Hi hjs,
ich kann mich da nur Philip anschließen. Deine Frage ist überhaupt nicht banal, ganz im Gegenteil. Deine Frage zielt auf das vielleicht komplexeste Gebiet der Bildbearbeitung am PC.
Zuerst muss ich dir leider sagen, dass du die schlechteste der möglichen Alternativen besitzt, nämlich einen TFT-Monitor. Diese Bildschirme haben den kleinsten darstellbaren Farbraum und werden dir bei professioneller Bildbearbeitung immer Schwierigkeiten machen, leider. Für den Bereich ist und bleibt halt ein guter Röhrenmonitor die beste, wenn auch nicht die ideale Basis.
Zu den Ausdrucken ein paar kleine Tipps:
1. Man sollte darauf achten, dass man beim Fotodruck NIE 100% weisse Flächen hat. Diese sehen im Ausdruck eigentlich immer flach, um nicht zu sagen leer aus. Lieber die weissen Bildpartien auf ein 98% Weiss schrauben, dann tritt der Effekt nicht auf, weil im gesamten Bild ein wenn auch kleiner Farbauftrag vorhanden ist.
2. Natürlich wäre es schon gut, wenn du dich mal intensiver mit der Thematik Color-Management auseinandersetzen würdest. Ein zugegeben sehr trockener Stoff und nicht ganz einfach nachzuvollziehen. Ich geh da mal als Beispiel voran, ich drück mich auch schon seit Jahren davor, es endlich konsequent anzuwenden.

Buchempfehlungen dazu:
"4 Farben ein Bild" von Mattias Nyman
"Scans, Prints und Proofs" von Helmut Kraus
"Farbkorrektur" von Hennig Wargalla
3. Die für dich einfachste Möglichkeit ist, dir mit einer Testreihe von Drucken selbst eine Art von Profil zu erstellen. Ausgehend von einem Bild, das du auf deinem Monitor für gut befindest schreibst du dir auf, welche Parameter du wie verändern musst, um ein befriedigendes Ergebnis aufs Papier zu bekommen. Anhand dieser selbstgefundenen Korrektur-Werte erstellst du dir eine Photoshop-Aktion. Dann kannst du deine erstellten Bilder praktisch per Knopfdruck für den Druck vorbereiten. Wichtig hierbei: Dieses System ist ganz eng an die Verwendung deines Monitors, deines Druckers und des entsprechenden Papiers gebunden. Wenn du irgendwas an diesen Dingen veränderst musst du deine Korrekturdaten erneut anpassen.
Eine ordentliche Kalibrierung mittels Color-Management und die Verwendung von ICC-Profilen würde dir das weitestgehend ersparen und vor allem z.B. den Datenaustausch mit einer externen Druckerei deutlich vereinfachen. Letzteres aber nur dann, wenn du ganz genau weisst, was du da tust. Ansonsten werden dich die Mitarbeiter der Druckerei killen wollen. Es gibt nichts schlimmeres als ein falsches Farbprofil.
Zum Schluss meines Romans noch ein Tipp:
Für den Hausgebrauch im Zusammenhang mit Tintenstrahldruckern NIEMALS deine Bilddaten in CMYK umrechnen! Der CMYK-Farbraum ist deutlich kleiner und du verlierst Farbinformationen unwiderruflich! Also Bildmaterial IMMER in dem vermutlich von deinem Scanner erzeugten RGB-Modus lassen und so archivieren! Erst dann und auch nur dann wandeln, wenn du Daten für eine Druckerei vorbereitest!
Gruß
Martin