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Thema: Krankenversicherung und Einstiegsgeld

  1. #1
    TP-Junior
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    Question Krankenversicherung und Einstiegsgeld

    Hallo liebe Forengemeinde,

    ich plane und das ist mein fester Entschluss, nach meinem Studium hauptberuflich selbstständig zu werden. In dem Bereich, um den es geht, bin ich schon einige Jahre nebenbei selbstständig.

    An sich gäbe es auch keine Probleme, wären da nicht die hohen KK-Beiträge, die ich zahlen müsste. Es wären immerhin mindestens um die 200 €. Wären diese nicht, hätte ich eine Chance, dass am Ende des Monats sogar noch etwas übrig bleibt. Mein Mann erhält leider als Student nur Kindergeld. Unter'm Strich würden wir durch die hohen Beträge verhungern.

    Leider ist er privat versichert, so dass ich mich noch nicht mal bei ihm mitversichern und sparen könnte.

    Nun stünde mir leider kein Gründungszuschuss zu, sondern maximal Einstiegsgeld (sofern ich das Gewerbe rechtzeitig abmelde, um es dann nach Antragsstellung wieder anzumelden, anders geht es ja scheinbar nicht). Ist es richtig, dass ich diesen KK-Beitrag dennoch in voller Höhe zu tragen habe und zu meinem Einkommen aus selbstständiger Arbeit kein ALG 2 erhalte, wenn ich Einstiegsgeld bekomme? Oder wird das, was ich zum Leben brauche, aufgestockt und ich erhalte ZUSÄTZLICH Einstiegsgeld?

    Das konnte ich leider bei meiner Recherche noch nicht genau herausfinden. Noch wäre es zu früh, mich mit dem Amt in Verbindung zu setzen. Ich habe zum Glück noch 1 Jahr Zeit, um Informationen zu erhalten.

    In den letzten Monaten konnte ich mich in der nebenberuflichen Selbstständigkeit natürlich aufgrund von Zeitproblemen nicht ausleben, so dass es nur verständlich ist, dass ich in den ersten Monaten meiner hauptberuflichen Selbstständigkeit noch nicht komplett davon leben kann. Das ergibt sich dann mit Sicherheit mit der Zeit, wenn ich mich voll und ganz meiner Tätigkeit widmen kann. Dennoch würde mir, wenn es so käme, die Krankenkasse das Genick brechen.

    Ich bedanke mich vorab sehr für eure Hilfe!

  2. #2
    doq
    doq ist offline
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    Hallo,

    du sagst selber du hättest noch ein Jahr Zeit. Also von daher würde ich genau diese Jahr nutzen, um meine Selbstständigkeit auf- und auszubauen. Jetzt über die Zuschüsse zu sprechen, die evtl. erst in einem Jahr beantragt werden können, wäre verschwendete Zeit, den wie wir wissen, kann sich alles ganz schnell ändern

    Grüße doq

  3. #3
    TP-Junior
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    Hallo doq,

    dann hoffentlich nur zum Positiven

    Ich weiß eigentlich sogar selbst, dass ich mich nicht unnütz in die Verzweiflung treiben sollte. Leider wird es durch die anstehenden Klausuren und vor allem die Bachelorarbeit nicht besser mit der Zeit und Kundenakquise.

    Ich hatte mir immer vorgenommen, nichts mit der Arge zu tun zu haben, aber verhungern möchte ich natürlich auch nicht.

    Ich bin einfach generell jemand, der bei sowas schnell verzweifelt und die Hoffnung aufgibt. Dabei ist die Selbstständigkeit genau das, was ich mir für mich und mein Leben vorstellen kann. Deshalb möchte ich natürlich so früh wie möglich so viele Informationen wie möglich aufsaugen.

    Als ich gelesen habe, dass der Gründungszuschuss für mich nicht in Frage kommen kann, war ich schon etwas enttäuscht.
    Geändert von self-employed (20.10.2011 um 13:12 Uhr)

  4. #4
    doq
    doq ist offline
    TP-Junior
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    Zitat Zitat von self-employed Beitrag anzeigen
    Ich weiß eigentlich sogar selbst, dass ich mich nicht unnütz in die Verzweiflung treiben sollte. Leider wird es durch die anstehenden Klausuren und vor allem die Bachelorarbeit nicht besser mit der Zeit und Kundenakquise.
    Naja, in der Selbstständigkeit gibt es auch mehrere Baustellen auf einmal. 14-16 Stunden Tag sind da keinesfalls eine Seltenheit (jedenfalls in der Anfangszeit), von daher kannst du dich gleich dran gewöhnen.

