Ist das als alleinstehender Hinweis gedacht, oder darf hier auch diskutiert werden?
Hallo liebe Lab-Freunde,
Immer wieder tauchen Fragen bezüglich der "Wertschätzung" einer erstellten Webseite auf - "Wieviel kann ich dafür verlangen?" oder "Was für einen Preis würdet Ihr dafür veranschlagen?".
Zum Einen haben wir Verständnis dafür, dass dieses Thema für Anfänger schwierig ist und Ihr Euch von der Erfahrung der Anderen erhofft, den Markt besser kennenzulernen und angemessene Preise zu verlangen.
Andererseits ist es jedoch für Aussenstehende kaum möglich, hierauf sinnvolle Antworten zu geben, da sehr viele unterschiedliche Faktoren den Preis einer Webseite bestimmen. Da ist der Status des Erstellers (hauptberuflicher Webdesigner, nebenberuflich, Hobby, Student, Schüler), seine Erfahrungen und Referenzen. Auf der anderen Seite der Status des Kunden (Großunternehmen, Mittelstand, Kleinbetrieb, Freiberufler, Verein, etc.) und die Anforderungen, die an die Seite geknüpft wurden. Hinzu kommen technische Faktoren, ob zum Beispiel Fotos und Texte digital vorlagen, oder ob die Seite auf einem CMS basiert, und und und...
All diese Faktoren müsst Ihr im Vorfeld mit Eurem Kunden klären. Daraus ergibt sich ein Arbeitsaufwand, den Ihr zu schätzen habt (und es ist ganz natürlich, dass Ihr da anfangs auch mal daneben liegt, sowas passiert auch Profis!). Diesen Arbeitsaufwand in Stunden multipliziert Ihr mit Eurem Stundensatz, den Ihr Euch ebenfalls wohlüberlegt ausrechnen solltet. Am besten legt Ihr den daraus resultierenden Gesamtpreis vorher vertraglich fest inkl. Pflichtenheft.
Des Weiteren könnt Ihr zur Orientierung die Preisliste bei Kostenweb zu Rate ziehen oder die Richtlinien des AGD, die zwar kostenpflichtig sind, jedoch eine seriöse Quelle darstellen (auch zur Argumentation gegenüber geizigen Kunden ).
Daher unsere Bitte an Euch: Bitte seht von Fragestellungen wie den oben beschriebenen ab. Preiskalkulationen sind letztendlich immer eine individuelle Sache, die Ihr nur für Euch selbst entscheiden könnt.
Gruß, die Traumlab-Mods
//ergänzendes Update (05.10.10): der Webkalkulator bietet ebenfalls eine interessante Markt-Übersicht
Geändert von AnnaStesia (05.10.2010 um 11:41 Uhr)
Ich weiss es doch auch nicht.
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Ist das als alleinstehender Hinweis gedacht, oder darf hier auch diskutiert werden?
Boaaa – ich halte die Preisangaben und die diesbezüglich getätigten Aussagen von kostenweb.de für etwas sehr gewagt. Also zu behaupten das eine Internetseite die weniger als 1000 Euro kostet „auf gut deutsch gesagt scheiße ist“ finde ich doch schon sehr unrealistisch.
Auch bin ich echt geschockt über das 2000 Euro Fallbeispiel – sorry – aber für so wenig muss man so viel bezahlen. Haben die was an der Erbse.
Jaja – jetzt kommt wieder einer und sagt „weniger ist oft mehr“ – aber bei der Page sehe ich das nicht so - Also ich würde mir mit dem Preis/ Leistungsverhältnis echt verarscht vorkommen.
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@AnnaStesia
Was meinst du eigentlich dazu ??? Du machst je selbst professionelles Web Design – und auf deiner Page hast du auch Preise mit drauf. Und ne Page zwischen 5-10 Seiten geht bei dir bei 500€ los. Also deutlich darunter – sind deswegen deine Pages „unseriös“ oder „schlecht“ ??? - NEIN !!!!
Geändert von S.O.D (24.02.2004 um 09:30 Uhr)
Hm, also wenn Ihr da Diskussionsbedarf habt, könnt Ihr Euch ruhig dazu auslassen (sorry seb, hab Deinen Beitrag schlicht übersehen), ich denke das ist schon ok.
