Hi,
Tonwertzuwachs von 20% ist der normale Zuwachs, den man im Offsetdruck immer berücksichtigen muss. Dieser Tonwertzuwachs ist produktionstechnisch bedingt. Von deinen Daten wird ein Film hergestellt. Dieser Film wird auf eine Druckplatte kopiert. Beim Offsetdruck wird von der Druckplatte auf ein Gummituch gedruckt. Dieses Gummituch bringt dann letztendlich die Farbe auf das Papier. Wenn man sich diesen Weg anschaut, kann man schon ahnen, dass es dabei zu "Verlusten" kommt bzw. dass dein Rasterpunkt im Ausgang (Film) im laufe des Druckprozesses immer fetter wird. Das ist dann der sogenannte Tonwertzuwachs.
Auch die Vermeidung von Rasterwerten von unter 10% ist relativ normal. Bei 10% bist du auf der sicheren Seite. Eigentlich sollten auch 7%-8% noch druckbar sein.
Sprich: Lege keine Tonwerte in 3% Magenta etc. an. Bei so kleinen Tonwerten steht schon fast kein Punkt mehr auf dem Film. Im Druck bricht das dann komplett weg. Je nach Motiv sieht man dann später sogenannte Abrisse. Aus diesem Grund sollen Verläufe auch NIE von 100% zu 0% angelegt werden. In der Regel nimmt man hier 95% bis 8%. In deinem Fall dann wohl eher 95% bis 10%.
Hm, das ist eigentlich grundlegendes Know-How, das vorhanden sein sollte, wenn man Druckvorlagen anlegt.
Über die Qualität der von dir ausgewählten Firma kann ich nichts sagen. Immerhin kann man Daten schon im pdf-Format abgeben. Bei einem vergleichbaren Anbieter konnte man nur jpg abgeben. Das würde ich nicht machen. Dadurch erhält man eine definitiv schlechtere Qualität, da Schriften etc wie Bilder behandelt werden und somit aufgerastert werden. Die Schrift ist dann nicht mehr so gestochen scharf.
Ich hoffe ich habe es alles einigermaßen verständlich erklären können.
Vielleicht solltest du aber mal darüber nachdenken ob du nicht mit jemandem zusammenarbeitest, der sich mit sowas auskennt...
Das kann dir eine Menge Arbeit, Stress und Enttäuschungen ersparen.
viele Grüße
Nicole


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