    Zitat Zitat von self-employed Beitrag anzeigen
    Ich hatte mir immer vorgenommen, nichts mit der Arge zu tun zu haben, aber verhungern möchte ich natürlich auch nicht.
    Solange es Unterstützung gibt, würde ich es nutzen. Du zahlst später ehh alles wieder zurück (Fiskus, BG, IHK ect.), also sehe es als Kredit an. Wenn es was gibt, nehme es mit.

    Zitat Zitat von self-employed Beitrag anzeigen
    Ich bin einfach generell jemand, der bei sowas schnell verzweifelt und die Hoffnung aufgibt. Dabei ist die Selbstständigkeit genau das, was ich mir für mich und mein Leben vorstellen kann. Deshalb möchte ich natürlich so früh wie möglich so viele Informationen wie möglich aufsaugen.
    Das passt irgendwie nicht zusammen. Verzweiflung und Aufgeben usw. sollten nicht in den Wortschatz eines Gründer vorkommen. Informationen können sehr hilfreich sein, jedoch würde ich mir zum jetzigen Zeitpunkt Info suchen, die mir zeigen, wie ich Studium und angehende Selbstständigkeit unter einen Hut bringen kann.

    Zitat Zitat von self-employed Beitrag anzeigen
    Als ich gelesen habe, dass der Gründungszuschuss für mich nicht in Frage kommen kann, war ich schon etwas enttäuscht.
    Dem ist meines Wissens auch so, es sein den du hattest vor deinem Studium noch 150 Tag Anspruch auf ALG I.

    Grüße doq

  5. #5
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    Zitat Zitat von self-employed Beitrag anzeigen
    An sich gäbe es auch keine Probleme, wären da nicht die hohen KK-Beiträge, die ich zahlen müsste. Es wären immerhin mindestens um die 200 €. Wären diese nicht, hätte ich eine Chance,
    Ja, aber die gehören halt nun mal zu den allgemeinen Lebenshaltungskosten dazu. Es ergibt keinen Sinn, das künstlich rauszurechnen und dann zu meinen, dass es genau das wäre, was einem das Genick bricht ... Genauso gut könntest du es darauf schieben, dass du essen musst.

    Nun stünde mir leider kein Gründungszuschuss zu, sondern maximal Einstiegsgeld (sofern ich das Gewerbe rechtzeitig abmelde, um es dann nach Antragsstellung wieder anzumelden, anders geht es ja scheinbar nicht).
    Einstiegsgeld gibt es aber nur bei ALG2, und auch schon immer als 'Kann'-Leistung. "Zustehen" ist da also nicht.

    Ist es richtig, dass ich diesen KK-Beitrag dennoch in voller Höhe zu tragen habe und zu meinem Einkommen aus selbstständiger Arbeit kein ALG 2 erhalte, wenn ich Einstiegsgeld bekomme?
    Ja. Ob Einstiegsgeld oder Gründungszuschuss: Das muss dann reichen.

    Oder wird das, was ich zum Leben brauche, aufgestockt und ich erhalte ZUSÄTZLICH Einstiegsgeld?
    Nein. Du wirst nicht mehrfach subventioniert.

    In den letzten Monaten konnte ich mich in der nebenberuflichen Selbstständigkeit natürlich aufgrund von Zeitproblemen nicht ausleben, so dass es nur verständlich ist, dass ich in den ersten Monaten meiner hauptberuflichen Selbstständigkeit noch nicht komplett davon leben kann.
    Ja - dafür gibt es ja das Einstiegsgeld bzw. den Gründungszuschuss. Das setzt aber voraus, dass die Selbstständigkeit grds. tragfähig ist.

    Das ergibt sich dann mit Sicherheit mit der Zeit, wenn ich mich voll und ganz meiner Tätigkeit widmen kann. Dennoch würde mir, wenn es so käme, die Krankenkasse das Genick brechen.
    Nein - das Genick brechen würde dir, dass die Einkünfte aus der Selbstständigkeit eben nicht ausreichen, dass die Selbstständigkeit dann eben nicht tragfähig ist. Auch wenn du das vermutlich nicht hören willst.

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  6. #6
    TP-Junior
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    Hallo copy,

    danke für deine Antwort.

    Die KK-Beiträge an sich stören mich ja auch gar nicht, aber die Mindesthöhe. Da werden einem schon ganz schöne Steine in den Weg gelegt.

    Immerhin wäre es schon mal eine Hilfe für mich, wenn ich Einstiegsgeld bekäme. Dann würde am Ende sehr wahrscheinlich auch ein Plus übrigbleiben. Und ich gehe einfach mal fest davon aus, dass ich das Geld bekomme, denn meine Voraussetzungen sind tadellos für eine Selbstständigkeit (um mal etwas Selbstsicherheit walten zu lassen). Die sollen doch dann froh sein, wenn ich versuchen möchte, auf eigenen Beinen zu stehen und die mir kein ALG 2 zahlen müssen.

