Hallo alle,
mein Zivi geht am 31. diesen Monats zu Ende und ich bin endlich wieder frei.
Auch frei Geld zu verdienen, was ich auch unbedingt machen will (und muss).
Es bietet sich mir die Möglichkeit als Programmierer/WebDesigner zu arbeiten bis zu meinem Studium, müsste dafür aber Rechnungen schreiben können.
Jetzt brauch ich ein bisschen Nachhilfe was die ganzen Kosten/Pflichten angeht, die auf mich zukommen.
Würde ich ein Gewerbe anmelden, würde das wohl ein Kleingewerbe sein, da ich nur ein paar Monate arbeiten werde und dieses Jahr kaum über die 8000€ kommen würde.
So wie ich es verstanden habe, muss ich mich dann auch selber versichern, da ich weit über die 350€/Monat kommen werde, welche die Grenze für die Familienversicherung sind.
In meinem Fall (gesund, nicht-rauchen, männl., 21 Jahre) würde eine private KV wohl am günstisten sein ,oder?
Ich habe etwas rumgegoogelt und schon etwas um die 80€ gefunden, allerdings ist dann eine Seblstbeteiligung dabei, was bedeutet das? Wenn ich zum Arzt gehe weil ich Fieber habe, zahle ich die ersten x € (zB 1000€) Arztkosten immer selbst, nur damit ich etwas verschrieben bekomme? (Das wäre für mich der "Ruin")
Was für Kosten fallen sonst an? Bei so geringem Verdienst (sagen wir 9.000€ dieses Jahr) nur die Krankenversicherung und die Lohnsteuer für alles über dem 8000€-Freibetrag?
Oder bin ich auch noch Rentenversicherungspflichtig? Was würde das kosten? (Da es nur eine Überbrückungszeit bis zum Studium ist, würde ich mir das Geld am liebsten sparen).
Wie sieht es mit der Studentenversicherung aus? Ich werde während des Studiums keine Zeit haben großartig zu arbeiten. Kann ich dann zum Studienbeginn in die Studentenversicherung wechseln, oder habe ich mir das dann verbaut und muss privat versichert bleiben?
Ich hoffe ihr habt Infos und Tipps für mich,
danke im Vorraus,
devm
Im allgemeinen gibt es Infos, aber ich komme bei dieser Überbrückungssache nicht weiter, ich fasse mal meinen Kenntnissstand zusammen:
- Ich melde ein Kleingewerbe an, weil ich weniger als 17.500€ steuerpflichtige Einnahmen haben werde
- Ich stelle Rechnungen ohne UmsatzSt, weil ich davon befreit bin als Kleinunternehmer
- Ich mache nur eine EÜR am Ende des Jahres
- Ich muss mich nicht Krankenversicherun, kann mich aber sowohl privat als auch freiwillig gesetzlich versichern.
- Ich bin nicht Rentenversicherungspflichtig, wenn ich nicht nur für einen Auftraggeber arbeite
- Ich zahle nur Lohnsteuer für den Gewinn, als wäre es mein Brutto-Gehalt.
Ist das so weit richtig, was habe ich an wichtigen Dingen übersehen?
Und wie ist es mit der Krankenkasse, denn da habe ich zu meinem speziellen Fall nichts gefunden.
Werde ich als Student weiterarbeiten wollen und über 350€/Monat verdienen, werde ich mich als Student versichern für einen Pauschalbetrag (~60€) und dürfte nicht mehr als 20h/Woche arbeiten.
In der Zwischenzeit kann ich mich privat Versicheren für einen auszuhandelnden Betrag ODER ich versichere mich freiwillig und zahle 14,9% (den ganz normalen Satz) von meinem Einkommen, was in diesem Fall mein Gewinn wäre.
Wie berechnet sich das, muss ich jeden Monat einen Gewinn-Nachweis erbringen?
Was hat es mit diesen Ermessensgrenzen auf sich? Ich Zahle also mindestens 14,9% von 1.863,75€, aber höchstens 14,9% von 3.600€.
Das wären dann ja mindestens 277€/Monat, was sich kaum lohnen würde, also würde ich am liebsten zur privaten.
Wie sieht es mit dem Wechsel zur staatlichen Studentenversicherung (denn nur die kann ich mir als Student leisten) oder sogar zur Familienversicherung?
Kann ich so eine Versicherung, besonders wenn es eine private ist, einfach nach ein paar Monaten wechseln, weil ich begonnen habe zu studieren?
Wie Du siehst habe ich mir die FAQs genau angeschaut und auch viel gegoogelt, komme an der Stelle aber nicht weiter.
