Wie die Süddeutsche Zeitung am heutigen Donnerstag berichtet, ist T-Online an einer Übernahme des Konkurrenzunternehmens AOL interessiert. Die Verhandlungen zwischen den beiden Unternehmen soll dabei ausgerechnet Thomas Middelhoff, ehemaliger Chef des Gütersloher Konzerns Bertelsmann, welcher seit 2000 nicht mehr mit AOL zusammenarbeitet.
<table border="0" cellpadding="1" cellspacing="1" class="bildtabelle1" align="right" width="195"><tr><td class="bildtabelle2">

</td></tr><tr><td class="bildtabelle3">Flirt zwischen T-Online und AOL: Mit AOL wird alles besser?</td></tr></table>Wie aus T-Online-Kreisen bekannt wurde, soll T-Online rund 70% der Aktien von AOL übernehmen, die restlichen 30% bleiben in der Hand des momentanen Inhabers Time Warner. Die Kosten für die Übernahme sollen bei mehr als einer Milliarde Dollar liegen. Als Time Warner AOL übernahm, wurden immerhin noch satte 112 Milliarden Dollar gezahlt.
Finanzexperten vermuteten schon seit längerem, dass man bei Time-Warner die Internet-Tochter verkaufen wolle. Einer der Gründe dafür, sind sicherlich die sinkenden Kundenzahlen bei AOL.
Zu einer offiziellen Stellungnahme war man bisweilen auf beiden Seiten nicht bereit.
T-Online und AOL gehörten auf deutschem Boden zu den ärgsten Konkurrenten im Bereich Internet-Service-Providing (ISP). Annäherungsversuche der beiden Unternehmen kennt man aus der Vergangenheit viel mehr im Stil von Gerichtsprozesse und Kampfpreisen.
Update
Inzwischen hat ein T-Online-Sprecher die Gerüchte gegenüber dem Nachrichtensender n-tv dementiert. Man rechne allerdings mit weiteren Spekulationen, da man zur Zeit vier Milliarden Euro "auf der hohen Kante" habe, welche zum Teil für Einkäufe vorgesehen sind.
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