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Big Brother Award: Weitere »Gewinner«
Über die eigentlichen Awards hinaus gab es bei der diesjährigen Verleihung des Big Brother Awards 2002, dem Charakter der Veranstaltung entsprechend, nicht »lobende«, sondern »tadelnde« Erwähnungen.
Mißbilligt wurde unter anderem das Verhalten der K&M Elektronik AG, des Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V., der Firma Bosch, sowie der Frankfurter und Hamburger Sparkasse.
Bereits vor der Präsentation rückten weitere »Preisträger« ins Licht der Öffentlichtkeit. Dazu zählten etwa die Aktion »Bimmelbingo« der Brainpool AG bei Stefan Raabs »TV Total« oder die Aktionen des Düsseldorfer Regierungspräsidenten Büssow im Zusammenhang mit der Sperrung von Internetseiten.
Ein besonders krasses Beispiel aus der Reihe der Getadelten zeigte das ARD-Politmagazin »Report« in der gestrigen Ausgabe: Die Deutsche Telekom (DTAG) hatte die Geheimnummer eines Tübinger Frauenhauses in Telefonbuch und Telefon-CDs aufgenommen, was nach Angaben der Betroffenen lebensgefährdende Konsequenzen für sie hat.
Zusammen mit ihrem Tochterunternehmen T-Online und der Karstadt-Quelle AG wurde die Telekom noch für ihr »Happy-Digits«-System gerügt. Der Verleiher der »Big Brother Awards«, der Bielefelder FoeBuD e.V., errechnete, dass ein Kunde bei ca. monatlich 50 Euro Telefonumsatz, erst nach 70 Jahren den DVD-Player und nach »131 Jahren eifrigem Telefonieren«, das »dann sicherlich sehr notwendige Wellness-Wochenende« bekäme.
Sehen Sie hierzu unsere Berichterstattung zur Preisverleihung selbst.
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