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Thema: Welches Format zum Druck (upload)

  1. #1
    TP-Specialist Dannys ist auf einem guten Weg Avatar von Dannys
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    Welches Format zum Druck (upload)

    Hi druckies ,

    angenommen Ihr hätte eine Druckerei und die Kunden koennten euch
    ein Datei Uploaden. In welchem Format würdet Ihr die Dateien anliefern lassen ?

    Ich brauche ein paar Argumente für das eine oder das andere Format ( und Farbraum). Wobei bedacht werden muss das die Sache auch für Home-User einfach zu handhaben sein muss. Besten Dank im voraus euer

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  2. #2
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    Hallo Dannys,

    JPG benutzt ein verlustbehaftetes Komprimierungsverfahren. Das fällt am Bildschirm kaum auf (z.B. auf Webseiten), im Druck entstehen aber bei Texten unschöne Treppen. TIFF dagegen ist entweder gar nicht oder LZW-komprimiert, also verlustfrei.

    Weitere Formate für den Druck wären PDF (sehr zu empfehlen) und EPS.

    Wolfgang

  3. #3
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    Hi Danny,
    bin nicht wirklich "vom Fach", aber durch Hobby und 2 gute Freunde aus der Branche halbwegs fitt im Thema:

    qualitativ am besten ist:

    pdf oder "native" Druckdaten (Indesign, Quark, Freehand ...)

    Vorteile:
    - bei diesen Formaten liegen "echte" Schriften und ggf. andere Vektoren vor, es kann also absolut scharf belichtet und gedruckt werden.
    - Textkorrekturen (Tippfehler z.B.) können notfalls in der Vorlage noch gemacht werden, auch in einem pdf

    Nachteile:
    pdf:
    - kaum ein Laie ist in der Lage, ein wirklich belichtungsfähiges pdf herzustellen/anzuliefern, dafür gibt es zu viele "Stolpersteine" in der pdf-Erstellung (Schriften einbetten, Beschnitt, Passermarken, ausschließlich cmyk-Farbinformationen ...)
    - noch kann die wenigste Software "von Haus aus" korrekte pdfs ausgeben, oft ist der Umweg über ps-Datei und Acrobat nötig (und wer kann das wieder bzw. hat den Acrobat)

    native Daten:
    - der weiterverarbeitende Betrieb muss mit aller möglicher Software, ggf. sogar in verschiedenen Versionen und auf verschiedenen Plattformen (Mac/DOSe) ausgerüstet sein, um diese Daten handeln zu können.
    - dazu kommt Schriftproblematik: der Kunde muss alle (!!!) verwendeten Schriften mitliefern oder alles komplett in Pfade umgewandelt haben.
    Erfahrungsgemäß wird irgendwas immer vergessen, und sei es ein blöder Listenpunkt, der in Windings oder so formatiert wurde

    bleiben als zweitbeste Möglichkeit: hochaufgelöste Pixeldaten,

    da bieten sich jpg, tiff und bmp an, weil:
    1) sie unabhängig von der Plattform und Grafiksoftware überall geöffnet werden können und überall absolut identisch ausgegeben werden
    2) nahezu jeder in der Lage ist, mit einem beliebigen Grafikprogramm eines dieser Formate zu erzeugen
    3) es "verlustfreie" Grafikformate sind, also alle Informationen erhalten bleiben (bmp und unkomprimiertes tiff immer, jpg je nach Handling, s.u.)

    Vorteile:
    - s.o.
    - und: der weiterverarbeitende Betrieb kann recht einfach notwendige Änderungen durchführen (RGB in cmyk umrechnen, den vergessenen Beschnitt nachträglich anlegen ...)

