AMD wird im September einen neuen Athlon-Prozessor auf den Markt bringen. Dabei handelt es sich um den Athlon 4 mit 1,5 Gigahertz, der erstmals für Desktop-PCs auf dem Palomino-Kern basieren wird. Der neue Prozessor wird somit der schnellste verfügbare AMD-Prozessor sein. Bisher gab es den Palomino lediglich in einer Version für mulitprozessorfähige Server (Athlon 4 MP) und als Notebook-CPU (Athlon 4 Mobile).
Die auf dem Palomino-Kern basierenden Athlon-4-Prozessoren werden im Vergleich zu den Thunderbird-Athlons weniger Strom verbrauchen, wodurch im Betrieb auch weniger Hitze entsteht. Damit konnte die Leistungsaufnahme der Palomino-CPU um rund 20 Prozent reduziert und dementsprechend die Hitzeentwicklung verringert werden.
Aber auch sonst hat die Palomino-CPU einige Trümpfe in der Hand. So wird beispielsweise der Intel-Befehlssatz SSE unterstützt. Auf der folgenden Seite finden Sie die Vorteile der Palomino-CPU.
Palomino unterstützt SSE-Befehlssatz
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Erstmals unterstützen AMD-CPUs auch den Intel-Befehlssatz SSE. Software, die für diesen Befehlssatz optimiert ist, läuft damit auch auf der Palomino-CPU um ein vielfaches schneller. Mit Hilfe von "Data Prefetching" lädt der Prozessor ständig die Daten in den Cache, die im Augenblick nicht benötigt werden. Werden diese Daten jedoch zu einem späteren Zeitpunkt wieder benötigt, stehen sie somit viel schneller zur Verfügung. Diese Methode ist unter anderem für die Leitsungsverbesserung gegenüber denThunderbird-Prozessoren verantwortlich.
Aufgrund dieser Features ist sich AMD sicher, im Vergleich zu Intel die schnelleren Prozessoren auf dem Markt zu bringen. Intel liegt zwar - betrachtet man die reine Taktfrequenz - mit einigem Vorsprung vor AMD, doch einem Bericht des amerikanischen Nachrichtendienstes Cnet zufolge will AMD künftig massiv die Performance-Vorteile der Athlon-4-Prozessoren bewerben.
Mit anderen Worten: Das Motto lautet nicht mehr "Je mehr Gigahertz desto besser", sondern "Die tatsächliche Geschwindigkeit zählt".
"Ich erwarte, dass AMDs Marketing dazu übergeht, den architektonischen Wert des Prozessor-Kerns und die Tatsache, dass bei einer gleichen Taktrate mehr Performance erreicht wird hervorzuheben", so der Analyst Dean McCarron gegenüber Cnet. Das sei eine große Herausforderung und nicht leicht zu bewältigen, so McCarron weiter.
Weniger GHz und dennoch mehr Leistung?
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Fazit:
Jahrelang haben uns die Chiphersteller weis machen wollen, dass eine höhere Taktrate mehr Performance bedeutet. Das Ende der Fahnenstange scheint erreicht zu sein und AMD ist mutig genug, anderen Wege zu gehen.
Im September wird nicht nur der Palomino mit 1,5 Gigahertz für Desktop-PCs erscheinen. Auch Intel will den Pentium 4 mit zwei Gigahertz auf den Markt bringen. Damit hätte Intel (auf dem Papier) einen Vorsprung von 0,5 Gigahertz.
In der Vergangenheit hatte sich jedoch im PC-WELT-Test gezeig, dass der Intel Pentium 4 mit 1,8 Gigahertz langsamer war als der Athlon 4 mit 1,4 Gigahertz. Blüht dem Pentium 4 mit zwei Gigahertz ein ähnliches Schicksal?
Diese Frage werden die Benchmark-Tests der PC-WELT klären, sobald beide Prozessoren verfügbar sind.
Quelle:
PC-WELT