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.org: Nehmen und Geben
Seit 1999 war das US-Unternehmen, VeriSign Incorporated, die zentrale Vergabestelle für .com, .net und .org und damit beteiligt an den Gewinnen eines Großteils der Registrierung einer Domain von drei der bedeutensten TopLevelDomains (TLDs) überhaupt.
Diese Monopolstellung neigt sich nun einem Ende zu. Nach Angaben des Internet-Nachrichtenmagazins Heise wird es bis zum 18. Juni 2002 ein Auswahlverfahren für potentielle Bewerber kommen. Die Interessenten dürften zahlreich sein, gilt doch .org als sichere Quelle für ein langfristiges Füllhorn an Geldsegen.
An Geldsegen darf jetzt auch die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) denken, denn sie verlangt 35.000 US-Dollar für die Abgabe einer Bewerbung - natürlich ohne irgendeine Garantie dann auch den Zuschlag zu erhalten. Dieser Zuschlag dürfte sich nämlich nicht in 5-stelliger Dollarhöhe abspielen, sondern wohl eher in Millionenhöhe.
Wer das Bewerbungsverfahren gewinnt, dürfte schnell zu einem der Platzhirsche im Domaingeschäfte werden, so dass nicht unbedingt die Vergabe entscheidend ist, sondern die damit verbundene Medienpräsenz und Mitentscheidungsmöglichkeit.
Bei solchen Entscheidungen stellt sich dann der unbeteiligte Beobachter immer die Frage nach der zukünftigen Rolle der ICANN. Schließlich gilt es diese Summen auch wieder auszugeben und "irgendwer" profitiert davon.
Wie transparent sind aber die Aktivitäten einer Organisation, deren Status zwischen Nicht-Regierungsorganisation, Internetregierung, Abteilung des US-Handelsministeriums und mal Interessenvertretung der Internetwirtschaft variiert?
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