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Von bösen Chats, Konkurrenten, uvm.
Die Microsoft-Tochter MSN will all seine Chaträume schließen - der Grund dafür: Chat-Räume sind Tummelplätze für Pädophile und steigern das Spam-Aufkommen. Doch kaum hatte sich MSN mit dieser Meldung als Moralapostel in den Vordergrund der Berichterstattung gedrängt, wurden schon andere Töne laut: Ben Regensburger, Chef von Lycos Deutschland, mutmaßte öffentlich, dass die moralischen Gründe nur vorgeschoben seien, da das Chat-Geschäft für Microsoft unrentabel geworden sei. Schließlich könne man wie bei Lycos auch, so Regensburger weiter, die Chats mit Filtersystemen und Moderatoren ausstatten. Microsoft dementierte dies gegenüber dem SPIEGEL und behauptete, dass Geld das kleinste der Motive war.
Aber auch andere Kritiker meldeten sich zu Wort: Mit diesem Schritt rücke man Chaträume in ein falsches Licht. Auch die MSN-Chat-Fans zeigen sich gefrustet - dort waren die Chats sehr beliebt.
Und während über die wahren Motive der Schließung noch diskutiert wurde, gab Lycos heute in einer Pressemeldung bekannt, dass die Marktführerschaft von Lycos Europe im Chat-Bereich auf europaweit vier Millionen registrierte Nutzer ausgebaut wurde...
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