Hi Andreas,
schönes Thema!
Für mich gibts natürlich nur eins: Dedizierter Root-Server und darauf virtualisiere ich dann meinetwegen vServer.
Ich würde folgende Überlegungen anstellen:
1.) vServer und Root-Server unterscheiden sich nicht im Betreuungs-Aufwand. Auf beiden Varianten bist du selbst verantwortlich für die Konfiguration und Administration.
Um die Arbeit zu erleichtern gibt es vom Provider optional sogn. Serververwaltungstools wie Plesk oder Confixx. (Was mir aber gar nicht liegt.)
2.) Der Aufwand alle heutigen Webprojekte auf einen Server umzuziehen dürfte nicht zu unterschätzen sein. Vor allem wenn man einen unterbrechungsfreien Service bieten möchte.
3.) Ein vServer kostet ab 4,99 € aufwärst, dann ist man aber auch etwas eingeschränkt in verfügbaren Systemresourcen. Mit etwas mehr Power kostet so ein vServer auch mal schnell 25,99 €
4.) Einen Root-Server gibt in allen möglichen Preisklassen. Ich habe derzeit einen Anbieter, bei dem kostet mich ein Root-Server 39,- € pro Monat, bei mittelmässiger Ausstattung.
5.) Was für ein Betriebssystem soll der Server haben: es gibt verschiedene Linux-Derivate, dann wird auch immer gern ein BSD angeboten, selbst Windows sollte man nicht vergessen. (Der IIS7 ist echt nicht schlecht.)
6.) Als Serverbetreiber musst du dich natürlich nicht nur um Web- sondern auch um Maildienste kümmern. Aber keine Angst, mit Plesk und Co. hat man schon eine solide Grundkonfiguration. (Nur wenn man dann mal mehr möchte, kann man mit Plesk auch wahnsinnig werden. Also runter mit dem Zeug...)
7.) Beim Webspace-Anbieter bekommst du deine Domains gleich kostenlos im Paket dazu. Beim vServer/Root-Server bekommst du bestenfalls eine Domain kostenlos dazu, die weiteren Domains musst du selber bezahlen. Die bekannten TLDs (de com net org) bekommt man aber auch schon zwischen 5 - 10 € pro Jahr.
Und generell gilt: Geiz ist nicht geil! Ich würde nur zu Anbietern gehen, bei denen der Betrieb auch wirklich gesichert ist. Wohnstuben-Provider kommen nicht in Frage.
Speziell Punkt 2.) würde ich mir ganz genau überlegen:
Angenommen du ziehst deine Webprojekte alle auf einen vServer um, dann kann es passieren, dass du schnell an die vorgegeben Resourcengrenzen stößt. Dann wirds ärgerlich, wenn man dann nochmal auf einen größeren Server umziehen muss.
Anders sieht es natürlich aus, wenn man erstmal auf einem kleinen System Erfahrungen sammeln möchte, und nebenher noch ein paar Webseiten darauf betreibt. Dann wäre die kostengünstigste Variante nicht schlecht.
Der Traffic sollte nicht das Problem sein. Die meisten Provider bieten heuer kostenlos bis zu 1 TB nach dem "fair use" Prinzip an.
In einem Root-Server hat man mindestens 160 GB. Beim vServer je nach Geldbeutel. Ich denke bei kleinen vServer wirds eng, da sind nur 10 - 15 GB dabei.
Wichtig wäre der Arbeitsspeicher. Beim vServer würde ich darauf achten, was man dir an verfügbaren Arbeitsspeicher garantiert. Sobald du eine Tomcat-Umgebung oder JavaRuntime betreiben möchtest, reichen 512 MB nicht mehr.
(Gerade Plesk und Co. ziehen natürlich gleich mal mächtig Arbeitsspeicher, also runter mit dem Zeug...)
CPU-Resourcen würde ich fast vernachlässigen. Bei einem vServer kann man es sich IMHO eh nicht aussuchen. Bei einem Root-Server bekommt man heute schon standardmässig eine DualCore-CPU. Das ist mehr als ausreichend.
Mein Wunsch-Server würde so aussehen:
- DualCore CPU
- 4 GB RAM
- 2 x 100 GB HDD
- FTP-Backupspace
- Remotekonsole
- Debian Linux
Viele Grüße aus dem RZ, Karsten![]()


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