    Ich werde einfach meinen Mann etwas mehr mit einspannen müssen, da mein Gewerbe u.a. aus Handarbeit besteht und die Vorbereitungen viel Zeit in Anspruch nehmen.

    @doq, mit 14 Stunden täglich könnte ich erstmal leben. Deshalb möchte ich mich ja u.a. selbstständig machen, denn manchmal kann ich nachts einfach viel besser arbeiten und schaffe mehr. Ich würde meine Zeit komplett anders und für mich effektiver einteilen als jetzt.

  7. #7
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    Zitat Zitat von self-employed Beitrag anzeigen
    Die KK-Beiträge an sich stören mich ja auch gar nicht, aber die Mindesthöhe. Da werden einem schon ganz schöne Steine in den Weg gelegt.
    Sieh' es mal anders rum: Warum sollen alle anderen krankenversicherten mehr zahlen, um deinen Traum von der Selbstständigkeit quer zu subventionieren? Eine KV ist nun mal eine Solidargemeinschaft.

    Immerhin wäre es schon mal eine Hilfe für mich, wenn ich Einstiegsgeld bekäme. Dann würde am Ende sehr wahrscheinlich auch ein Plus übrigbleiben. Und ich gehe einfach mal fest davon aus, dass ich das Geld bekomme, denn meine Voraussetzungen sind tadellos für eine Selbstständigkeit (um mal etwas Selbstsicherheit walten zu lassen).
    Nichts gegen deine Selbstsicherheit - aber wenn du dir solche Gedanken um die Höhe der KV-Beiträge machen musst, sind die Voraussetzungen eben leider nicht tadellos. Wie sieht es denn mit der Altersvorsorge aus?

    Die sollen doch dann froh sein, wenn ich versuchen möchte, auf eigenen Beinen zu stehen und die mir kein ALG 2 zahlen müssen.
    Stattdessen sollen "die" dir aber Einstiegsgeld bezahlen und die Leistungen der GKV möchtest du eigentlich auch günstiger haben?

    @doq, mit 14 Stunden täglich könnte ich erstmal leben. Deshalb möchte ich mich ja u.a. selbstständig machen, denn manchmal kann ich nachts einfach viel besser arbeiten und schaffe mehr. Ich würde meine Zeit komplett anders und für mich effektiver einteilen als jetzt.
    Das ist auch so eine Vorstellung, die viele von der Selbstständigkeit haben - wenn du aber 14-16 Stunden am Tag arbeiten musst, ist da mit selbstbestimmt einteilen nicht mehr viel. Alle, die mit Dienstleistung zu tun haben und viele, die mit Waren handeln, arbeiten dann, wenn die Kunden/Auftraggeber das wollen ... Wenn der Kunde deine Ware reklamiert, macht er das nicht nachts, nur weil du da besser arbeiten kannst, sondern tags, wenn er Zeit hat.

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  8. #8
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    Ich habe ja nie gesagt, dass ich nur nachts arbeite

    Nur kann ich meine Pausen zwischendurch so legen, wie ich es möchte. Wann ich die Waren aber herstelle, liegt in meiner Hand und nicht in der des Kunden (ob ich das am Tag oder nachts mache ist demjenigen egal).

    Die Altersvorsorge muss ich bei der ganzen Geschichte dann leider ein paar Jahre nach hinten verschieben, bis mein Mann selbst Geld verdient. Dann müsste ich mir nicht mehr so viele Sorgen um genug Geld zum Essen machen.

    Ich glaube kaum, dass die Sache mit dem Einstiegsgeld an meinem Gedanken zum hohen KK-Beitrag scheitert.

  9. #9
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    Zitat Zitat von self-employed Beitrag anzeigen
    Ich glaube kaum, dass die Sache mit dem Einstiegsgeld an meinem Gedanken zum hohen KK-Beitrag scheitert.
    Nee, natürlich nicht. Aber du wirst so oder so einen Businessplan vorlegen müssen.

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  10. #10
    TP-Junior
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    Ich denke, um die ganzen Unterlagen kümmere ich mich am besten schon Anfang des neuen Jahres. Dann habe ich wenigstens Zeit, den Plan so perfekt wie möglich zu machen.

    Und für den Notfall gibt es zum Glück noch Menschen, die uns bei Engpässen unterstützen würden. Also werden wir wohl doch nicht hungern müssen...

    Schwer wird es trotzdem, bis mein Mann festes Geld verdient. Aber ich denke, das wird es am Ende wert sein. Danach kann ich mir dann wenigstens auf die Schulter klopfen...

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