für Geldbußen gilt nicht, soweit der wirtschaftliche Vorteil, der durch den Gesetzesverstoß erlangt wurde, abgeschöpft worden ist, wenn die Steuern vom Einkommen und Ertrag, die auf den wirtschaftlichen Vorteil entfallen, nicht abgezogen worden sind; Satz 3 ist insoweit nicht anzuwenden;

    8a. Zinsen auf hinterzogene Steuern nach § 235 der Abgabenordnung;

    9. Ausgleichszahlungen, die in den Fällen der §§ 14, 17 und 18 des Körperschaftsteuergesetzes an außenstehende Anteilseigner geleistet werden;

    10. die Zuwendung von Vorteilen sowie damit zusammenhängende Aufwendungen, wenn die Zuwendung der Vorteile eine rechtswidrige Handlung darstellt, die den Tatbestand eines Strafgesetzes oder eines Gesetzes verwirklicht, das die Ahndung mit einer Geldbuße zulässt. Gerichte, Staatsanwaltschaften oder Verwaltungsbehörden haben Tatsachen, die sie dienstlich erfahren und die den Verdacht einer Tat im Sinne des Satzes 1 begründen, der Finanzbehörde für Zwecke des Besteuerungsverfahrens und zur Verfolgung von Steuerstraftaten und Steuerordnungswidrigkeiten mitzuteilen. Die Finanzbehörde teilt Tatsachen, die den Verdacht einer Straftat oder einer Ordnungswidrigkeit im Sinne des Satzes 1 begründen, der Staatsanwaltschaft oder der Verwaltungsbehörde mit. Diese unterrichten die Finanzbehörde von dem Ausgang des Verfahrens und den zugrunde liegenden Tatsachen;

    Vom 01.01.1996 bis zum 12.01.1999: 10. die Zuwendung von Vorteilen sowie damit zusammenhängende Aufwendungen, wenn wegen der Zuwendung oder des Empfangs der Vorteile eine rechtskräftige Verurteilung nach einem Strafgesetz erfolgt ist oder das Verfahren gemäß den §§ 153 bis 154e der Strafprozeßordnung eingestellt worden ist, oder wenn wegen der Zuwendung oder des Empfangs der Zuwendung ein Bußgeld rechtskräftig verhängt worden ist. Die Finanzbehörde teilt Tatsachen, die den Verdacht einer Tat im Sinne des Satzes 1 begründen, der Staatsanwaltschaft oder der Ordnungsbehörde mit; im Besteuerungsverfahren sind Zwangsmittel gegen den Steuerpflichtigen zur Ermittlung dieser Tatsachen unzulässig.


    11. Aufwendungen, die mit unmittelbaren oder mittelbaren Zuwendungen von nicht einlagefähigen Vorteilen an natürliche oder juristische Personen oder Personengesellschaften zur Verwendung in Betrieben in tatsächlichem oder wirtschaftlichem Zusammenhang stehen, deren Gewinn nach § 5a Abs. 1 ermittelt wird.


    Das Abzugsverbot gilt nicht, soweit die in den Nummern 2 bis 4 bezeichneten Zwecke Gegenstand einer mit Gewinnabsicht ausgeübten Betätigung des Steuerpflichtigen sind. § 12 Nr. 1 bleibt unberührt.

    (6) Aufwendungen zur Förderung staatspolitischer Zwecke (§ 10b Abs. 2) sind keine Betriebsausgaben.

    (7) Aufwendungen im Sinne des Absatzes 5 Satz 1 Nr. 1 bis 4, 6b und 7 [Bis 31.12.1998: Absatzes 5 Satz 1 Nr. 1 bis 5, 6b und 7] sind einzeln und getrennt von den sonstigen Betriebsausgaben aufzuzeichnen. Soweit diese Aufwendungen nicht bereits nach Absatz 5 vom Abzug ausgeschlossen sind, dürfen sie bei der Gewinnermittlung nur berücksichtigt werden, wenn sie nach Satz 1 besonders aufgezeichnet sind.