Da Du mich so direkt fragst, S.O.D. möchte ich Dir meine Einstellung dazu nicht vorenthalten:
Im Jahr 1997/1998 hab ich als Studi-Nebenjob für Banken Word-Docs in HTML Seiten umgewandelt, Aufwand pro Seite 10 Min., Bezahlung 100 DM. Das waren geniale Zeiten![]()
Die Zeiten haben sich aber geändert... Ich glaube nicht, dass man eine pauschale Aussage darüber treffen kann, "wieviel webdesign kosten darf". da kann zwischen 20 und 150 euro alles drin sein. Wenn ein Schüler ein bisschen mit Dreamweaver rumfrickelt, sind 20 euro für ihn ein schöner und ausreichender Verdienst. Wenn einer 'ne Webapplikation in Python programmiert, die Daten von Postgres nach MSSQL migriert, kann er vielleicht eine null ans Schülergehalt dranhängen (übertrieben gesagt).
Der Grund, warum ich meine Dienste augenscheinlich so billig anbiete ist, dass ich bei dem Beispiel für 500 Euro von einer kleinen,statischen Popelseite ausgehe. Das "Design" ist in 3 Stunden hingeklopft, Umsetzung 5 Stunden, dazu 2 Stunden Papierkram, das passt dann schon. Sonderlich anspruchsvoll ist das dann nicht, aber manchen Kunden reicht's. Für statische Seiten kann man einfach nicht mehr viel verlangen, der Zug ist schon lange abgefahren. CMS-Umsetzungen oder Programmierarbeiten sind da was Anderes...
Wer spezielle, wirklich gute Skills auf einem Gebiet hat (also nicht der HTML-Guru oder der Mega-Photoshop-Gfx'ler, sondern wirklich Skills, die's nicht an jeder Ecke gibt) kann für entsprechende Tätigkeiten natürlich auch ordentlich hinlangen. Top-Designer natürlich ebenso. Und ganz wichtig: Man muss das was man tut auch entsprechend verkaufen können. Deswegen bin ich zb. so billig, weil ich mich einfach nicht verkaufen kann - und weil ich ja nur nebenberufl. selbständig bin (mit allen Nachteilen für den Kunden! und das schlägt ich eben im Preis nieder), im Hauptjob koste ich das Doppelte![]()
Die Beispiele von Kostenweb würde ich für mich persönlich auch als übertrieben empfinden, aber das muss jeder für sich selbst entscheiden. Als Argumentationsgrundlage sind die Beispiele aber gut, finde ich.
Mich würd's ja durchaus mal interessieren, wie die Billigheimer so auf ihre Preise kommen...
Ich weiss es doch auch nicht.
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Ach das glaube ich nicht ...Original geschrieben von AnnaStesia
Und ganz wichtig: Man muss das was man tut auch entsprechend verkaufen können. Deswegen bin ich zb. so billig, weil ich mich einfach nicht verkaufen kann
Du machst das sicherlich gut![]()
Traum-Projekt.com weiterhin der "Klick zum Know-how"
Dann bin ich ja froh, dass nun der erste Teil geschafft ist vom TP Relaunch.
Hallo,
ich halte die Preise von kostenweb.de durchaus für realististisch und vertretbar - wenn man hier von professionellen Anbietern redet. Gerade das 2000 Euro-Beispiel: wenn man die Stunden, die man für eine kleine Website aufwendet zusammenrechnet, wird man sich schon sehr schwer tun, um wesentlich weniger Geld kostendeckend anbieten zu können. Vor allem, wenn (wie hier) nicht nur ein Freiberufler an der Site gearbeitet hat, wird das tatsächlich schwierig. Ich verweise hier auf den aktuellen Thread von Dannys:
http://www.traum-projekt.com/forum/s...threadid=41839
Es ist natürlich etwas anderes, wenn man sich als Schüler mit Mamas oder Papas PC und einem Berg von Raubkopien das Taschengeld aufbessern will, als wenn man alle Kosten für so ein - wenn auch kleines - Gewerbe von den Einnahmen tragen muss und auch davon leben können muss.
Fakt ist auch - man hat nicht immer bezahlte Arbeitsstunden und die "Leerlaufzeiten" müssen neben den Zeiten, die man ohnehin schon unbezahlt für Buchhaltung, Werbung etc. aufwänden muss, ebenfalls in Summe über die Auftragspreise gedeckt werden. Aber das ist ja schon zur Genüge auch auf kostenweb.de oder in dem Thread von Dannys nachzulesen.