Ich habe in meinem Leben bis jetzt noch nie eine Versicherung abschließen müssen, komme gerade frisch von der Schule/Zivildienst und das ganz wächst mir etwas über den Kopf.
Deshalb bitte ich um Nachsicht wegen sämtlicher Dummheiten die zu finden sind.
mfg,
lg
mdev
Es gibt auch spezielle Infos, man muss sie halt selbst suchen. Dein Fall hat überhaupt nichts besonderes. Das sind alles Basics.
Du kannst kein Kleingewerbe anmelden. Die Kleinunternehmereigenschaft ist ausschließlich umsatzsteuerlich relevant. Das wird hier etwa alle zwei Tage beantwortet. Irgendwann vergeht einem die Lust, weisst du?- Ich melde ein Kleingewerbe an, weil ich weniger als 17.500€ steuerpflichtige Einnahmen haben werde
Nein, du bist nicht "befreit". Du zahlst sie wie jeder andere auch. Lies bitte erneut (?) die KU-FAQ.- Ich stelle Rechnungen ohne UmsatzSt, weil ich davon befreit bin als Kleinunternehmer
Nein, du machst eine komplette Steuererklärung, die EÜR ist nur ein Teil davon.- Ich mache nur eine EÜR am Ende des Jahres
Doch, musst du.- Ich muss mich nicht Krankenversicherun, kann mich aber sowohl privat als auch freiwillig gesetzlich versichern.
Hurrah, endlich mal eine korrekte Aussage!- Ich bin nicht Rentenversicherungspflichtig, wenn ich nicht nur für einen Auftraggeber arbeite
Nein, du zahlst überhaupt keine Lohnsteuer, weil du keinen Lohn bekommst. Du zahlst auf dein gesamtes Einkommen oberhalb des Grundfreibetrags Einkommensteuer.- Ich zahle nur Lohnsteuer für den Gewinn, als wäre es mein Brutto-Gehalt.
Merkst selbst, oder? Da stimmt bisher fast gar nichts.Ist das so weit richtig, was habe ich an wichtigen Dingen übersehen?
Dann hast du nicht gesucht. Dein Fall ist nicht speziell.Und wie ist es mit der Krankenkasse, denn da habe ich zu meinem speziellen Fall nichts gefunden.
365,- Euro. Auch ein Dauerbrenner in diesem Forum.Werde ich als Student weiterarbeiten wollen und über 350€/Monat verdienen,
Hurrah, das zweite 'Ja'.werde ich mich als Student versichern für einen Pauschalbetrag (~60€) und dürfte nicht mehr als 20h/Woche arbeiten.
Du musst erst schätzen und dann per Steuerbescheid den Nachweis erbringen. Ggf. sind dann satte Nachzahlungen fällig, wenn du zu niedrig geschätzt hast.In der Zwischenzeit kann ich mich privat Versicheren für einen auszuhandelnden Betrag ODER ich versichere mich freiwillig und zahle 14,9% (den ganz normalen Satz) von meinem Einkommen, was in diesem Fall mein Gewinn wäre.
Wie berechnet sich das, muss ich jeden Monat einen Gewinn-Nachweis erbringen?
Was soll das sein? Du meinst _Bemessungs_grenzen; sorry aber an genau solchen Stellen merkt man, wie schludrig Ihr euch informiert ...Was hat es mit diesen Ermessensgrenzen auf sich?
Ja, genau das hat es damit auf sich.Ich Zahle also mindestens 14,9% von 1.863,75€, aber höchstens 14,9% von 3.600€.
Es gibt keine "staatliche Studentenversicherung". Und wie's aussieht? Gelb. Oder grün. Je nachdem.Das wären dann ja mindestens 277€/Monat, was sich kaum lohnen würde, also würde ich am liebsten zur privaten.
Wie sieht es mit dem Wechsel zur staatlichen Studentenversicherung (denn nur die kann ich mir als Student leisten) oder sogar zur Familienversicherung?
Im Prinzip ja, weil du als Student versicherungspflichtig in der GKV wirst. Aber natürlich wirst du eventuelle Mindestvertragslaufzeiten und Kündigungsfristen bei der PKV beachten müssen.Kann ich so eine Versicherung, besonders wenn es eine private ist, einfach nach ein paar Monaten wechseln, weil ich begonnen habe zu studieren?
Angucken reicht nicht. Du musst sie verstehend lesen. Wenn dir das schon über den Kopf wächst, such' dir einen Aushilfsjob bis zum Studium und vergiss' das Thema Selbstständigkeit.Wie Du siehst habe ich mir die FAQs genau angeschaut
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