    ( Für Erhaltungsaufwand bei Gebäuden in Sanierungsgebieten und städtebaulichen Entwicklungsbereichen sowie bei Baudenkmalen gelten die §§ 11a und 11b entsprechend.
    Muss ich dem Finanzamt irgendwie beweisen das die Gegenstände ausschließlich geschäftlich gebraucht werden?
    Erste Hürde ist die Glaubhaftigkeit. Kannst Du dem Finanzamt Glaubhaft machen das die Ausgaben betrieblich veranlasst sind ist es ok. Kannst Du es nicht Glaubhaft machen musst Du die betriebliche Verwendung beweisen um die Aufwendungen absetzen zu können.

    Gruß Epic03
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  7. #7
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    Zitat Zitat von Epic
    Kannst Du es nicht Glaubhaft machen musst Du die betriebliche Verwendung beweisen um die Aufwendungen absetzen zu können.
    Soweit, so gut. Aber wie mache ich diese Ausgaben glaubhaft? Ich kann Sie ja nur in meine EÜR aufnehmen und warten was passiert, oder? Bekomme ich im Zweifelsfall dann einen bösen Anruf vom Amt oder stehen gleich die schwarzgekleideten Männer vor meiner Einfahrt?

    Nur zum Verständnis: Ich beabsichtige ja nicht irgendwelchen Quatsch zu kaufen und den dann abzusetzen, ich brauche das alles wirklich zum arbeiten.

    MfG

  8. #8
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    Soweit, so gut. Aber wie mache ich diese Ausgaben glaubhaft?
    Beispiel: Ein Handelsvertreter benötigt ein Auto um seine Kunden besuchen zu können, Ein Architekt benötigt Papier um seine Zeichnungen fertigen zu können...... Das ist Glaubhaft wenn Du verstehst was ich meine *G* Nicht Glaubhaft ist, das ein Webdesigner eine Massagebank braucht um am Pc entspannt arbeiten zu können *G*
    Spaß beseite, ich denke es ist klar was mit Glaubhaftigkeit gemeint ist.

    Ich kann Sie ja nur in meine EÜR aufnehmen und warten was passiert, oder? Bekomme ich im Zweifelsfall dann einen bösen Anruf vom Amt oder stehen gleich die schwarzgekleideten Männer vor meiner Einfahrt?
    Die einzelnen Kostenpositionen sind aus der Gewinnermittlung gar nicht ersichtlich und können somit nur geprüft werden wenn Du in den Genuss einer Betriebsprüfung kommst. Eigentlich soll jedes Unternehmen regelmäßig geprüft werden, aber das ist aus diversen Gründen einfach nicht möglich. So beruht die ganze Prüfungsgeschichte mehr oder weniger auf dem Zufallsprinzip. Ist aber ein Unternehmen erstmal in der Prüfungsschleife, so ist es schwer da wieder raus zu kommen.

    Gruß Epic03
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  9. #9
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    Betriebsprüfung? Wie sieht sowas denn aus? Kommen da Leute vom Finanzamt in mein Homeoffice und machen Unordnung? Was kontrollieren die denn genau? Dürfen die auch an meinen PC ran?

  10. #10
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    trifft alles genau zu, inkl. Zugriff auf deinen PC

  11. #11
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    aha ... ähm ... was prüfen die denn so?
    mit was für html editoren ich arbeite *lol* ?
    ob ich raubkopien besitze?
    was ich arbeite?

    sind das denn überhaupt fachlich versierte Leute?
    und bei wem von euch waren die schon ?

  12. #12
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    Software wird ggf. wirklich überprüft!

    weniger wg. eventueller Raubkopien, sondern eigentlich auch wg. der Steuern:

    wenn du Software kaufst, generierst du irgendwo Umsatz und irgendwer zahlt entsprechende USt.

    Wenn Raubkopien im Einsatz sind, hat der Staat keine USt. dafür bekommen - das mögen die gar nicht

    Mein Stb. meinte, gerade bei Firmengründungen mit Hardwareanschaffungen würde das FA überprüfen, ob auch Softwareanschaffungen auf den Rechnungen auftauchen. Wenn nicht, kann das schon mal eine Sonderprüfung verursachen ...