Wie AnnaStesia schon schreibt, sind die Zeiten allerdings nicht rosig und ein Überangebot an Webdesignern und solchen, die es gerne wären führt dazu, dass der Preis gedrückt wird und der Kunde kaum seriöse von unseriösen Anbietern unterscheiden kann. Deshalb ist es auch jetzt schon so, dass bei sehr kleinen Sites ohne besondere Anforderungen für den gewerblich anbietenden Webdesigner in den seltensten Fällen etwas zu verdienen ist. Ausweg ist, nach größeren Projekten Ausschau zu halten, die ein Hobbybastler aus fachlichen Gründen gar nicht umsetzen kann. Entweder durch das Anbieten von Komplettlösungen die Fotografie/Texten/Design/Grafik/Programmierung/CMS/Printmedien beinhalten, oder durch, wie AnnaStesia schon schreibt, spezielle Skills. Komplettlösungen wie Print + Web lassen sich alleine allerdings nicht in ausreichender Qualität anbieten, daher sind Kooperationen gefragt und die interne Kommunikation und Auftragshaftung für zugelieferte Dinge kostet wieder Geld, auch wenn man kein gemeinsames Büro benutzt.
Also ich wette, dass fast alle dieser "boaaaa, sind die teuer"-Kommentare von Jugendlichen, die verständlicherweise diesbezüglich noch zu wenig Weitblick haben, oder von Leuten kommen, die sich mit betriebswirtschaftlichen Dingen noch nie auseinandergesetzt haben.
Gruß, Jürgen
Ich kann euch nur zustimmen, dass es wirklich nicht leicht ist, diese ganze Sache extrem günstig anzubieten.
Ich bin selber Schüler, und treffe somit auf viele Leute, die mich nicht wirklich ernst nehmen. Das merkt man dann besonders bei Preisverhandlungen.
Ich bekomme durschnittlich 30,- EUR (netto) pro Stunde.
Als Nebentätigkeit paralell zur Schule ist das eigentlich ein super Stundenlohn!
Aber....
Photoshop, Studio MX, MS Offiice, WinXP etc. kostet einen haufen Geld!
Als ich mit meinem Steuerberater meine Steuererklärung für 2003 vorbereitete, konnte ich anhand der Zahlen erkennen, dass ich pro verkaufte Stunde Arbeit lediglich ca. 12,- EUR verdient hatte.
Der echte Stundenlohn ist dann noch ein Stückchen niedriger, weil ich besonders in der Anfangsphase viel Zeit in die Kundenaquise und Buchhaltung stecken musste.
Ich denke nicht, dass mein Job momentan viel mehr als eine Stelle als Kassierer im lokalen Supermarkt bringt.
Dafür habe ich Spaß daran, mein Hobby als Verdienstmöglichkeit zu nutzen. Außerdem sehe ich erfreulicher Weise, die Tendenz, dass ich immer weniger Zeit für die "unbezahlten" Sachen benutze. Zusätzlich habe ich bemerkt, dass ich seitdem ich eine Brille tragen muss, mit deutlich mehr respekt empfangen werde.
Mit Brille sieht man ascheinend Seriöser aus... (Glück im Unglück?!)
Also an alle die meinen mit Dumping-Preisen gehts:
Stimmt nicht - ausser man hat die nötige Masse an Aufträgen.
Allerdings brauch man auch kein Wucher-Gehalt um zu überleben.
Ich schaffs mit 30,- EUR/Std. Kann also sehr gut verstehen, dass Hauptberufler das X-Fache brauchen um zu überleben (Oder wollt ihr etwa kein Haus, keine Wohnung, Bus fahren und von Internet-Cafes aus eure Geschäfte betreiben?)
Geändert von preyz (03.03.2004 um 15:41 Uhr)
Wenns grad so drum geht, wie teuer Webseiten sein dürfen:
Bei Kostenweb wird gesagt, die Seite http://www.esim.net/kostenweb2/pr07.htm sei 3000 Euro wert. Alles in Flash.... Dem kann ich nur zustimmen. Dies ist ziemlich günstig...
