Ich will mal vorausschicken, dass ich mich mit dem Thema momentan ein wenig näher befasse und im Zuge dessen auch schon Meinungen von Steuerberatern und FA-Mitarbeitern eingeholt habe.
Zitat:
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Zitat von OBI-Wahn
Zu beachten ist aber, dass man für jede organisatorische und rechtliche Frage bezüglich dieser Gesellschaftsform zum auf englisches Recht spezialisierten Gesellschaftsrechtler muss, der sich die Beratung saftig bezahlen läßt.
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Das ist richtig. Ich vermute mal, dass die weitaus meisten an einer Ltd.-Gründung Interessierten die Angebote eines der zahlreichen "Alles-aus-einer-Hand"-Anbieter, die sich auf dem Markt tummeln, zu nutzen gedenken (anstatt die Gründung im Ausland selbst vorzunehmen - das ist wohl eher die Ausnahme, es sei denn, man verfügt gleich über eine eigene Rechtsabteilung, die solche Dinge regelt). Bei diesen (vorgeblichen?) "Rundum-sorglos"-Paketen werden einem die organisatorischen und rechtlichen Fragen ja (entgeltlich, selbstverständlich) üblicherweise weitestgehend abgenommen. Dabei gibt es teilweise, je nach Anbieter, gravierende Preisunterschiede, und nach meinem jetzigen Kenntnisstand ist es auch nicht unüblich, später die Preise für regelmäßig wiederkehrende Leistungen drastisch zu erhöhen, da ist sicher Vorsicht geboten.
Zitat:
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Zitat von OBI-Wahn
Da das Stammkapital einer GmbH auch als Sacheinlage erfolgen kann, ist diese Hürde auch nicht wirklich ein Problem.
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Ohne jetzt noch mal nachgeschlagen zu haben: aber nicht vollständig, richtig?
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Zitat von OBI-Wahn
Außerdem muss man beachten, dass Geschäftspartner die ltd. für weniger seriös halten können als eine GmbH, die einfach akzeptierter ist.
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Das ist, denke ich, eines der wesentlichen Argumente gegen die Ltd. Es mag aber sein, dass sich das mit der (nach meinen Informationen) stark steigenden Zahl von Ltd.-Gründungen abschwächt. Denn bei Licht betrachtet ist die Ltd. ja nicht tatsächlich unseriöser als die GmbH, die m. E. heute auch nicht mehr den besten Ruf genießt, schließlich ist mit GmbH-Konstrukten ja viel Schindluder getrieben worden. Auch bei der Ltd. kann der Interessierte den Background wie bei einer GmbH checken, wenn auch nicht im deutschen HR. Und im Endeffekt tröstet mich z. B. als Gläubiger einer GmbH das Stammkapital im Falle eines Falles auch nur wenig, wenn ich im Insolvenzfall feststelle, dass ich auf der Liste der Gläubiger ganz hinten stehe ...
Klar ist aber: Um den Ruf der Ltds. ist es, jedenfalls momentan, nicht zum Besten bestellt. Es haftet ihnen einfach ein Ruch von Briefkastenfirma-Mauschelei-Bananenrepublik-Unternehmen an. Andererseits muss ich sagen, dass in meinem Bekanntenkreis mittlerweile einige sehr erfolgreiche Ltds. geführt werden, die auch die ganz großen Namen der Deutschland-AG zu ihren Kunden zählen, so dass ich mir da kein Pauschalurteil bzgl. den Reaktionen potenzieller Kunden erlauben möchte.
Nach Auskunft hiesiger FA-Steuerprüfer aber habe man auf Ltds. ein besonders waches Auge, und tendenziell werde eher mehr und kritischer geprüft als bei anderen Rechtsformen. Ob das allerdings regional unterschiedlich ist, vermag ich nicht zu sagen.
Ich werde mal sehen, wie mein Fazit am Ende meines Informationsprozesses zum Thema Limited ausfällt, ggf. packe ich das dann auch mal in eine Art "How to/FAQ"-Thread, denn ich könnte mir denken, dass dieses Thema hier kurz- bis mittelfristig noch stärker nachgefragt werden wird.
