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Thema: Farbe bei Drucksachen

  1. #1
    TP-Senior papa_sting macht alles soweit korrekt
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    Question Farbe bei Drucksachen

    Ein etwas umfangreicheres "Problem":

    Ausgangssituation: Flyer für Kunde
    Ich habe beschlossen, diesen Flyer bei www.flyerwire.de drucken zu lassen. Folgende Information bekomme ich auf der Seite:

    Erstellung:
    - Der mittlere Tonwertzuwachs beim Druck beträgt 20%
    - Rastertonwerte in den Farbauszügen von unter 10% vermeiden (keine Garantie)

    Jetzt meine Frage: Kann ich mit diesen Informationen, das spätere Druckbild bereits am Monitor "simulieren"? Was bedeuten diese Daten überhaupt? Wie stelle ich meinen Monitor so ein, dass die Farben "echt" sind, also ungefähr den Druckfarben entsprechen? Hat jemand schon Erfahrung mit flyerwire.de? Ist die Qualität ok?

    Viele Fragen, ich hoffe mir kann jemand helfen...

    Danke und beste Grüße

  2. #2
    TP-Specialist Nice ist ein richtiges Arbeitstier - DANKE Nice ist ein richtiges Arbeitstier - DANKE Nice ist ein richtiges Arbeitstier - DANKE Nice ist ein richtiges Arbeitstier - DANKE Nice ist ein richtiges Arbeitstier - DANKE Avatar von Nice
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    Hi,
    Tonwertzuwachs von 20% ist der normale Zuwachs, den man im Offsetdruck immer berücksichtigen muss. Dieser Tonwertzuwachs ist produktionstechnisch bedingt. Von deinen Daten wird ein Film hergestellt. Dieser Film wird auf eine Druckplatte kopiert. Beim Offsetdruck wird von der Druckplatte auf ein Gummituch gedruckt. Dieses Gummituch bringt dann letztendlich die Farbe auf das Papier. Wenn man sich diesen Weg anschaut, kann man schon ahnen, dass es dabei zu "Verlusten" kommt bzw. dass dein Rasterpunkt im Ausgang (Film) im laufe des Druckprozesses immer fetter wird. Das ist dann der sogenannte Tonwertzuwachs.

    Auch die Vermeidung von Rasterwerten von unter 10% ist relativ normal. Bei 10% bist du auf der sicheren Seite. Eigentlich sollten auch 7%-8% noch druckbar sein.
    Sprich: Lege keine Tonwerte in 3% Magenta etc. an. Bei so kleinen Tonwerten steht schon fast kein Punkt mehr auf dem Film. Im Druck bricht das dann komplett weg. Je nach Motiv sieht man dann später sogenannte Abrisse. Aus diesem Grund sollen Verläufe auch NIE von 100% zu 0% angelegt werden. In der Regel nimmt man hier 95% bis 8%. In deinem Fall dann wohl eher 95% bis 10%.

    Hm, das ist eigentlich grundlegendes Know-How, das vorhanden sein sollte, wenn man Druckvorlagen anlegt.

    Über die Qualität der von dir ausgewählten Firma kann ich nichts sagen. Immerhin kann man Daten schon im pdf-Format abgeben. Bei einem vergleichbaren Anbieter konnte man nur jpg abgeben. Das würde ich nicht machen. Dadurch erhält man eine definitiv schlechtere Qualität, da Schriften etc wie Bilder behandelt werden und somit aufgerastert werden. Die Schrift ist dann nicht mehr so gestochen scharf.

    Ich hoffe ich habe es alles einigermaßen verständlich erklären können.

    Vielleicht solltest du aber mal darüber nachdenken ob du nicht mit jemandem zusammenarbeitest, der sich mit sowas auskennt...
    Das kann dir eine Menge Arbeit, Stress und Enttäuschungen ersparen.

    viele Grüße
    Nicole
    Geändert von Nice (15.01.2003 um 13:41 Uhr)
    Rot-Stich


    Auf ausgetretenen Pfaden kommt man nur dort an, wo andere schon gewesen sind...