    Nachteile:
    - alle Informationen sind "gerastert", also nicht mehr wirklich scharf im Druck
    - keine Textkorrekturen "auf den letzten Drücker" mehr möglich

    "Sonderfall" jpg:
    große Vorteile: jeder "Idiot" kann ein jpg machen und die Datenmenge ist klein, vor allem online ein Argument
    Qualitativ gut/ausreichend ist ein jpg für den Druck aber nur, wenn es nur einmal (!!!) als solches abgespeichert wurde und mit max. 80% komprimiert wurde. Jpg hat leider die Eigenschaft, bei jedem weiteren Speichern an Qualität zu verlieren.

    und das alles muss/sollte der Kunde wissen bzw. muss ihm irgendwie beigebracht werden, damit brauchbare jpgs angeliefert werden

    das ist bei (unkomprimiertem) tif und bmp dann nämlich einfacher:
    da kann der Kunde fast nix falsch machen, beide Formate sind 100% verlustfrei und gut ist.

    und wenn man tif zippt, schrumpft die Datenmenge i.d.R. auf 10 - 15% der Ursprungsgröße, so sind diese Formate dann auch onlinetauglich.

    andere Grafikformate (psd, png, ...):
    ist auch abzuraten, viel zu kompliziert. Müsste auf Empfängrerseite auch immer die passende Software vorhanden sein, fehlende Schriften machen Probleme ... also Finger weg!

    Quintezzenz:

    pdf wäre für das Handling und die Qualität optimal, ist auf Kundenseite aber schwer zu realisieren (im "Nicht-Profi"-Bereich zumindest)

    bleibt als zweitbeste Möglichkeit tif und bmp und mit den genannten Abstrichen auch jpg.

    meine Empfehlung wäre, dem Kunden pdf und tif anzubieten.

    BTW: eine befreundete Druckerei hat das mit dem pdf ganz geschickt gelöst.
    Die "Arschkarte", ob das pdf wirklich belichtungsreif ist, wird auch noch auf den Kunden übertragen: Es gibt einen "Online pdf-Check", da kannst du dein pdf hochladen (mit Passwort, welches du als Kunde bekommst).
    Irgendein Programm in der Druckerei analysiert dann das pdf und du bekommst ein paar Minuten später eine email mit einem Link.
    Da kannst du dann das genaue Ergebnis des Checks einsehen, wird dann z.B. ganz genau gesagt, ob da ggf. doch noch ein bisschen RGB-Info drin ist oder sonstwas. Funktioniert 24/7, ist durchaus praktisch.
    Bin aber überfragt, was da an Kosten/Software hinter steckt. (könnte ich bei Interesse aber nachfragen)


    Ich persönlich handhabe das je nach Druckqualität:
    irgendwelche Werbung in einer Zeitung, Vereinsheft, einfachen Broschüre ... liefere ich als 300dpi tif in cmyk an
    Hochglanzflyer, Plakate, Visitenkarten, Briefpapier meistens als pdf oder - mittlerweile selten - als native Daten.

    EDIT

    da hat der Wolfgang in der Zwischenzeit kurz und prägnant nahezu das gleiche gepostet wie ich
    zu EPS ganz kurz: dürfte auf Kundenseite ähnlich schwierig/fehleranfällig sein wie pdf

  4. #4
    TP-Senior Murphy ist auf einem guten Weg Avatar von Murphy
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    Zitat Zitat von Thomas
    Hi Danny,

    BTW: eine befreundete Druckerei hat das mit dem pdf ganz geschickt gelöst.
    Die "Arschkarte", ob das pdf wirklich belichtungsreif ist, wird auch noch auf den Kunden übertragen: Es gibt einen "Online pdf-Check", da kannst du dein pdf hochladen (mit Passwort, welches du als Kunde bekommst).
    Irgendein Programm in der Druckerei analysiert dann das pdf und du bekommst ein paar Minuten später eine email mit einem Link.
    Da kannst du dann das genaue Ergebnis des Checks einsehen, wird dann z.B. ganz genau gesagt, ob da ggf. doch noch ein bisschen RGB-Info drin ist oder sonstwas. Funktioniert 24/7, ist durchaus praktisch.
    Bin aber überfragt, was da an Kosten/Software hinter steckt. (könnte ich bei Interesse aber nachfragen)
    Das hört sich interessant an! Könntest Du mal nachfragen?