Und noch eine Frage: Als es darum ging, das Bestellformular (inkl. kl. Datenbankanwendung) für meine Seite zu programmieren, holte ich bei verschiedenen Firmen offerten ein. Der Preis lag zwischen 200 Euro und 1000 Euro! Es gibt also auch krasse Unterschiede zwischen "richtigen" Firmen. Es sind nicht immer nur die bösen Schüler, die Webdesigner Konkurrenz machen.
Was meint denn ihr was meine Bestellseite für einen wert hätte? Link
Gruss Belimo
wenig ... 50 - max. 100 €Original geschrieben von Belimo
Was meint denn ihr was meine Bestellseite für einen wert hätte? Link
das Formular hätte man mit etwas css richtig schön machen können, so ist es 05/15
Seitentitel fehlt übrigens auch![]()
"wenig ... 50 - max. 100 €
das Formular hätte man mit etwas css richtig schön machen können, so ist es 05/15
Seitentitel fehlt übrigens auch"
Muss da vielleicht noch was anfügen. Der Link oben gehört eben in eine Frameseite. Klickt euch doch mal durch http://www.hotelgutschein.ch ==> Bestellung.... Dann wird auch der Seitentitel angezeigt.
Was die Gestaltung betrifft, werde ich das vielleicht selber noch machen.
Aber was mich intressieren würde: Ich holte nur für das Formular (also ohne Design, Titel, CSS) eine Offerte ein: Preis von 200 bis 1000! Euro...
Was denkt ihr wäre ein gerechtfertigter Preis für eine günstige Argentur...? Kein Hobbyprogrammierer, sondern Firma mit Büro, Support usw.... ???
Danke und Gruss
Stefan Benz
Das Design ist eher Nebensache bei der Kalkulation. Vielmehr müsste man wissen, was deine "Datenbankanwendung" können muss bzw. kann. So kann eine Formularanbindung sehr wohl auch 1000 Euro (und evtl. noch viel mehr) verschlingen, wenn z. B. in eine bestehende Datenbank eingegriffen wird, Formular- und/oder Berechnungsdaten für die Kostenberechnung aus einem Fremdsystem geladen werden müssen o. Ä.Original geschrieben von Belimo
... das Bestellformular (inkl. kl. Datenbankanwendung) für meine Seite zu programmieren, holte ich bei verschiedenen Firmen offerten ein. Der Preis lag zwischen 200 Euro und 1000 Euro!...
Eine Preisangabe wäre demnach ohne vollständige Information unseriös.
Gruß, Jürgen
Es ist halt einfach ein Berechnungs-Formular. Je nachdem was der Kunde anklickt und je nach Lieferland, wird ein anderer Gesamtpreis und auch andere Zahlungsarten angeboten.
Zudem kann ich mit PHP meine Rabattcodes und den dazugehörigen Prozentsatz bestimmen. Diese Codes werden nicht auf "verbraucht" gestellt. Das heisst, man kann sie immer wieder benutzen, solange ich es in der Datenbank so will.
Das ist eigentlich alles.
Danke für eure Einschätzungen.
Gruss Stefan
Ich kenne eine Kanzlei, die hat einen auftrag über 120 000 Euro vergeben. Seit 2 Jahren läuft die Sache schon 80 000 EUR sind verbraucht und es ist immer noch nichts online. ;-)
Jaja...
Google PageRank Calculator: http://sina.eetezadi.de/inhalt/compu...ank_calculator
Anti-Spam Artikel: http://sina.eetezadi.de/inhalt/compu...pam-vermeidung
Meta-Tags nach Dublin-Core http://sina.eetezadi.de/inhalt/compu...-tag_generator
Und was sagt uns das? Gar nichts, würde ich meinen. Die 120.000 Euro können Wucher sein oder auch viel zu billig. Kommt eben immer auf die Projektanforderung anZitat von Sina Eetezadi
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Ja, das sagt wirklich nichts, da man nicht weiss, worum es sich in diesem Auftrag handelt...
Etwas anderes: Vor kurzem sah ich eine Werbung: Proffesionelle Internetseite für 990 CHF (inkl. 20 Seiten und 30 Bilder)... Nicht mehr nicht weniger... Was würde diese Firma wohl sagen, wenn ich nun käme, und mein Wunsch wäre, für alle 20 Seiten ein total unterschiedliches design?![]()
Gruss Belimo
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