  3. #3
    TP-Senior papa_sting macht alles soweit korrekt
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    Exclamation

    Hi Nice...

    vielen Dank für Deine schnelle Antwort. Wenn ich alles richtig verstanden habe, sind die sog. Rasterwerte der prozentualle Anteil einer Farbe. Und da sollte man Werte unter 10% vermeiden - verstanden und logisch.

    Das mit dem Tonwertzuwachs ist noch nicht so recht klar: er bezeichnet wohl das "fetter-werden" eines Ratserpunktes. Kann man dann davon ausgehen, dass das Endprodukt unschärfer wird? Du schreibst ja schon, dass das der normal zu berücksichtigende Zuwachs ist. Ist es möglich, dem in irgendeiner Weise "vorzubeugen"?

    Vielleicht kannst Du mir ja meine letzte Frage auch noch beantworten: Wie kann man denn sichergehen, dass die Druckfarben so ungefähr den Monitorfarben entsprechen? Braucht man dazu irgendwelche Vorlagen? Wie stellt man sowas ein, damit es dann später kein böses Erwachen gibt...?

    Vielen Dank schon mal...

  4. #4
    TP-Insider pille macht alles soweit korrekt Avatar von pille
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    und da ist schon wieder das leidige thema: color management

    AAAAlso: grundsätzlich: eigenen workflow sozusagen anlegen und dann alle geräte aufeinander abstimmen. d.h. deine geräte werden mit hilfe eines "profils" miteinander und untereinander "gesteuert". das profil ist von gerät zu gerät weiterzugeben. vom scanner bis zum belichteten film.
    einesehr komplizierte sachen. hier zu erklären ist nicht möglich, es sei du hast drei jahre zeit für ein online-studium.

    ich weiß ja nicht, wie du deine bilder und farben in deiner software anlegst. du kannst ganz ganz ganz grob mit hilfe eines farbfächers arbeiten.

    besorgst dir eine farbfächer von einer bestimmten firma und übernimmst die werte in deiner arbeit. dann siehst du ja, ob dein monitor in die richtige richtung geht.
    das hängt aber noch von vielen vielen anderen faktorenab, die hier den rahmen sprengen.

    wir hatten hier die tage einen ähnlichen fall.
    ich glaube nice hat schon resigniert?
    Zieht euch warm an, denn draussen ist es kälter als im Dunkeln.

  5. #5
    TP-Member chrissie macht alles soweit korrekt Avatar von chrissie
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    Den Tonwertzuwachs kann mit Hilfe der Gradationskurve bewältigen.
    Siehe Felder Eingabe und Ausgabe.
    Um die Farben hinzubekommen müsstest du deinen Monitor auf das Farbprofil des Druckers abstimmen. Bestelle dir doch mal das kostenlose Probedruckexemplar, vielleicht kannst du darüber sehen, wie die Farben rüberkommen.

  6. #6
    TP-Insider pille macht alles soweit korrekt Avatar von pille
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    mit dem tonwertzuwachs hängt nicht nur die gradationskurve zusammen. deinen bilddaten werden auch sog. ICC-profile zugewiesen. z. b. euroscale v.2 coated ist grob beschrieben für den offsetdruck auf gestrichenem papier.

    diese information ist sozusagen im bild verankert und wird über das RIP im belichter verarbeitet.

    das heißt das rip rechnet sich aus, wieviel zuwachs der druck hat, wieviel beim plattenbelichten wegfällt, wie sich der belichtungsvorgang selber verhält und errechnet anhand dieser daten die größe des belichterpixels.

    das ist aber nur grob beschrieben.

    die gradationskurve dient hauptsächlich der bearbeitung und aufbereitung der bildinformationen.

    wie gesagt: sehr komplex
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  7. #7
    TP-Senior papa_sting macht alles soweit korrekt
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    puuhhh... hatte gedacht eine antwort zu bekommen und dann gut. dass es soooo komplex ist,

    wenn niemand was dagegen hat, würde ich dieses thema noch bissl offen lassen. wie´s ausschaut, gibts dazu viel zu erzählen und es gibt sicherlich viele user, die das auch interessiert.

    vielleicht kann ja jemand mal so ein paar "grundregeln" für die druckvorbereitung posten. so eine art checkliste also, auf was man unbedingt achten sollte und was so nachher rauskommen kann, wenn man´s nicht tut.

