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Alt 11.11.2006, 18:12   #1
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vasal ist auf einem guten Weg

Wie geht man mit Kunden um


An alle Profi Webdesigner/Publisher u.ä.

Wie geht Ihr mit Kunden um:
Die nerven ständig mit ihren komischen Vorstellungen. Vor allem wenn man es nicht schafft sie zu überzeugen, daß Webdesign sich mit den Vorlagen ihres "Hausgrafikers" nicht vertragen. Und der Grafiker (50 Jahre alter Mann) meint, so ein Webdesigner hätte keine Ahnung. Lädt man die Seite des Grafikatteliers dann kommen da html mässig, runterskalierte Grafiken von 2-3 Mbyte größe.

Ich meine, die Sicherheit, daß die gewünschte Schrifftart auch auf alle den verschiedenen Betriebssystemen vorhanden sind und auch genau gleich dargestellt werden ist ein Trugschluss. Eine Annäherung daß alles etwa gleich aussieht, ist erreichbar. Doch diese strikte vom Grafiker vorgegebene Formatierung ist nicht möglich. Kriegt man es auf Windows und Mac in den verschiedenen Browsern einigermassen hin, so siehts unter Linux wieder ganz anders aus. man kann hunderte von Stunden damit verschwenden die Formatierung überall gleich hinkriegen zu wollen. Es wird nie absolut überall stimmen. Und der Kunde wird einem diese investierte Zeit kaum bezahlen wollen. Dann diese großen Grafiken welche der Grafiker auch in Prospektgrösse auf der Homepage haben möchte.
Das ganze sollte dann noch CMS haben. Bzw. der Kunde kann die ganze Arbeit dann vernichten!
Hat man alles fertig, kommen plötzlich neue Ideen vom Kunden. Man könnte noch dies und das einbauen. Ein Kollege hat sowas, das möchte ich auch....usw...!
Nur möchte er keinen Aufpreis dafür bezahlen.
Die wollen sowieso wenn möglich nichts für die Webseite bezahlen.
Aber dann für 20'000 Euros vom Grafiker eine Broschüre drucken laßen. Für sowas haben sie dann Geld.
Solche Kundschaft hat man dauernd.
Dazu kommt noch, das sich schon beinahe jeder als Webdesigner/Publisher ausgibt. Bieten Homepages für 100 Euros an.
Vom Kunden wird man dann mit solchen Discount-Preisen konfrontiert.

Am liebsten würde ich den ganzen "Homepage-Bettel" sein laßen, und mich in einem anderen Bereich spezialisieren.
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Alt 11.11.2006, 19:23   #2
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Mich@el lebt für das TP und seine UserMich@el lebt für das TP und seine UserMich@el lebt für das TP und seine UserMich@el lebt für das TP und seine UserMich@el lebt für das TP und seine UserMich@el lebt für das TP und seine UserMich@el lebt für das TP und seine User
Ich kann Deine Gekanken sehr gut nachvollziehen. Im Grunde genommen ist es aber der Auftraggeber, Dein Brötchengeber. Und wenn er sich das so und so vorstellt, wie die Seite aussehen könnte ... dann kannst Du ihm als erfahrenen Webdesigner noch ein paar wichtige Tipps geben. Aber ob er die dann auch verstehen möchte, ist natürlich fraglich. Also wenn Du den Auftrag behalten möchtest, dann mache das was Dir möglich ist. Mache das was der Auftraggeber möchte. Auch wenn die Seite danach 2 Minuten braucht, bis sie auf dem Monitor erscheint. Wenn die ausgesuchten Farben, Schriften und das ganze Layout zum Himmel schreien. Egal tu´s einfach.
Es gibt genug Designer, die es an Deiner Stelle tun würden. Wenn die Seite so schlecht ist, mußt Du ja nicht damit Werbung betreiben. Stelle sie ausnahmsweise nicht in Deine Referenzen.
Es sind ja nicht alle Auftraggeber so, wie Du sie beschrieben hast. Und der Nächste freut sich bestimmt auf Deine Erfahrung und Dein know how.
Aber hier! Wär´s mir schnurz. Soll er doch seine "tolle" Seite haben. Allerdings solltest Du im Vorfeld schon einen Festbetrag (Abnahmepreis) aushandeln. Nicht, dass es dann so ist, dass immer mehr dazu kommt und das Preis-/Leistungsverhältnis nicht mehr im Einklang zu bringen sind.

Grüße
Michael
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Alt 12.11.2006, 05:17   #3
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Tobias hilft, wo's gehtTobias hilft, wo's gehtTobias hilft, wo's geht
Es gibt da ein schönes Gegenmittel: Pflichtenheft!

Aber das ist schon problematisch, da viele Leute kein Verständnis dafür haben, das der traditionelle Druck- und Layout-Bereich nicht eins zu eins online umzusetzen ist (in den meisten Fällen zumindest).
Ein ausführliches Gespräch darüber ,was geht und was definitiv nicht geht, einschließlich einer konstruktiven Begründung kann Wunder bewirken.
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Alt 12.11.2006, 10:34   #4
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Man muss auch in der Lage sein 'Nein' sagen zu können.