    Gruß,
    www.inked.de everyBODY`s Darling

  5. #5
    TP-Specialist Dannys ist auf einem guten Weg Avatar von Dannys
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    supie die Herrn jetz bin ich auch wieder etwas schlauer und kann beim Kunden das nächste mal ausreichend über die Formate referieren

    @thomas ja frag mal bitte nach wie die das machen das das ist imho die einzig professionelle Lösung.

    cu dan
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  6. #6
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    Zitat Zitat von Murphy
    Das hört sich interessant an! Könntest Du mal nachfragen?
    mache ich und werde berichten (falls es kein Betriebsgeheimnis ist )

    ist jedenfalls 'ne Mac-Lösung, das kann ich schon mal sagen

  7. #7
    TP-Insider gremlin@work macht sich hier sehr viel Mühe
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    hallo leute

    ein paar randbemerkungen meinerseits...

    Zitat Zitat von Thomas
    pdf oder "native" Druckdaten (Indesign, Quark, Freehand ...)
    Vorteile:
    - Textkorrekturen (Tippfehler z.B.) können notfalls in der Vorlage noch gemacht werden, auch in einem pdf
    textkorrekturen im pdf sind schon immer nur in äusserst begrenztem rahmen machbar gewesen. zudem stellt dies häufig ein risiko dar. ich rate in aller regel dringendst davon ab (ausnahmefälle: echte peanuts oder WIRKLICH keine zeit vorhanden), in pdfs korrekturen vorzunehmen. nicht zuletzt, weil ja auch sicher gestellt sein sollte, dass die originalen daten auch auf dem letzten stand sind.
    besonders mit den neuen restriktionen von acrobat6 ist das bearbeiten von schriften sowieso zusätzlich erschwert.

    Zitat Zitat von Thomas
    bleiben als zweitbeste Möglichkeit: hochaufgelöste Pixeldaten,
    da bieten sich jpg, tiff und bmp an,
    hab ich etwas verpasst oder sind bmp nur im RGB-modus möglich und somit untauglich? okay, ich seh, bei dir geht's noch weiter :

    Zitat Zitat von Thomas
    Vorteile:
    - und: der weiterverarbeitende Betrieb kann recht einfach notwendige Änderungen durchführen (RGB in cmyk umrechnen, den vergessenen Beschnitt nachträglich anlegen ...)
    deine vorteile sehe ich nicht so. rgb in cmyk umrechnen - da kann ganz schön was link rauskommen. magst du z.b. vierfarbige schwarze schrift? vergessenen beschnitt anfügen - klingt einfacher als es oft ist, und wird der aufwand vom kunden auch bezahlt?

    Zitat Zitat von Thomas
    Quintezzenz:
    pdf wäre für das Handling und die Qualität optimal, ist auf Kundenseite aber schwer zu realisieren (im "Nicht-Profi"-Bereich zumindest)
    der empfehlung von pdf schliesse ich mich unbedingt an. als möglichen "kompromiss" würde ich da auch die anlieferung von ps-dateien sehen, wenn der kunden nicht über entsprechende software für die taugliche pdf-erstellung verfügt. die dazu nötige software (adobePS druckertreiber und distiller-ppd) ist kostenlos bei adobe erhältlich. klarer nachteil: die fehler werden erst in der druckerei (bei/nach der pdf-erstellung ersichtlich.

    gruss. gremlin

  8. #8
    TP-Specialist Dannys ist auf einem guten Weg Avatar von Dannys
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    Wäre nicht ein unkompremiertes CMYK TIFF die einfachste alternativ Lösung, vor allem da so eine Datei auch mit fast jeder Bildbearbeitungssoftware herzustellen ist ?

