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07.08.2003, 20:56
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#1
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TP-Junior
Registriert seit: Jul 2003
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PDF ist heller als Freehand-Vorlage
Hallo zusammen.
Ich habe folgendes Problem: Ich habe einen Flyer in Freehand MX gebaut, der in den Digi-Druck gehen soll. Die Druckerei erwartet ein PDF und liefert die Konvertierungseinstellungen auch freundlicherweise gleich mit.
Wenn ich nun meine Freehandvorlage über den Distiller als PS drucke und anschließend in ein PDF umwandle, sind alle Farben in der PDF-Datei eine ganze Ecke heller als in der Vorlage (sowohl am Monitor als auch beim Ausdruck auf meinem Tintenstrahler).
Die Druckerei meinte, das mache nichts, die Farben könne man ja eh nie zuhause 100% kontrollieren...
Nun kam eben der Andruck ins Haus und er ist original so wie im PDF-Dokument dargestellt (also zu hell). Wenn ich nun mit der Pipette auf eine Farbe im PDF gehe, ist der CMYK-Wert exakt derselbe, wie in Freehand.
Ich habe eben mal mit anderen Einstellungen meine Freehandvorlage exportiert (andere Distillereinstellungen sowie als eps und als tiff) und außer bei dem Tiff sind bei allen Exporten die Farben zu hell. Ich habe in Freehand das Farbmanagement ausgeschaltet (lediglich "Monitor simuliert Farbauszugsdrucker" ist aktiviert).
Was geht bei mir schief? Ich bin langsam echt am verzweifeln.
Viele Grüße
Roede
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07.08.2003, 21:09
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#2
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TP-Greis
Registriert seit: Apr 2003
Ort: Würzburg
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Hallo Roede,
Auf welchem System arbeitest Du denn? Welche Distiller Version und welchen Druckertreiber verwendest Du??
Kannst Du mir bitte mal so eine PDF per mail zukommen lassen?
Dann kann ich evtl. näheres sagen.
Gruß
der MoD
__________________
voll Fett, Ey
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07.08.2003, 22:03
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#3
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TP-Junior
Registriert seit: Jul 2003
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Hallo MoD,
ich habe den Distiller 5.01 und benutze als Druckertreiber den Acrobat Distiller PS-Treiber von der Adobe Webseite mit der Distiller5.ppd (lt. Druckerdialog heisst das Ding Acrobat Distiller 3011.104).
Ich habe Dir eben mal das PDF geschickt, aber das Teil ist leider 13MB groß... Und dazu ein JPEG mit den korrekten Farben (direkt aus Freehand exportiert).
Viele Grüße
Roede
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07.08.2003, 23:07
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#4
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TP-Greis
Registriert seit: Apr 2003
Ort: Würzburg
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Hi Roede,
eigentlich alles Top. Ich würde Dir nur empfehlen den Acrobat auf die Version 5.0.5 upzudaten (war ein Bugfix, das großteils den Distiller gefixt hat).
Die PDF ist, bis auf die noch vorhandenen OPI-Kommentare, astrein. Ich kann da keine Problem feststellen. Eine Möglichkeit der unterschiedlichen Farbwiedergabe wäre eine fehlerhafte Einstellung im Acrobat bei Probedruck (entspricht einem Softproof und falls hier ein Farbprofil angewählt ist wird dieses Berücksichtigt) und bei der Ausgabe auch evtl. die angabe eines Profiles.
Gruß
der MoD
P.S. oder ist evtl. im Druckertreiber das ICM aktiv???
__________________
voll Fett, Ey
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08.08.2003, 12:44
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#5
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TP-Junior
Registriert seit: Jul 2003
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Hallo MoD,
vielen Dank für Deine Mühe. Das ICM im Druckertreiber ist ausgeschaltet. Probedruck ist angewählt, allerdings kann ich hierfür im Treiberdialog keine weiteren Optionen finden.
Ich habe jetzt mal eine Testdatei gebaut, die nur aus einem grünen Quadrat besteht (100/45/80), was ziemlich genau HKS 56 entspricht (sowohl bei der Darstellung auf meinem Bildschirm, als auch beim Ausdruck auf meinem Tintenstrahler direkt aus Freehand heraus.
Diese Testdatei habe ich in Freehand, in Illustrator, in Photoshop und in einer leihweise installierten InDesign-Umgebung gebaut und dann jeweils ein PDF davon erstellt.
Nach PDF-Umwandlung über den Adobe-PS-Treiber sieht dieses grün in etwa aus wie HKS 55.
