
Zitat von
kobold
All das entfällt genau bei dieser Problematik an Steuerungs- und Kontrollmöglichkeiten während des Auflagendrucks, wenn Anzeigen im Tageszeitungsbereich laufen. Letztlich bleibt nur eine visuelle Abstimmung nach einer Farbvorlage wie einem Digitaldruck und das kundige und geschulte Farbauge des Rollendruckers, der hier eben das Beste aus der Druckformanordnung, dem Einfluß anderer Anzeigen oder farbintensiver Motive, die in Druckumfangsrichtung vor und nach der Anzeige liegen, herausholt.
Gemeinhin ist es ja trotz aller grauer Theorie so, dass auch selbst im Bogenoffsetdruck die exakte Einhaltung der Proofwerte dann schwierig ist (im Auflagendruck), wenn beispielsweise zwei Anzeigen (hintereindander in Druckumfangsrichtung) stehen.
Die Einflüsse der Ausschießschemen und der Positionierung von Anzeigen, Bildern usw. auf den Druckformen und ihre manchmal eben gar nicht so einfache Farbaussteuerung, wenn wichtige Anzeigen hintereinander liegen, ist sowieso ein Fakt, der nie exakt simuliert und auch nicht in den PSO-Standards so einfach festzumachen ist.
Denn Digitalproofs sind Einzeldrucke und können die realen Bedingungen nicht simulieren = dass eine 3B-Offsetmaschine beispielsweise 16 A5 oder 8 A4 Seiten je Druckform drucken kann, mit vorgenannten Beschränkungen der Farbaussteuerung in Druckumfangsrichtung.
Andrucke auf Vierfarbmaschinen in Reproanstalten, die Andrucke erstellen, die aus der vollen Druckform, wie sie später läuft, gedruckt auf Original-Auflagenpapier, sind hier wesentlich aussagekräftiger und prognostizieren das Ergebnis auch sicher im voraus