    Wenn ich richtig verstanden habe ist es nicht möglich wirklich saubere Dateien
    im JPG Format anzulegen da vor allem kleine Schriften schnell unsauber gedruckt werden ?

    dan
    Geändert von Dannys (16.06.2004 um 14:17 Uhr)
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  9. #9
    TP-Insider gremlin@work macht sich hier sehr viel Mühe
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    Zitat Zitat von Dannys
    Wäre nicht ein unkompremiertes CMYK TIFF die einfachste alternativ Lösung, vor allem da so eine Datei auch mit fast jeder Bildbearbeitungssoftware herzustellen ist ?
    das wäre natürlich eine möglichkeit der datenanlieferung, aber - wie thomas ja schon ausgeführt hat - die gesamte drucksache ist also gepixelt. d.h. du müsstest die auflösung eines solchen tiffs derart hochschrauben, damit auch z.b. kleine schrift einigermassen sauber wiedergegeben wird, dass die datenmenge enorm ansteigt. du verlierst sämtliche vorteile von vektoren/schrift wie kantenschärfe, wenig datenmenge und bei schrift das hinting (letzteres auch bei umwandlung von schrift in zeichenwege).

    Zitat Zitat von Dannys
    Wenn ich richtig verstanden habe ist es nicht möglich wirklich saubere Dateien im JPG Format anzulegen da vor allem kleine Schriften schnell unsauber gedruckt werden ?
    schon wieder: wie thomas bereits erwähnte, ist bei sachkundigem umgang auch mit jpeg möglich, "saubere Dateien" zu erstellen.

    gruss. gremlin

  10. #10
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    Zitat Zitat von gremlin@work
    ... die gesamte drucksache ist also gepixelt. d.h. du müsstest die auflösung eines solchen tiffs derart hochschrauben, damit auch z.b. kleine schrift einigermassen sauber wiedergegeben wird ...
    auch nochmal einhaken will,

    das ganze geht evtl. grade noch so bei 60er Raster und feiner, evtl. auch FM (frequenzmodulierte Rasterung), aber was wenn ein 48er Raster oder noch niedrigere rasterweite verarbeitet werden soll?????
    Ich rate von jeglichem Pixeldaten-Format ab! Sobald die Schrift nicht mehr in eigentlicher Schriftinformation oder Pfaden vorliegt sondern, im Prinzip, wie ein Bild vom RIP behandelt wird, hat das in meinen Augen eigentlich nichts mehr mit drucktauglich zu tun.

    Gruß
    der Tom
    Holzauge ist wachsam!

  11. #11
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    Ja gut ähhh

    aber das bekommt ja kein Dau gebacken. Wie klein dürfen die Schriften denn angelegt werden damit Sie aus einer Pixeldatei noch zu Drucken sind (Raster sagt mir nichts) ?

    dan
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  12. #12
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    Zitat Zitat von Dannys
    Wie klein dürfen die Schriften denn angelegt werden damit Sie aus einer Pixeldatei noch zu Drucken sind (Raster sagt mir nichts) ?
    Hi dan,

    eben das ist das Problem sowas zu sagen. Das kann bei der einen Schrift in 8 pt. noch ok sein, bei der anderen Schriftart siehst du bei 8 pt. gar nichts mehr. z.B. bei einer Arial sieht das ganze gut aus und fällt nicht sonderlich ins Gewicht (außer die fehlende Randschärfe), dagegen ist eine feine, geschwungene Schrift nicht mehr lesbar.

    Irgendwann kommen wir halt in Bereiche, in denen der Billig-Rechner vom Aldi, Lidl oder sonst wem, mit dem gesaugten Photoshop oder dem planlosen hingebastel in Corel nicht mehr ausreichen, sondern Fachwissen gefragt ist. (Das soll jetzt kein Vorwurf/Unterstellung sein, sondern die Problematik darlegen)

    Gruß
    der Tom
    Holzauge ist wachsam!

  13. #13
    TP-Specialist Dannys ist auf einem guten Weg Avatar von Dannys
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    Wohingehend kann man den Benutzer an der Hand nehmen, damit die Anwendung des Kunde (diese Upload-Geschichte) dennoch vernünftig funktionieren kann und die Qualität des Ausdrucks ok ist?

    dan
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  14. #14
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    Unhappy

    Zitat Zitat von Murphy
    Das hört sich interessant an! Könntest Du mal nachfragen?
    sorry, ist wohl "Betriebsgeheimnis", Freund Raule darf mir nix näheres verraten

  15. #15
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    Habe ich verständniss für.

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