Die einzige Ausnahme stellen InDesign und Photoshop dar, in denen mein grünes Quadrat bereits beim Erstellen in der Anwendung wie HKS 55 aussieht (also zu hell dargestellt wird). Nach der Umwandlung ins PDF-Format bleibt die Helligkeit dieses Farbtons erhalten, wird also nicht noch einmal heller. Bei allen Programmen ist das Farbmanagement ausgeschaltet.
Wie gesagt, die CMYK-Werte für alle Testquadrate beträgt 100/45/80 und die Monitorausgabe entspricht ziemlich genau dem, was auf meinem Tintenstrahldrucker ausgegeben wird. Bei Freehand und Illustrator ist das Quadrat also dunkler als bei InDesign und Photoshop. Nach Umwandlung in PDF ist der Farbton bei allen Quadraten gleich (nämlich etwa HKS 55).
Ich frage mich mittlerweile, ob ich es hier vielleicht mit einem viel grundlegenderen Problem zu tun habe, als ursprünglich angenommen. Demnach scheinen die Programme Photoshop, InDesign und Acrobat den Farbton 100/45/80 anders zu interpretieren als Illustrator und Freehand. Was mich fast noch ratloser macht.
Wer mag kann dieses kleine Experiment ja mal bei sich wiederholen und hier seine Erfahrungen posten. Würde mich interessiern, ob das auch bei Euch auftritt, oder ob mein Rechner womöglich irgendein Problem hat.
Viele Grüße
Roede
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08.08.2003, 22:44
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#6
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TP-Greis
Registriert seit: Apr 2003
Ort: Würzburg
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Hi Roede,
das klingt immer mehr nach einem Colormanagement Thema!
Ich würde mal im FreeHand, bei Monitor simuliert auf Keinen gehen und mal schauen wie das ganze dann aussieht. Bei den Adobe Produkten kannst Du die Farbeinstellungen abgleichen ( ist hier auch wichtig, da die sich generell auf die voreingestellten Arbeitsfarbräume beziehen) indem Du die "passenden" Einstellungen z.B. in Photoshop speicherst und in den anderen Adobe Programmen einfach lädst (geht leider nicht in Acrobat).
Irgendwie komisch, solche Farbdifferenzen sind mir bislang jedenfalls noch nicht aufgefallen.
Gruß
der MoD
P.S. wenn ich dazu komme, spiel ich das ganze am Montag mal in der Firma durch.
__________________
voll Fett, Ey
Geändert von Master of Disaster (08.08.2003 um 22:46 Uhr).
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08.08.2003, 23:24
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#7
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TP-Junior
Registriert seit: Jul 2003
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Mit dem Colormanagement-Problem könntest Du recht haben. Ich habe hier bei mir einen 19" CRT-Monitor mit aktiviertem (mitgeliefertem) ICM-Profil auf Windows XP. und einen Epson Stylus Photo 950 mit mitgeliefertem ICM-Profil. Die dürften allerdings kaum für die unterschiedlichen Farben in den einzelnen Programmen verantwortlich sein, da ja wenn alle Programme gleichermaßen davon beeinflusst werden müssten. Denke ich jedenfalls ;o)
Aus Freehand und Illustrator wird mir der Farbcode 100/45/80 sowohl am Monitor als auch über den Epson-Drucker ziemlich exakt wie HKS 56 ausgegeben, weshalb ich mich schon über die "tolle Farbtreue" meiner Geräte gefreut habe...
Ich habe mal die einzelnen Programmeinstellungen für das Farbmanagement als Screenshots in ein Zipfile getan. Vielleicht fällt Dir da ja spontan was auf.
Viele Grüße und vielen Dank
Roede
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08.08.2003, 23:27
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#8
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TP-Junior
Registriert seit: Jul 2003
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Hmm... hat mit dem Dateianhang nicht so ganz geklappt. Neuer Versuch...
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09.08.2003, 10:01
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#9
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TP-Greis
Registriert seit: Apr 2003
Ort: Würzburg
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Morgen Roede,
was mir aufgefallen ist, Du hast in den CMYK-Arbeitsfarbräumen den amerikanischen Offset-Standard, hier würde ich zumindest auf Euroscale coated gehen. Der RGB-Farbraum, den Du angewählt hast ist der "kleinste gemeinsame RGB" den die meisten Monitore, Drucker, etc. darstellen können. Wenn Du in Richtung Druck arbeitest bieten sich das Adobe RGB an. Die Fogra und ECI stellen auch hier für den Druck optimierte RGB und CMYK Profile zum kostenlosen Download zur Verfügung.
Den "Rendering Intend" (konvertierungsoptionen -> Priorität) im Photoshop würde ich auf perzeptiv (wahrnehmungsorientiert) stellen. Wobei es hier keine Standard-Einstellung gibt, das ist Motiv bezogen.