Ich selbst habe das schon einmal getan, habe ca. 3 Stunden Arbeit lieber in den Sand gesetzt - als mich auf Dauer mit einem Kunden zu konfrontieren der ständig Dinge umgesetzt haben will welche so nicht möglich sind.

Als imaginäres Beispiel sei hier mal genannt:
Ein vom Kunden im Internet gesehenes Flash-Layout 1:1 in HTML umzusetzen und dann auch noch vom Kunden via Dreamweaver pflegen zu lassen

Vasal, bei Deinem Kunden bleibt noch der Versuch mit fundierten Beispielen wie z.B. Screenshots von allen Systemen (z.B. von Browsercam) und vielleicht Ladezeitenchecks von div. Anbietern, vielleicht Metatagwizard etc. aufzuwarten und darauf zu hoffen, das der Kunde sich die Ratschläge annimmt, wenn nicht - entscheide aus dem Bauch, mach was der Kunde wünscht, oder nutze die Zeit um neue Kunden zu gewinnen
__________________
Gruß Torsten!
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Alt 12.11.2006, 10:53   #5
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@michaelxxl, @Tobias


@michaelxxl
Du hast schon Recht. Letztendlich ist der Kunde König.
Doch wie kann ich eine verschandelte Homepage mit meinem Gewissen vereinbaren.
Ich kann höchstens sagen, ich mache die Page wie er und sein Grafiker sie möchten, aber ich kann nicht dahinter stehen.
Das Gewünschte ist nicht Webkonform.
Auch wenn ich diese Seite nicht in meiner Referenzliste erwähne. Andere werden ihn fragen, wer hat diese Homepage gemacht. Oder dem Kunden sagen, dein Webdesigner hat keine Ahnung.

Besser: Ich lehne ihn als Kunde ab, wenn er weiterhin stur bleibt.
Ein Anwalt kann ja sein Mandat auch niederlegen, wenn die Zusammenarbeit sich als Katastrophe herausstellt.

@Tobias
Sowas wie ein Pflichtenheft habe ich. Schon deswegen, daß Zusatzwünsche welche nicht im Pflichtenheft stehen, auch zusätzlich verrechnet werden können. Was bringt so ein Pflichtenheft, wenn der Kunde und sein Hausgrafiker, mir die Inhalte, im Stil eines tropfenden Wasserhahns zukommen laßen. Da geht mir viel Zeit verloren, wenn ich diesen Auftrag nicht einfach durchziehen kann. Warten bis ich das ganze Material habe, kann ich auch nicht, der Kunde will etwas sehen. Dann kommen wieder Feedbacks vom Grafiker, daß beim Ausdruck der Webseite die Logofarben gar nicht stimmen. Oder diese auf dem Bildschirm zu hell sind (HILFE). Oder so Bemerkungen, der erste Buchtsabe im zweiten Link in der Kopfzeile sollte bündig sein mit dem Textinhalt unten. Da bekomme ich die Krise. Für sowas habe ich keine Nerven.

Sind euere Kunden auch so kompliziert?
Hattet Ihr auch schon solche Fälle?
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Alt 12.11.2006, 11:01   #6
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vasal ist auf einem guten Weg
Zitat:
Zitat von Torsten
Man muss auch in der Lage sein 'Nein' sagen zu können.
..........................
Soweit bin ich inzwischen.

Zitat:
Zitat von Torsten
Vasal, bei Deinem Kunden bleibt noch der Versuch mit fundierten Beispielen wie z.B. Screenshots von allen Systemen ................................
Habe ich versucht.
Der Grafiker meint dann zum Kunden, das wäre machbar und läge lediglich an mir, wenn ich es nicht hinbekomme.

Mein Problem ist, der Kunde hört mehr auf das, was sein Grafiker sagt.
Soll er ihn doch heiraten.
Ich werde den Auftrag wohl besser ablehnen!
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Alt 12.11.2006, 11:44   #7
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Kafkaesk hilft, wo's gehtKafkaesk hilft, wo's gehtKafkaesk hilft, wo's geht
Ich denke, so Kunden gibt es immer wieder. Genau diese Konstellation hatte ich auch schon mal: Kunde keine Ahnung, Hausgrafiker (um die 60 Jahre alt), noch weniger, aber dafür wußte er alles besser. Letzendlich habe ich das Projekt abgebrochen, weils einfach keinen Sinn mehr machte und Meetings immer mehr zu Pöbelveranstaltungen mutierten. Habe allerdings auch schon öfters das Gegenteil erlebt: Kunde kam mit einem webuntauglichen Entwurf, ließ sich aber schnell überzeugen, dass das so keinen Sinn macht. Wenn die Chemie zwischen Kunden und Dir stimmt, ist das meistens auch kein Problem.
Die dritte Varianten kenne ich natürlich auch: Augen zu und durch ...
Man machts einfach, wenns irgendwie geht, schreibt die Rechnung, nimmts aber nicht in die Referenzen auf und will auch nicht im Impressum erscheinen. Ist ja kein Zwang, dass man aufgeführt wird ...
Und was die Erpressbarkeit über die Preise angeht: einfach mehr bieten als die Konkurrenz. Und glaub mir: gute Kunden wissen, dass professionelle Lösungen ihren Preis haben - und der Rest ist was für den Homepagebaukasten ...