  8. #8
    TP-Insider pille macht alles soweit korrekt Avatar von pille
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    tja, fang ich mal mit einer kleinen "regeleinführung"an.
    mal schaun, ob und wer sich beteidigt.

    die auflösung deiner bilddaten sollte 300 dpi sein.
    als bildformat ist je nach zweck zwischen tif, eps, psd .. zu wählen.
    alle objekte deiner drucksache müssen in cmyk angelegt sein. (es sei du lässt in schmuckfarben drucken).

    so, der nächste bitte.

    bin mal gespannt ob das was wird.
    ich bezweifle das aber.
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  9. #9
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    Talking

    Das Thema Colormanagement hab ich mal tastächlich außen vor gelassen. *seufz* - Aber über die Suchefunktion findet man dazu jede Menge.

    Ich möchte nochmal grundsätzlich sagen:
    Es ist NICHT möglich einen Monitor so einzustellen, dass er extakt der Farbwiedergabe im Druck entspricht.

    Wir reden hier von zwei komplett verschiedenen Farbsystemen. Dazu hab ich in der Tat erst vor kurzem etwas geschrieben.
    Schau doch bitte mal hier rein.

    Es ist lediglich möglich das am Monitor zu "simulieren". Um korrekte Druckdaten vorzubereiten gehört halt schon ne Menge Erfahrung. Ich messe die Tonwerte in Photoshop und weiß dann wie es später im Druck aussehen wird. Erfahrung eben. Hilfreich kann dir dabei aber auch ein Farbatlas sein. - Empfehlenswert ist auf jeden Fall immer ein Proof anfertigen zu lassen (gerade wenn man noch wenig Erfahrung mit Printsachen hat). Das ist zwar nicht grad billig, aber damit bist du auf der sicheren Seite.

    Mit ICC-Profilen zu arbeiten ist aber auch nicht grad unkompliziert. Viele Druckereien möchten das schonmal gar nicht. Das lohnt sicher, wenn man mit einer Druckerei fest zusammenarbeitet.

    viele Grüße
    Nicole


    @ Pille: Hast recht. resignier... resignier.. *seufz*

  10. #10
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    Original geschrieben von pille
    bin mal gespannt ob das was wird.
    ich bezweifle das aber.
    Ich auch.
    ich hab schonmal dran gedacht ein Tutorial mit Grundregeln und Übungsaufgaben zu erstellen. Aber das ist echt aufwändig und nebenbei muss ich ja auch noch ein bißchen Arbeiten und Geld verdienen.

    Aber vielleicht wird es ja was mit den TP-Seminaren. Da ist sowas ja auch angedacht.
    Rot-Stich


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  11. #11
    TP-Insider pille macht alles soweit korrekt Avatar von pille
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    tja, wir printer sind halt klar im vorteil
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  12. #12
    TP-Senior Blackbird macht alles soweit korrekt Avatar von Blackbird
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    Hallo,
    Die ICC-Profile sind wirklich kompliziert und hat denn überhaupt schon jemand mit Hilfe der Profile überzeugende Ergebnisse bei Farbprodukten im Offsetdruck erzielt? Die Druckereien, mit denen ich zusammenarbeite wollen die jedenfalls nicht haben. Wie Nice schon so treffend bemerkte, hilft einfach nur Erfahrung.

    Ein Proof ist unbedingt notwendig, wenn Du die Drucker nicht kennst. Am besten auch, bevor Du mit der Arbeit überhaupt anfängst. Wenn Du Dir z. B. eine A4 Seite mit einigen Bildern proofen lässt, kannst Du zumindest Deinen Bildschirm einigermaßen auf das Ergebnis einstellen.

    Gruß,
    B.

  13. #13
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    pille schrieb in einem anderen post, dass die kenntniss um die papiersorte wegen dem zu erwartenden tonwertzuwachs wichtig ist. ich weiß jetzt, dass der tonwertzuwachs bei ca. 20% liegt.

    passt man sein bild jetzt daran an? wie macht man es?

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