In InDesign sollten die Farbeinstellungen schon auch aktiv sein, hier kannst Du die PS-Einstellungen einfach speichern und in InDesign laden, genauso in Illu. Damit sind die Adobe Progs "synchronisiert und sollten eigentlich alle auf annähernde Ergebnisse kommen.
Zitat:
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Ich habe hier bei mir einen 19" CRT-Monitor mit aktiviertem (mitgeliefertem) ICM-Profil auf Windows XP. und einen Epson Stylus Photo 950 mit mitgeliefertem ICM-Profil. Die dürften allerdings kaum für die unterschiedlichen Farben in den einzelnen Programmen verantwortlich sein, da ja wenn alle Programme gleichermaßen davon beeinflusst werden müssten.
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Nicht unbedingt! Die Color-Engines von Adobe und Macromedia sind schon SEHR unterschiedlich. In FH ist ja bis heute nicht möglich, einen angepassten RGB oder CMYK Farbraum mit einem ICC-Profil zu verwenden (ich hab jedenfalls noch nix gefunden).
Dann kommts auch noch darauf an wie der Drucker den Datenstrom aus den unterschiedlichen Programmen interpretiert.
Gruß
der MoD
__________________
voll Fett, Ey
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09.08.2003, 14:33
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#10
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TP-Junior
Registriert seit: Jul 2003
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Hallo MoD,
allerbesten Dank für Deine Hilfe.
Ich habe Gestern stundenlang hier im Forum mal nach ähnlichen Problemen gesucht und bin irgendwann darauf gestoßen, dass anscheinend sehr viele Leute hier Probleme mit der (wie es scheint) zu dunklen Farbinterpretation von Freehand haben.
Ich habe mich jetzt entschieden, meinen Flyer mal in InDesign nachzubauen. Da ich eh noch ein Änfänger im Druckgeschäft bin, fällt mir ein Umstieg von Freehand auf InDesign nicht allzu schwer. Aufgrund Deines Tipps habe ich mir jetzt mal die ISO-Profile von der ECI-Webseite geladen und mir ein eigenes Farbprofil gebastelt, das jetzt in Photoshop, Illustrator und InDesign gleichermaßen eingebunden ist.
Wenn ich dieses Farbprofil konsequent umsetze (also auch in InDesign für aus Photoshop importierten Tiffs dieses Farbprofil aktiviere), sehen die Farben auch tatsächlich überall gleich aus.
Was mich nun ein wenig irritiert ist, dass die Druckerei extra sagte, ich solle KEINE Farbprofile oder Farbmanagement für meine Arbeit verwenden -> also eben alles ausschalten. Eine ähnliche Ansage habe ich jetzt schon öfters auch hier in den Foren gelesen, wenn es um die Zusammenarbeit mit Druckereien ging. Ist hiermit jetzt gemeint, dass ich von vornherein ohne Farbprofile arbeiten soll (was ja eigentlich den Sinn der ganzen Profile in Frage stellt), oder geht es hier eher darum, das fertige Dokument nicht mit einem eingebetteten Farbprofil an die Druckerei zu übergeben?
Nur, falls Letzteres der Fall ist, kommen dann bei der Druckerei nicht doch wieder ganz andere Farben an, als ich sie hier baue?
Bin ein bißchen verwirrt (aber guten Mutes  )
Viele Grüße
Roede
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09.08.2003, 15:53
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#11
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TP-Greis
Registriert seit: Apr 2003
Ort: Würzburg
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Hi Roede,
die (Grund-) Farbeinstellungen in den einzelnen Programmen sind schon wichtig. Wenn Du PDFs erstellst und die Einstellung im Druckertreiber und Distiller (im Reiter Farbe) auch so läßt (kein Farbmanagement) wird auch kein Profil mit angehängt.
Das Colormanagement ist schon eine gute Sache, solange JEDER, der an dem Auftrag mitarbeitet was von CMM versteht, weiß was er tut und vom ersten Schritt an korrekte Profile verwendet werden. Im Idealfall arbeitest Du Medienneutral (RGB) und die Daten werden erst in der letzten Instanz in den benötigten Farbraum konvertiert, egal ob in CMYK oder einen anderen RGB-Farbraum. Somit läßt sich ein und derselbe Datenbestand für mehrere Verfahren nutzen, z.B. Web (Auflösung halt noch anpassen), Zeitung, Offset, Tiefdruck, ...!
Aber wie schon erwähnt, da muß jeder wissen was er tut sonst ists Essig!
Gruß
der MoD
__________________
voll Fett, Ey
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