    Aber das Thema Raubkopien sollte ja generell kein Thema sein, oder?

    und wenn Freeware (Linux usw.) im Einsatz ist, lässt sich das ja problemlos nachweisen

    Fachlich versiert sind die (zum Teil) durchaus, das kannst du vorraussetzen.

    Ansonsten wird bei Betriebsprüfungen immer sehr gerne die Barkasse (soweit es eine gibt) ganz genau unter die Lupe genommen.

    Im Gegensatz zu bargeldlosen Buchungen ist da ja theoretisch etwas leichter "was zu drehen"

    Personalkosten/Sozialabgaben werden sehr genau gecheckt ... (da gibt es auch noch eigene Prüfungen durch die BFA)

    Auch deine Privatkonten musst du auf Verlangen offen legen usw.

    Im Prinzip dürfen einfach deinen kompletten Betrieb mit allem Drum und Dran 10 Jahre rückwirkend prüfen, ganz einfach

  13. #13
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    trifft alles genau zu, inkl. Zugriff auf deinen PC
    Yep so ist es

    aha ... ähm ... was prüfen die denn so?
    mit was für html editoren ich arbeite *lol* ?
    ob ich raubkopien besitze?
    was ich arbeite?

    sind das denn überhaupt fachlich versierte Leute?
    und bei wem von euch waren die schon ?
    Überprüft werden alle Unterlagen die für die Besteuerung von Bedeutung sein können. Ob Du nun Raubkopiene nutzt oder nicht interessiert den Betriebsprüfer eher weniger, aber sollt dem Prüfer ein Gesetzesverstoß welcher Art auch immer bekannt werden müsstest Du mit Post rechnen, da solche Fakten auch ganz gerne an die Richtige Stelle weitergeleitet werden

    Um Deinen Betrieb Fachlich gut prüfen zu können muss man über Deine Job ansich nicht viel wissen, denn die Zahlen sprechen für sich. Wenn es darum geht Kosten aus dem Betriebs zu werfen kann es passieren das man den Prüfer kurz aufklären muss wofür bestimmte Gegenstände oder Utensilien benötitg werden, aber in der Regel Kannst Du davon ausgehen das der Prüfer ganz genau weiß was für Kosten in Deinem Geschäftszweig üblich sind und welche nicht.

    Ich hab häufig mit Finanzamtsprüfern zu tun und es sind ganz Nette Leute mit denen man auch reden kann, aber sie kommen um Steuern einzutreiben, das darf man nicht vergessen.

    Gruß Epic03
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  14. #14
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    Im Prinzip dürfen einfach deinen kompletten Betrieb mit allem Drum und Dran 10 Jahre rückwirkend prüfen, ganz einfach
    Normaler Prüfungszeitraum beträgt 3 Jahre. Nur wenn dort massive Abweichungen (nachtrag: die erhebliche Steuernachzahlungen der Vergangenen Jahre zur Folge haben können) festgestellt werden kann auch der Prüfungszeitraum auf mehrere Jahre erweitert werden.... im schlechtesten Fall halt auf 10 Jahre. Hab ich aber seber noch nicht gesehen das sowas gemacht wurde.

    Das auch nur als Anmerkung denn so schnell geht das nicht

    Gruß Epic03
    Geändert von Epic (28.06.2004 um 17:39 Uhr)
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  15. #15
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    aber trotzdem besteht generell 10 Jahre Aufbewahrungspflicht für alle buchungsrelevanten Unterlagen, das ist doch richtig oder?

    Ich hatte mal 'ne Steuerprüfung, die erstreckte sich über einen Zeitraum von 3 Jahren, aber diese geprüften 3 Jahre lagen mehr als 2 Jahre zurück, also wurden meine 2 - 5 Jahre alten Unterlagen gecheckt.

    Nach der Prüfung habe ich die Prüferin dann gefragt, ob ich diesen Kram denn jetzt wegwerfen darf, da ja nun "amtlich geprüft" und (fast) für ok befunden wurde

    Nee, durfte ich auch dann nicht, weiterhin aufbewahren wurde angesagt ...

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