Wer anfängt um 500-Euro-Aufträge mit Neffen-Designern zu balgen, hat eh schon verloren ...
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Gruß Alexander
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Alt 12.11.2006, 12:26   #8
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Zitat:
Zitat von Kafkaesk
Ich denke, so Kunden gibt es immer wieder. Genau diese Konstellation hatte ich auch schon mal: Kunde keine Ahnung, Hausgrafiker (um die 60 Jahre alt), noch weniger, aber dafür wußte er alles besser. Letzendlich habe ich das Projekt abgebrochen, weils einfach keinen Sinn mehr machte und Meetings immer mehr zu Pöbelveranstaltungen mutierten. Habe allerdings auch schon öfters das Gegenteil erlebt: Kunde kam mit einem webuntauglichen Entwurf, ließ sich aber schnell überzeugen, dass das so keinen Sinn macht. Wenn die Chemie zwischen Kunden und Dir stimmt, ist das meistens auch kein Problem.
Die dritte Varianten kenne ich natürlich auch: Augen zu und durch ...
Man machts einfach, wenns irgendwie geht, schreibt die Rechnung, nimmts aber nicht in die Referenzen auf und will auch nicht im Impressum erscheinen. Ist ja kein Zwang, dass man aufgeführt wird ...
Und was die Erpressbarkeit über die Preise angeht: einfach mehr bieten als die Konkurrenz. Und glaub mir: gute Kunden wissen, dass professionelle Lösungen ihren Preis haben - und der Rest ist was für den Homepagebaukasten ...

Wer anfängt um 500-Euro-Aufträge mit Neffen-Designern zu balgen, hat eh schon verloren ...
Das kann ich komplett unterschreiben!

Es gibt Projekte/Kunden die streicht man aus seinen Referenzen, mitunter nicht einmal wegen der abgelieferten Arbeit sondern auch weil es im Verlaufe des Projektes Unstimmigkeiten gab und man seine Würde sich selbst gegenüber nicht verlieren möchte.

Und ja - definitiv gibt es genügend Kunden - die gute Kunden sind, weil sie wissen was professionelle Lösungen kosten.

Natürlich obliegt es immer dem Kunden zu entscheiden, ob er diese Leistung jetzt und in diesem Umfang benötigt.

Diesbezüglich sollte man immer mit offenen Karten spielen

Man kann theoretisch auch versuchen einen Kunden von der Professionalität zu Überzeugen indem man ihm aufzeigt das es auch in seiner Branche Nicht-Professionelle-Billiganbieter gibt
__________________
Gruß Torsten!
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Torsten ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.11.2006, 10:06   #9
TP-Supporter
 
Benutzerbild von Corsachriz
 
Registriert seit: Apr 2006
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Corsachriz bringt sich richtig ein
Das Problem ist einfach immernoch, dass der Kunde nur für das bezahlt was er sieht.

Angenommen Harry von Nebenan macht ein Design (nehmen wir an er macht es grafisch gut) sliced das ganze in photoshop, lässt sich automatisch die tabellen erstellen, bastelt den Rest irgendwie mit Front-Page zusammen, dann kann das ganze sogar 99,9% so aussehen wie ein Design, das mit Brain und Xhtml + CSS valide gemacht wurde.

Wenn der Kunde dann aber die Angebote vergleicht und der Preis und die Arbeitszeiten sich um mehr als das 3 fache unterscheidet , was glaubt ihr, was er nimmt?

Das schwere ist einfach dem Kunden die wichtigkeit der sauberen Ausführung nahezubringen, ohne das dieser denkt :

"Ich versteh sowieso kein Wort von dem was er da sagt".

Sau sau sau, saubillig und noch viel meeeehr.....

MFG Chriz
Corsachriz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.11.2006, 10:43   #10
TP-Junior
 
Registriert seit: Jul 2006
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sw3c_muenchen ist auf einem guten Weg
Wenn es wirklich zu kompliziert wird, ist es besser, den Auftrag abzulehnen und weiter zu machen.

Zitat:
Hat man alles fertig, kommen plötzlich neue Ideen vom Kunden. Man könnte noch dies und das einbauen. Ein Kollege hat sowas, das möchte ich auch....usw...! Nur möchte er keinen Aufpreis dafür bezahlen.
Kein Aufpreis --> keine Extras...
sw3c_muenchen ist offline   Mit Zitat antworten
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