Moin,
eine 450D reicht vollkommen aus. Besser weniger in die Kamera investieren und mehr in eine gute Festbrennweite (z.B. eine lichtstarke Festbrennweite zwischen 28mm und 50mm). Damit hast du allemal ausreichende technische Voraussetzungen.
Bei der Kamera solltest du Blende und Zeit manuell einstellen können und den Fokus ebenfalls zuverlässig selber regeln können. Es gibt kaum was kontraproduktiveres als unscharfe oder falsch fokussierte Produktfotos.
Ebenfalls wichtig bei der Fotografie von Bekleidung ist, dass du einen manuellen Weißabgleich machen kannst, damit die Farben möglichst original rüber kommen. Da machen die meisten Automatik-Einstellungen häufig einen Riesen-Murks.
Was für Produktfotografie außerdem noch empfehlenswert ist:
- mind. 2. Leuchten (Baumarkt-Strahler tun es da auch, wenn weiß, wie man die einsetzt). Blitz ist bei Bekleidungsfotografie eher überflüssig, da sich deine Motiv nicht bewegen. Wenn die Motive nicht reflektieren, reichen die Strahler vollkommen. Bau die Strahler bzw. die Softboxen so auf, dass das Licht von den Seiten kommt und du bekommst schon ordentliche Ergebnisse.
- mind. 2 Softboxen (machen das Licht weich) - auch hier kann man mit etwas Fantasie gute Ergebnisse erzielen. Zum Beispiel, wenn man Papis alte Dia-Projektor-Leinwand zerschnippelt.
- Arbeitest du mit Strahlern, brauchst du ein Stativ. Stativ ist eh immer empfehlenswert.
Ansonsten sorge für einen freundlichen aber dezenten und unauffälligen Hintergrund.
Das sind nur ein paar ganz schnell aus der Hüfte geschossene Tipps, da gibt es noch jeden Menge andere Dinge zu berücksichtigen.
Wenn du null Ahnung von Fotografie hast, schnapp dir deine DSLR, ein bis zwei Wochen Zeit (z.B. über die Weihnachtsfeiertage) und zum Beispiel diesen Fotolehrgang. Und dann leg einfach los!
//Stefan

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